Dienstag, 4. April 2017

Eine Wanderung um Üdingen

Am letzten Sonntag war schönes Wander- und Photographierwetter, da es schnuckelige Wölkchen am oft blauen Himmel gab.

Üdingen liegt in der Eifel an der Rur und ist per Bahn auf der Strecke „Düren – Heimbach“ leicht zu erreichen. Zwei eiszeitlich entstandene Trockentäler münden am Ort. Diese zugewachsenen Täler sind selbst nicht begehbar, aber man kann streckenweise an den Grabenrändern hochgehen. Das sind schöne Wege.

 photo 07-Kutzgraben_Uedingen_450_zpsql18nfsq.jpg

>Am Kutzgraben oberhalb von Üdingen<

Ich ging am Westhang des Kutzgrabens hoch. Früher konnte man dort ganz hochgehen, aber mittlerweile gibt es den Weg im oberen Drittel nicht mehr.

Wenn man weiter geht, kann man zum Dorf Boich gelangen. Hier, oberhalb der Gräben, gibt es kommerziellen Frucht- und Obstanbau. Aufwendig betrieben wird insbesondere der Erdbeeranbau auf Stelzbeeten und in Tunnel-Treibhäusern.

 photo 17-Erdbeerfelder_Boich_450_zpsd6rreuvv.jpg

>Erdbeeranbau bei Boich<

 photo 18-Erdbeerfelder_Boich_450_zpsf8ylsqom.jpg

Ansonsten hat Boich neben wenigen alten Gebäuden z.B. Katzen und Schafe zu bieten, wenn man Glück hat.

 photo 24-Cat_Boich_450_zpsoqurzyok.jpg

Südwestlich von Boich folgte ich dem Engelsgraben, der nach Rath führt. Auch hier gibt es einen schönen Weg, diesmal am nordwestlich verlaufenden Hang lang (der Weg am südöstlichen Hang lang ist ebenfalls schon lange gesperrt bzw. verschwunden).

 photo 42-Engelsgraben_E_Rath_450_zps91llk90g.jpg

>Engelsgraben<

Ich ging dann etwas am Rande von Rath entlang. Die Waldinsel vor rotbraunem Boden und blauem Himmel gehört hier in der Gegend sowieso zu meinen Lieblingsphotomotiven:

 photo 45-Waldinsel_E_Rath_450_zpsfoujmgtz.jpg

>Im Sommer ist dieses Motiv weniger interessant.<

Am Nordende von Rath bog ich in einen weiteren Graben östlich von Leversbach ein. Diesen ca. 1 km langen schönen Weg würde ich mal als gefährdet einstufen.

 photo 51-Landschaft_E_Leversbach_450_zpsxbum62jj.jpg

>Landschaft östlich von Leversbach<

Ich ging durch Leversbach am Friedhof vorbei und dann nach einigen Feldern runter ins Rurtal bei Untermaubach. Hier gibt es eine Fahrradbrücke über die Rur und interessanterweise einen Kiosk mit Draußen-Sitz-Möglichkeit für Wanderer und Fahrradfahrer. An dieser Brücke war ich vorher noch nie. Ein Seitenkanal neben der Rur führt hier zu einem alten Wasserkraftwerk mit angeschlossenen Burgteichen am Fuße der Burg Untermaubach.

 photo 72-Wasserkraftwerk_Untermaubach_450_zps5w4wdkct.jpg

>Wasserkraftwerk Untermaubach<

Am Seritenkanal gab es relativ frische Biberspuren an von ihnen gefällten Bäumen zu sehen.

 photo 75-Burg_Untermaubach_450_zps7pmqhs6j.jpg

>Burg Untermaubach<

Ich ging durch Untermaubach hoch nach Bilstein und weiter nach Bergheim und Kreuzau. Vor Kreuzau geht es wieder runter zur Rur. Man folgt hier einem steilen Hohlweg am Nordende der Ortschaft Winden.

 photo 91-Hohlweg_Winden_450_zpsqwzqrshc.jpg

>Hohlweg bei Winden<

In Kreuzau schaute ich mal, ob ich mich irgendwo gastronomisch in der Sonne niederlassen könnte. Aber die Sonne stand schon tief und die möglichen Optionen, z.B. am Eiscafé, waren begrenzt und alle belegt. Ich fuhr dann zurück nach Köln.

Ca. 16 km war diese Tour lang.

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Elisabetta1 - Mittwoch, 5. April 2017, 10:18

Hallo ;-)

Eine wunderschöne Wanderung, mit so eindrucksvollen Bildern. Dein bevorzugtes Fotomotiv finde ich auch besonders hübsch.
Was mich auch noch fasziniert hat, ist die Erdbeeranbauvariante. Bei uns krabbeln sie noch am Boden - mit Stroh - herum, dies hier ist schon die elegante Möglichkeit und außerdem die "Rückenschonende".
Schade, dass ich so selten zu Dir aufs Blog komme, bin dauernd mit meinem Kram beschäftigt. Diese Suche nach Zitaten mit eigenen Bildern und die Tür/Tor und sonstigen Öffnungen, brauchen halt Zeit.
Und außerdem hab ich ja noch einen Hund, der 3 x täglich seinen Spaziergang fordert.

Liebe Grüße
Elisabetta

Treibgut - Mittwoch, 5. April 2017, 20:47

Die Strohvariante

.... mit Erdbeeren am Boden ist hier in meiner Umgebung auch die übliche Methode. Elegant, aber teuer in Hinblick auf die Investitionskosten, die man erst einmal wieder reinbekommen muss, so sieht die Stelzenvariante für mich aus. Die Gründe, dies so zu tun, kenne ich nicht. Man muss schon erhebliche Erdbeerschäden vermuten, etwa durch Bodenvernässung, überwinternde Bodeninsekten, Mäuse etc., um dies so mit den Stelzen zu machen.
widder49 - Mittwoch, 5. April 2017, 13:18

Die

Erdbeerbeete in Hochform sehen ja interessant aus.
Für die Mitarbeiter sicher viel bequemer, wenn geerntet wird.
LG

Treibgut - Mittwoch, 5. April 2017, 21:15

Die Sorge

.... um die Mitarbeiter, fürchte ich, ist eher ein nachrangiger Grund, die Hochbeete zu wählen. Höfe wie dieser sind hochkommerzielle Betriebe, die sich für einige Tage oder Wochen Tagelöhner/Leiharbeiter aus ganz Europa zusammenholen, um die Erntezeit geregelt zu bekommen. Wahrscheinlich werden diese Arbeiter dann auch noch leistungsabhängig für Akkordarbeit bezahlt und bekommen nix, wenn sie z.B. durch Hexenschuss ausfallen.

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