Montag, 14. August 2017

Biergarten?

Samstag am späteren Nachmittag traf ich am Kino zufällig einen Arbeitskollegen. Nach dem Film „Der Ornithologe“ setzten wir uns noch für zwei Bierchen draußen an der Eigelstein-Torburg hin.

Überwiegend sprachen wir über die Vermieter. Lästige Konflikte haben bei ihm zu einer Eigenbedarfskündigung geführt, die er gestern aus dem Briefkasten angelte.

Biergarten-Wetter hatten wir am Samstag allerdings nicht.



>Textilcafé, Eigelstein, Köln-City<

Am Sonntag war ich wandern, allerdings erst um 23:15 Uhr zurück. Ein Bericht wird natürlich irgendwann die nächsten Tage folgen.

Sonntag, 13. August 2017

Im Kino – Die göttliche Ordnung und andere Filme

Petra Volpe's Film Die göttliche Ordnung spielt in der Schweiz im Jahr 1971, als das Frauenwahlrecht eingeführt wurde. Ein Bergdorf steht im Mittelpunkt. Aus der Perspektive einer dort ansässigen Ehefrau und Mutter (Marie Leuenberger) wird geschildert, wie und warum sich diese Frau plötzlich aktiv für das Frauenwahlrecht einsetzt und welche Widerstände in den verbohrten Köpfen der Männer zu überwinden sind. Nebenbei geht es auch noch um die sexuelle Revolution.

Das ist ein toller Film, auch weil er zeigt, wie schwierig es ist und wieviel Mut es braucht, Traditionen zu brechen, die oft von den Frauen auch selbst gelebt werden und welche Mechanismen dazu führen, dass Traditionen in festgefügten Gemeinschaften immer weiter fortgeschrieben werden.

Die Geschichte bietet beste Unterhaltung, überzeugend besetzt bis hinein in die Nebenrollen und sehr gekonnt erzählt“, meint die nzz. Das sehe ich auch so.

Cédric Klapisch's Film Der Wein und der Wind spielt in der Weinanbau-Gegend Burgunds. Der Film handelt vom Wein, vom Wein kosten, aber auch von Rivalitäten zwischen Weinbauern und familiären Problemen und Wein-Ritualen. Drei Geschwister. Der Tod des Vaters naht, einer der Brüder kommt nach 10 Jahren rechtzeitig aus Australien zurück. Der Vater stirbt. Der Hof soll weiterlaufen, aber die Erbschaftssteuer ist hoch.

Uns es gibt noch ein Problem, denn der Mann aus Australien hat selbst Probleme, und das Erbe geht zu je einem Drittel an die Söhne und die Tochter. Der Mann hängt nicht mehr an dem Land, würde also gerne ausgezahlt werden, hängt aber an seiner Schwester.

Nun, sie raufen sich zusammen. So ist es doch ein weitgehend harmonisch-natürlicher Film. Hübsch anzusehen.

Entschleunigtes wie geerdetes Familiendrama“, meint kino-zeit.

João Pedro Rodrigues' Film Der Ornithologe spielt im Norden Portugals, wo ein Ornithologe in einem Nationalpark mit seinem Kajak einem Fluss folgt. An Stromschnellen kentert er, wird später bewußtlos von zwei chinesischen TouristInnen gefunden. Er erweist sich als Ungläubiger, dem die Frauen einen Schlaftrunk verpassen. Gefesselt an einen Baum wacht er auf, kann sich nachts jedoch befreien und davon machen. Aber die Pillen, die er nehmen muss, hat er verlegt. Später hat er noch andere sonderbare Begegnungen mit um ein Feuer tanzenden Gestalten oder mit berittenen barbusigen Amazonen.

Ich dachte mir schon, dass der Film etwas zäh werden könnte, aber Filme über sonderbare Reisen in die Wildnis interessieren mich prinzipiell schon – ich renne ja manchmal selbst in der Wildnis rum. Und dieser Film war dann doch kurzweiliger als erwartet, mit sonderbarem Sound, vielen Tieren wie Eulen und Adlern, zunehmend surrealen Zügen im Verlauf der Reise, verschrobenen sexuell-tabuisierten Kontexten. Die katholische Symbolik habe ich wahrscheinlich nicht verstanden, weil ich mich in dem Sektor nicht auskenne, macht aber auch nichts.

"Dieser Film ist Arthousekino, das die Sinne belebt und die Fantasie auf Reisen schickt", meint kritiken.

Prognose/Wertung: Filme noch mal ansehen?

Die göttliche Ordnung: ja, wahrscheinlich.
Der Wein und der Wind: ja, vielleicht.
Der Ornithologe: tendenziell eher nicht.

Bücherwelten: Rupien! Rupien!

Vikas Swarup's Roman „Rupien! Rupien!“ (orig.: Q & A, 2005) wurde in 2008 von Danny Boyle als „Slumdog Millionär“ erfolgreich verfilmt. Ein toller Film, ein tolles Buch. Leider ist es schon wieder 7, 8 Jahre her, seit ich den Film sah, ich habe Erinnerungslücken. Ich schätze mal, dass das Buch einen deutlichen Touch düsterer ist.

Erzählt wird hier aus der Perspektive eines indischen Jungen. Dieser nahm an einer Quizshow teil und steht diese bis zum Höchstgewinn von 20 Milliarden Rupien durch, obwohl er – aus einem Slum kommend - kaum Schulbildung hatte. Er landet daraufhin im Gefängnis. Eine Reporterin kommt und fragt, woher er all diese Antworten wusste. Das ist einer lange Geschichte. Zu jeder Frage erzählt er der Frau eine Geschichte aus seinem Leben, die die Lösung der speziellen Frage in der Quizshow bereit hält.

Und diese Geschichten sind allesamt ziemlich intensiv tragisch und finster. Man erfährt hier – aus Unterschicht-Perspektive - sehr viel aus dem Leben im indischen Alltag mit seinen vielfältigen Gefahren. Und es kommt nahezu alles vor, was man aus Indien schon mal gehört zu haben meint. Das Buch macht - bedingt - Lust auf eine Indien-Reise, wenn man sich noch traut - etwas, was man selten von einem Buch behaupten kann.

Indien mit den Komponenten sozialer Ungleichheit und Ungesetzlichkeit, ein Land, in dem Raub, Mord, Betrug und Überfälle an der Tagesordnung sind, bietet das Bild eines vielfarbigen Völkergemischs übertüncht noch von kolonialer Vormachtherrschaft. Mit unglaublicher Fabulierkunst und doch realitätsnah hat der Autor Vikas Swarup seine Geschichte erdichtet“, sagt die leselupe.

Freitag, 11. August 2017

Sound-Welten (16/2017)

Die Alben von Danzig und Electric Moon gefallen mir in dieser Prüfserie ganz gut.

2raumwohnung. Album: Nacht und Tag (2017). Dieses deutsche Electro-Pop-Duo zählt zu den bekannteren deutschen Acts und schafft es seit 2002 meist in die Top-10 der deutschen Charts. Ihr bisher erfolgreichstes Album „Es wird morgen“ (2004) hatte ich mir damals auch zugelegt. Das nunmehr bereits achte Album zeigt noch immer die gewisse relaxte Leichtigkeit mit minimal-technoiden Zügen, die das Duo schon immer auszeichnete; obgleich ich die Stimme der Lady durchaus mag, meine ich dennoch nicht, das Album haben zu müssen. SHR: 13 T – 152 T. WD: 293/d.

Avatarium. Album: Hurricanes And Halos (2017). Die schwedische Metal- und Hard-Rock-Band hat nunmehr ihr drittes Album vorgelegt. Nachdem ich mir das Debut-Album zulegte, kann mich die Band in ihrem weiteren Schaffen aber nicht mehr so richtig überzeugen, obgleich es immer noch passable, auch ruhig-melodische Passagen im Material gibt und sie eine gute Sängerin haben. Aber hier fehlt einfach das mitreißende Epos. SHR: 8 T – 118 T. WD: 34/d.

Bathsheba. Album: Servus (2017). Debut-Album einer belgischen Occult/Doom-Metal-Band. „Überzeugt mit seiner sehr heavy dargebotenen Ausrichtung und einem überaus interessanten Gesang“ der Lady am Micro, meint metal. Für Anhänger düster-sinistrer Werke vielleicht ein Must-Have. SHR: 3 T – 6 T. WD: n.v.

Cellar Darling. Album: This Is The Sound (2017). Debut-Album einer Schweizer Folk-Metal-Band mit Lady am Micro. Ungeachtet dessen sind sie nicht neu im Geschäft, da sich das Trio incl. der Sängerin aus der etablierten Folk-Metal-Band Eluveitie abgespalten hat, in der sich das Personal-Karussel ziemlich schnell dreht. Stilistisch ist Cellar Darling aus meiner Sicht mindestens ebenso interessant, wenn auch an der Eigenständigkeit noch etwas gefeilt werden sollte. „Eine Klangwelt voller großer, virtuos umgesetzter Melodien“, meint metal. SHR: 14 T – 319 T. WD: n.v.

Danzig. Album: Black Laden Crow (2017). Die US-amerikanische Band Danzig kannte ich zuvor überhaupt nicht. Dabei ist dies bereits das elfte Studio-Album seit ihrem Debut in 1988 und kein Album außer Danzig III (1992) stieg so hoch in die deutschen Charts wie dieses. Die Kritiken sind zweigeteilt, doch der schroffe, gitarrenlastig schwermetallische Sound und die markante Stimme des Shouters gefallen mir ganz gut. Dass mir ein mehr rockbetontes Klassiker-Album wie „Danzig III“ besser gefällt, kann ich nicht behaupten. SHR: 39 T – 144 T. WD: 154/d.

Electric Moon. Album: Stardust Rituals (2017). Von dieser seit 2010 mit Veröffentlichungen in Erscheinung tretenden deutschen Psychedelic-Krautrock-Band gibt es viele Alben, aber oft sind es Live-Präsentationen ausufernder spaciger Songs, die schon mal über 20- oder auch 50 Minuten lang sein können. Die vier Songs des neuen Albums bewegen sich allerdings nur überwiegend oberhalb der 8-min-Marke und haben mehr Gesangsanteile der Bassistin. Hypnotischer LSD-Sound, nenne ich so etwas immer. Gefällt mir ganz gut, sollte ich vielleicht kaufen. SHR: 1 T. WD: 17/d.


SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (T) je Song.

WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige Seite vorhanden.

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines Zugriffs.

Donnerstag, 10. August 2017

Home News: TV

Da habe ich nun den Plan umgesetzt, den ersten TV in meinem Leben zu kaufen und an den (sowieso bezahlten) Kabelanschluss im Wohnzimmer anzuschliessen:



>TV, ins Bücherregal gestellt; durch diesen Plan war die Größe des Bildschirms auf 32 Zoll beschränkt. Das Bild ist übrigens besser, als das Photo zeigt.<

Das Gerät war bei Saturn im Internet-Shop schnell ausgesucht, 32 Zoll sollte es haben, und das billigste Gerät habe ich dann für 199 € genommen (von JVC). Wunder sind logischerweise daher nicht zu erwarten. Logisch, Kabelempfang sollte der Fernseher natürlich können, das habe ich vorher überprüft.

Das Problem, dieses Gerät dann an meinen AV-Receiver anzuschliessen, um den Ton über die Boxen der Surround-Anlage abzuspielen, hat mich dann allerdings einige Stunden Recherche und noch weitere Stunden Probieren in der letzten Woche gekostet.

Zunächst dachte ich, mein vorhandenes Kabel mit den jeweils beiden Rot-Weiss-Steckkontakten nehmen zu können. Wäre ja zu einfach gewesen. Ich vermute, diese Steckkontakte am TV können nur Input. Das las ich jedenfalls im Internet, denn eine Bedienungsanleitung zum TV, die erklärt für welchen Zweck die Buchsen dort da sind, gibt es nicht.

Also kam ich zunächst zu dem Ergebnis, kein Kabel für diese Aktion zu haben. Ich habe mich dann für die optische Variante mit TosLink-Kabel entschieden, das ich erst bei Amazon ordern musste.

Zu einem unmittelbaren Erfolg hat das Kabel dann auch nicht geführt, es gibt nämlich 4 Einsteckmöglichkeiten am Receiver und diverse Einstellmöglichkeiten für Signalquellen sowohl am TV als auch am Receiver. Schließlich habe ich aber immerhin eine dieser Buchsen aktiviert bekommen und nun läuft es.

Wenn ich das nächste Mal eine DVD sehen will, habe ich bestimmt ein nerviges Ton-Problem. Da kann ich drauf wetten, habe nämlich zu viel an den Einstellungen am Receiver herumgefummelt.

Dienstag, 8. August 2017

Wanderung Üdingen – Thuir - Abenden

Sonntag. Schönes Wetter, heiter bis wolkig, mit 21 Grad vergleichsweise ein kühler August-Tag. Das Live-Endspiel der Damen-EM musste leider dran glauben, man muss Prioritäten setzen.

Ich fuhr nach Üdingen, ging in einem Hohlweg den Rurtalhang hoch:



Quer durch einige Felder kam ich dann nach Drove, warf auch einen Blick auf die Kirche und das daneben liegende Bodendenkmal „Motte“, das man nicht betreten, aber dennoch gut erkennen kann.

Danach ging's entlang der Drover Heide. Im angrenzenden Wald fand ich so einige Hexenröhrlinge für die Pfanne am Abend.



>Hornissennest, Drover Heide. Es handelt sich hier um einen überdachten Rastplatz - so war's gedacht, aber jetzt rastet hier niemand mehr auf den Sitzbänken.<




Ansonsten gab es hier wieder mal relativ viele Frösche zu sehen. In einer größeren Pfütze zählte ich 13 Exemplare.



>Frösche in den Tümpeln der Drover Heide<



Ich verließ die Heidelandschaft im Süden, querte Waldgebiete, die Froitzheimer und Ginnicker Heide heißen, um dann durch das Dörfchen Thuir und von dort aus nach Nideggen zu laufen. Das ist Agrarlandschaft, zunächst mit viel Getreide, später auch mit Viehweiden.



>Landschaft um Thuir<






>Landschaft östlich von Nideggen<

Südlich von Nideggen kann man auf den Sandsteinfelsenweg absteigen. Dieser schmale Pfad ist manchmal durch Geländer gesichert und bietet einige famose Ausblicke ins Rurtal.



>Auf dem Sandsteinfelsenweg nahe Abenden<



Den relativ kurzen Weg runter nach Abenden bin ich zum ersten Mal gegangen, aber ich werde ihm noch mal bei Gelegenheit in die andere Richtung folgen. Bei Nideggen selbst kenne ich Teile des Weges. Sie lohnen.

In Abenden genoß ich ein Stück Apfel-Mandel-Torte und ein Weizenbier, bevor ich zurück nach Köln fuhr.

Etwa 16 km war die Tour lang.

Gefangen in Köln 2.0

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Kommunikation

Biergarten
Ja, das war nicht so ernst gemeint. Es handelt sich...
Treibgut - Di, 15. Aug, 21:12
Wanderung
Hallo Dieter, du bist östlich meiner Route entlang...
Treibgut - Di, 15. Aug, 20:59
schöne Wanderung
Schöne Wanderung. War noch nie so richtig in dieser...
Dieter.Wimmers - Di, 15. Aug, 15:47
mit der bezeichnung biergarten...
mit der bezeichnung biergarten wird viel schindluder...
bonanzaMARGOT - Di, 15. Aug, 05:49
Zeltplatz
... so was fällt mir nie auf; aber es gibt eine...
Treibgut - Do, 3. Aug, 22:55
ah, ein zeltplatz in...
ah, ein zeltplatz in der nähe... sowas fällt...
bonanzaMARGOT - Do, 3. Aug, 05:50
Drucker
... kommt drauf an, was man will. Wenn man Farbfotos...
Treibgut - So, 30. Jul, 11:43
habe mich auch mit einem...
habe mich auch mit einem schwarzweiß laserdrucker...
bonanzaMARGOT - So, 30. Jul, 10:25

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