Donnerstag, 19. Oktober 2017

Eine Wald-Wanderung südöstlich von Gerolstein

Am letzten Sonntag war ich bei schönem Wetter um 20 Grad wieder in der Eifel unterwegs. Nach Pilzen wollte ich schauen und vor allem einen Steinbruch am Geeser Maar in Augenschein nehmen.



>Eine Schafherde unweit des Heiligensteins<

So ganz planmäßig verlief die Tour nicht.

Den vollständigen Bild-Bericht gibt es dort.

Montag, 16. Oktober 2017

Mein Balkon im Oktober

Es ist Tomatenzeit. Davon existieren zurzeit eine ganze Menge auf meinem Balkon, auch wenn deren Blattwerk größtenteils von saugenden Schädlingen vernichtet wurde.



Besonders toll finde ich aber meine Kornblume. Zwar sind meist nur ein bis zwei Blüten da, die dann auch wieder verblühen, aber das geht schon so seit viereinhalb Monaten.

Sonntag, 15. Oktober 2017

Im Kino – Die Nile Hilton Affäre und andere Filme

In Tarik Saleh's Kairo-Polizeidrama Die Nile Hilton Affäre muss ein Polizist im Offiziersrang, der auch nur durch Beziehungen an seinen Job gekommen ist, erkennen, wie korrupt und verkommen das ganze System ist. Als eine bekannte Sängerin in einem renommierten Hotel ermordet wird, wird er zwar zunächst mit Ermittlungen beauftragt, doch diese werden schnell eingestellt und der (absurde) Selbstmord der Frau festgestellt. Doch der Polizist hat eine Spur und ermittelt weiter.

Es wird dann jedoch sehr bald gefährlich für ihn und alle anderen, die Zeugen des Mordes gewesen sein könnten.

Der Film ist sehr spannend gemacht, wirkt authentisch und führt durch ein düsteres, übervölkertes und schmutziges Kairo, in dem die Korruption und Vetternwirtschaft alle Schichten der Gesellschaft und insbesondere die Behörden und hier den Polizeiapparat bis unter die Kopfhaut erfasst hat. Das sieht man selten so plastisch im Kino. Unliebsame Personen und Zeugen werden im Zweifelsfall durch bezahlte Killer ausgeschaltet.

Die eigene Ohnmacht und Verstrickung in ein Unrechtssystem zu erkennen ist die bitterste Pille, die er [der Polizist] auf seiner Odyssee schlucken muss; eine Erkenntnis, die auch den Zuschauer mit Wucht trifft. So hart diese Lektion ist: Tarik Saleh vermittelt sie so spannend, dass man nicht wegsehen kann,“ kommentiert die stuttgarter-zeitung.

Von Emir Kusturica hatte ich schon seit knapp 20 Jahren keinen Film mehr im Kino gesehen. Sein neuer Film On The Milky Road ist wahrscheinlich ein typischer Kusturica-Film mit boshaft-bizarren Szenen. Es kommen ziemlich viel Tiere und viel karstige Landschaft im Film vor. Das macht den Film visuell schon mal ganz ansprechend. Ansonsten handelt der Film von einem Michmann, der – von Kusturica selbst gespielt - auf einem Esel durch die von Bürgerkriegswirren beeinträchtigte Gegend reitet.

Es kracht schon mal häufiger. Als das Dorf dann einem Massaker zum Opfer fällt, können der Milchmann und seine falsche Braut, die er einem Warlord abspenstig gemacht hat, zwar fliehen, aber als Zeugen des Geschehens werden sie verfolgt. Das finstere Spiel endet dann später in einer Schafherde, in der sie sich kriechend vor den marodierenden Soldaten verstecken. Das funktioniert zunächst ganz gut, doch die Schafherde läuft in ein Minenfeld.

Kurzweilig ist der Fim im Ergebnis schon, aber so richtig mitfühlen konnte ich mit den Figuren nicht, so dass ich annehme, dass der Film in der Ausarbeitung der Charaktere und in der Figurenzeichnung Schwächen aufweist. Cineman meint, dass „die Fans wohl die sonst so typische Balance zwischen Hysterie und Fantasie vermissen“ werden.

Jacques Doillon's Film Auguste Rodin widmet sich dem Schaffen und den Frauenbeziehungen des französischen Bildhauers, mit dem das Zeitalter der modernen Plastik und Skulptur begann. Der Film beginnt etwa 1885, kurz nachdem Rodin (gut gespielt von Vincent Lindon) seine Schülerin und baldige Geliebte Camille Claudel (Izïa Higelin) ins Atelier aufgenommen hatte. Über sie hat Bruno Nuytten 1988 schon einen Film gemacht.

10 Jahre dauerte ihre Beziehung, die auch im neuen Film, der fast nur in Ateliers spielt, eine zentrale Rolle spielt. Indes, der Künstler benötigt noch andere schöne Frauen, die ihm in allem möglichen Posen nackt Modell stehen.

Nach critic wird Rodin als „Schürzenjäger, dem alles zufliegt, der die Frauen benutzt und der zwar irgendwie schon nett, aber auch feige und ziellos erscheint“, dargestellt.

Nackte Frauen, Bildhauerei hin und her, alles hübsch anzusehen, der Film hat dennoch so seine etwas ermüdenden Längen.

Prognose/Wertung: Filme noch mal ansehen?

Die Nile Hilton Affäre: ja, vielleicht.
On The Milky Road: tendenziell eher unwahrscheinlich.
Auguste Rodin: tendenziell eher unwahrscheinlich.

Samstag, 14. Oktober 2017

Optik und Anderes

Es wäre heute zwar ein schöner Tag zum Wandern gewesen, aber ich wollte Dringliches erledigen.

Argwöhnend, dass meine Klarsicht auf die Dinge seit längerer Zeit beeinträchtigt ist, besuchte ich die Optikerin meiner Wahl. Vor knapp 5 Jahren habe ich dort das letzte Brillenset erworben.



Sie riet mir zu einem Gestell mit größeren Gläsern für die Gleitsichtbrille. Dem bin ich gefolgt und habe außerdem noch eine Lesebrille geordert. Der Lesetest zeigte, dass sich die Werte etwas verändert haben, auch die Hornhautkrümmung ergab einen anderen Wert. Probleme hatte ich vor allem im Kino und hoffe, dass sich das demnächst durch die neue Brille ändern wird.

Ansonsten war ich Einkaufen und habe auf dem Balkon in der Sonne 1, 2 Stunden in einer Geographischen Rundschau gelesen - und danach auch mal wieder Fenster geputzt. Eines fehlt noch, das Fensterspray ist mir ausgegangen (und Lust hatte ich auch nicht mehr).



Ein leckeres Brot mit dunklen Oliven- und weißen Ziegenkäse-Bröckchen kaufte ich bei Merzenich.

Sonntag, 8. Oktober 2017

Eine Wanderung nördlich von Odendorf

An diesem Wochenende machte ich zwar keine Wanderung, da mir das Wetter zu ungemütlich regenverdächtig-kühl erschien, aber immerhin kann ich euch noch mit ein paar Photos von der Wanderung am vorangegangenen Sonntag versorgen.



>Blick Richtung Ollheim<

Es war eine rd. 14 km lange Wanderung durch die flache Bördenlandschaft und durch kleinere Dörfer. Es ging mir vor allem darum, Sonne zu tanken. Einige Tiere, Zuckerrüben und Erdbeeren sowie Trafostationen gab es auch zu sehen.

Den vollständigen Bericht könnt ihr dort ansehen.

Samstag, 7. Oktober 2017

Sound-Welten (19/2017)

So wirklich überzeugen wollte mich keines der Alben dieser Prüfserie. Das Album von Helium Vola gefiel mir wohl am besten. Aber auch das Goldray-Album hat mindestens zwei tolle Songs zu bieten.

8Kids. Album: Denen die wir waren (2017). Debut-Album einer deutschen Rock-/Punk-/ Post-Hardcore-Band. Relativ melodisch-rockig, oft treibend, deutschsprachiger Gesang. Einige Songs konnte ich gut anhören. SHR: 8 T – 77 T. WD: 18/d.

Alexandra Saviour. Album: Belladonna of Sadness (2017). Debut-Album einer US-amerikanischen Singer-/Songwriterin, die im cineastischen Dream-, Desert- und Psychedelic Pop zu Hause ist. Ein Gesang, der „zwischen selbstbewusster Femme fatale und flehender Suchenden variiert“, meint plattentests. Und sich manchmal auch etwas nach Lana Del Rey anhört. Eine vergleichsweise interessante Platte, aber etwas zu viel Pop. SHR: 155 T – 2.145 T. WD: n.v.

Bullet Height. Album: No Atonement (2017). Debut-Album eines nach Berlin ausgewanderten Dark-Electronic- Rock-Duos. „Der Erstschlag aus Berlin weiß mit der Symbiose aus verschiedenen Genres gekonnt zu punkten“, meint das toughmagazine. Nun ja, kann man anhören, der Sound ist mir selbst aber zu unruhig und zu „synthetisch“. SHR: 1 T – 13 T. WD: n.v.

Cigarettes After Sex. Album: Cigarettes After Sex (2017). Debut-Album einer US-amerikanischen Ambient-Pop-Band, die es direkt in die europäischen Charts schaffte und auch bei spotify sehr erfolgreich ist. Nun ja, der softig-harmonische, tendenziell mich einschläfernde Dream-Pop-Stil war noch nie mein Ding, weshalb auch diese Band bei mir nicht wirklich punkten kann. SHR: 1.038 T – 9.044 T. WD: 89/d.

Dead Letter Circus. Album: Aesthesis (2015). Drittes Album einer australischen Indie-/Alternative-Rock-Band. Relativ harmonisch, kann man gut anhören, spricht mich aber dennoch stilistisch nicht besonders an. SHR: 19 T – 574 T. WD: 2/d.

Eloy. Album: The Vision, The Sword & The Pyre I (2017). Diese deutsche Progressive-Rock-Band war in den 1970er Jahren eine meiner Top-Bands, ich kaufte fast alle ihre Platten, wobei die Alben No. 2 – 5 immer meine Favoriten waren. Wirklich kommerzieller Erfolg kam aber erst mit ihrem Album No. 6 (Ocean) in 1977. Die Band hat – beschädigt - die 1980er und 90er Jahre überstanden, aber aus den letzten 20 Jahren gibt es nur drei neue Alben. Das letzte Album, das ich kaufte, datiert von 1982. Danach sank die Rezeption nicht nur bei mir deutlich, da andere, neu aufkommende Musikstile wie Punk, Dark Wave, NDW, Dark Ambient, Industrial und Gothic ihren Erfolg hinwegspülten. Die jüngeren Alben kenne ich gar nicht. Nun, nach 8 Jahren, wieder ein neues Album, No. 18. Es ist ein respektables Alterswerk, wieder ein Konzeptalbum, das interessanterweise auf Platz 22 der deutschen Charts landen konnte – nur ein Album von 1979 kam jemals höher. Gasterzählerinnen, Sängerinnen und Chöre kommen auf dem Album auch vor. Das hat es früher auch schon mal gegeben, aber nicht so häufig. Anspieltipp: „Why?“. SHR: 3 T – 14 T. WD: 102/d.

Far Or Near. Album: Aporia (2017). Debut-Album einer deutschen Postrock-Band mit Lady am Micro. Relativ wüst-emotionaler, mitunter sperriger Sound. „Ein ordentliches, teils feenhaftes, teils krachiges Rockalbum der insgesamt etwas härteren Schiene“, meint das blueprint-fanzine. Etwas anstrengend. SHR: 1 T. WD: n.v.

Goldray. Album: Rising (2017). Debut-Album einer britischen Psych-Rock-Band mit Blues-Einschlag und interessanter Lady am Micro. „The band serve up a clutch of riff-powered psychedelic gems hovering in a space somewhere between the likes of Cream, Kula Shaker and All About Eve“, sagt getreadytorock. Gefällt mir streckenweise ganz gut. Anspieltipp: "Diamond Road". SHR: 1 T – 4 T. WD: n.v.

Helium Vola. Album: Wohin? (2013). Viertes und bis dato anscheinend letztes Album dieser deutschen Band, die mittelalterlichen Gesang mit elektronischen Spielarten verknüpft. Die Musik tendiert manchmal Richtung Avantgarde, wird nach meinem Eindruck auf den jüngeren Alben immer experimentell-komplexer und schwerer zugänglich. Die ersten drei Alben hatte ich mir zugelegt, aber hier setze ich vielleicht mal aus. Vereinzelt gibt es aber auch hier sehr schöne Mittelalter-Songs, z.B. „Die Andre“. SHR: 1 T – 2 T. WD: 11/d.


SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (T) je Song.

WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige Seite vorhanden.

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines Zugriffs.

Donnerstag, 5. Oktober 2017

Pilz-Wanderung Jünkerath – Mottenberg - Lissendorf

Am letzten Freitag nahm ich frei, um einen vorerst letzten >20-Grad-Tag zu genießen. Ich fuhr in die Eifel nach Jünkerath, querte die Kyll und ging nach Schüller hoch. Bereits auf diesem Weg sah ich einen Birkenpilz, einen Steinpilz, Champignons und Rotfuß-Röhrlinge, ohne groß gesucht zu haben.....



>Rotkappe südwestlich Schüller<

Pilztechnisch eine sehr erfolgreiche Tour. Den vollständigen Bild-Bericht gibt es hier.

Gefangen in Köln 2.0

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