Sounds

Sonntag, 25. März 2018

Sounds: Lean Year


Manchmal stehe ich auf Bands, die grazil-zerbrechliche minimalistische Folk-Indie-Songs schaffen. Das junge US-amerikanische Trio „Lean Year“ mit seiner sympathischen Sängerin ist da meine neueste Entdeckung. Ihr gleichnamiges Debut-Album aus 2017 habe ich mir nun zugelegt. 

Lean Year live, ein 45-minütiges Konzert in fast intimer Atmosphäre, dankenswerterweise hochgeladen von Silver Persinger

Folk, der sich sehr aufmerksam selbst zuhört – aber auch für Amsel, Drossel, Geister und Freunde von Mazzy Star“, meint der musikexpress<.

Dienstag, 13. März 2018

Soundwelten: Galley Beggar mit „Heathen Hymns“

Diese britische Band mit Lady am Micro ist irgendwo zwischen Folk- und Psychedelic Rock angesiedelt und gefällt mir ganz gut. Ihr nunmehr viertes Album „Heathen Hymns“ (2017) legte ich mir kürzlich zu – wie auch schon das vorangegangene Album aus 2015.

Sie lassen die frühen 1970er Jahre auferstehen, widmen sich dem Sound damals gängiger Folkacts an der Schnitstelle zu Rock und Prog wie Fairport Convention, Steelye Span oder Lindisfarne“, meinen diekopfhoerer

>Galley Beggar live mit „Four Birds“ von ihrem neuesten Album, dankenswerterweise hochgeladen von fargo promotions<

Sonntag, 25. Februar 2018

Sounds: Wucan mit „Reap the Storm“

Mittlerweile habe ich mir das oben genannte, zweite und bislang letzte Album (2017) der Band zugelegt.

Warum kommt mir die Musik von Wucan häufiger so bekannt vor? Keine Ahnung, ich kann es an konkreten Namen nicht festmachen, aber manche Riffs kenne ich. Und weil es sich stark nach 70er-Jahre und manchmal sehr psychedelisch anhört, fragt metal auch, ob es sich um „eine seit den Siebzigern übersehene Musikerkommune aus der Nähe der niederländischen Grenze“ handelt?

Die noch sehr junge Band gefällt mir vor allem, wenn sie ihren klassischen flötenbasierten Hard Rock ablegt und der Sound in ausgedehnte krautrockig-psychedelische Epen übergeht. Auf dem Album kommen die Highlights daher aus meiner Sicht erst am Ende mit zwei 21 bzw. 18 Minuten langen Epen.

Wucan haben es mittlerweile schon in den Rockpalast gebracht. Von daher kann youtube ein qualitativ exquisites, langes Video einer Show bieten:

Allerdings war dieses Konzert schon in 2016, daher gibt es dort nichts vom neuesten Werk. Aber man sieht, was für eine charismatische Frontfrau die Band hat – und auch hier kommt das große Epos erst am Ende mit dem knapp 16-minütigem „Wandersmann“ vom ersten Album.

Samstag, 27. Januar 2018

Sound-Welten (02/2018)

So wirklich überzeugen wollte mich keines der Alben dieser Prüfserie. Das Album von Ghostpoet gefiel mir vielleicht noch am besten.

Arbouretum. Album: Song of the Rose (2017). Sechstes Album einer US-amerikanischen Psychedelic-Rock-Band. Dunkler Touch, schroff und gitarrenlastig, kann man mal anhören, aber aus meiner Sicht nichts Besonderes. SHR: 10 T – 59 T. WD: 3/d. 

Big Thief. Album: Capacity (2017). Zweites Album einer US-amerikanischen Folk-Indie-Rock-Band mit Lady am Micro. „Eines der besten Folk-Rock Alben des Jahres“, meint br. Mir hat es stilistische zu wenig Ecken und Kanten, aber die Sängerin ist interessant. SHR: 638 T – 2.973 T. WD: n.v. 

Candelilla. Album: Camping (2017). Drittes Album einer deutschen Indie-Soft-Rock-Band mit Lady am Micro. Oft Spoken-Word-Songs mit deutschen Texten und stilistischer Ähnlichkeit zu Anne Clark, aber nicht nur. Durchgängig gelungen finde ich das Album nicht, aber manche Songs sind gut anhörbar. Anspieltipp: „Trocken und staubig“. SHR: 1 T – 6 T. WD: 4/d. 

Dunkelschön. Album: Abraxas (2017). Siebtes Album einer deutschen Band, die im Bereich Mittelalter-/Dark Folk zu Hause ist und wahrscheinlich auch zunehmend Rock-Elemente in die Alben integriert. Male/female-Gesang, deutsche Texte. Mitunter kommen sehr sentimental-dunkle Songs dabei heraus, aber eben auch MA-Trink- und Feierlieder. Eine solche stilistische Heterogenität auf einem Album nach dem Motto „für jeden Geschmack etwas dabei“ gefällt mir generell nicht so. Anspieltipp: „Schloss aus Licht“. SHR: 1 T – 3 T. WD: 9/d. 

EERA. Album: Reflection of Youth (2017). Debut-Album einer Norwegerin. Etwas zu süsslich für meinen Geschmack. „Sie zieht lange, manchmal lautmalerische Bahnen durch flirrende Klangareale und Hallräume des Indie-Rock“, konstatiert der musikexpress. SHR: 6 T – 75 T. WD: n.v. 

Fiddler's Green. Album: Devil's Dozen (2016). Ca. Album No. 13 einer deutschen Folk-Rock-Band. Schon über 25 Jahre aktiv, ist sie erst in diesem Jahrzehnt wirklich erfolgreich geworden. Aber dieser fröhlich-treibende Folk-Rock ist nicht mein Ding. Könnte wohl auch im Karneval als Anheizer auftreten. SHR: 79 T – 319 T. WD: 109/d. 

Ghostpoet. Album: Dark Days & Canapés (2017). Viertes Album eines britischen Singer-/Songwriters nigerianischer Abstammung. In England recht erfolgreich. Man kann den nur leicht dunklen Sound dieses Albums ganz gut anhören, aber ein wirklich zündender Funke wollte bei mir nicht überspringen. SHR: 70 T – 469 T. WD: 11/d. 

Hundred Waters. Album: Communicating (2017). Drittes Album einer US-amerikanische Indie-Pop-Band mit Lady am Micro. Ätherisch, aber etwas zu süsslich für meinen Geschmack. „Eine beeindruckende Balance zwischen leisen Tönen und poppigem Aufbrausen, Unterkühltheit und Hoffnung“, meint laut. SHR: 66 T – 596 T. WD: n.v. 

In This Moment. Album: Ritual (2017). Album No. 6 einer US-amerikanischen Rock-Band mit Lady am Micro. Melodramatischer Sound mit erheblichen Krachfaktor. Meine Begeisterung hält sich in Grenzen. SHR: 543 T – 4.858 T. WD: 65/d.
 

SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (T) je Song. 
WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige wikipedia-Seite vorhanden. 

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines Zugriffs. 

Sonntag, 21. Januar 2018

Sound-Welten (01/2018)

Irgendwie komme ich kaum noch dazu, Musik zu hören - und daher finde ich auch nichts. So wirklich überzeugen wollte mich keines der Alben dieser Prüfserie. Das Album von Modern Studies gefiel mir vielleicht am besten.


Modern Studies. Album: Swell To Great (2017). Relativ melancholisches Debut-Album einer britischen Folk-Indie-Band mit Lady am Micro und gelegentlichem Duett-Gesang mit Mann. Es enthält einige wenige wirklich gute Songs. Ein „Soundtrack zum Fallende-Blätter-Beobachten und Teetrinken“, meint intro. SHR: 3 T – 20 T. WD: n.v. 

The Narcotic Slave Orchestra. Album: Love, Art, Intoxication - Musick for Flies (2005). Dieses Debut- und einzige Album einer deutschen Kraut-/Space-Rock-Band – in Eigenproduktion entstanden - fällt wahrscheinlich in die Rubrik „längst vergessen“, auch wenn man es bei spotify anhören kann. Mit häufig psychedelisch-krautigem Jams in manchmal über 20-minütigen Stücken und Klangkollagen schafft es das Werk auf 150 Minuten. Das 23-minütige „Fuckmusick“ kann überzeugen, aber der Rest ist aus meiner Sicht oft eher Mittelmaß. Auf den babyblauen Seiten gibt es eine Plattenkritik. SHR: 1 T. WD: n.v. 

Public Service Broadcasting. Album: Every Valley (2017). Drittes Album einer britischen Pop-/ArtRock-Band. Mainstreamig. Auf dem neuen Album bedient man sich diversen GastsangerInnen. In England recht erfolgreich, aber ich kann mit dem Sound wenig anfangen. „Ein dokumentarisches Konzeptalbum über die walisische Kohle-Industrie“, konstatiert byte.fm. SHR: 142 T – 487 T. WD: n.v. 

Rainer Maria. Album: Rainer Maria (2017). Nach rd. 10-jähriger Pause ist dies das etwa sechstes Album einer in Deutschland wahrscheinlich nicht sehr bekannten US-amerikanischen Emo-Rock-Band mit Lady am Micro. Schön schroff, mit vielen Krachig-/Leise-Songs. Kann man anhören, ohne haben zu müssen, sage ich mal. SHR: 14 T – 227 T. WD: n.v. 

Sorcerer. Album: The Coming of the Fire King (2017). Nach zwei Eigenveröffentlichungen in den 1980er/90er Jahren und über 20-jähriger Pause hat diese schwedische Epic-Metal-Band in den letzten Jahren zwei reguläre Alben herausgebracht. Das neueste Alben enthält epische Songs, die die 10-min-Marke erreichen können. Stilistisch ist das Album recht klassisch-melodisch. Nicht schlecht, aber ich meine, diesen Sound früher schon 1.000 mal gehört zu haben. SHR: 4 T – 48 T. WD: 25/d. 

Torsten Goods. Album: Thank You Baby! (2015). Etwa siebtes Album eines deutschen Jazz-Gitarristen und Sängers. Etwas zu gefälliger Jazz aus meiner Sicht, wenig Ecken und Kanten, aber immerhin etwas melancholisch. SHR: 5 T – 35 T. WD: 11/d. 

Vuur. Album: In This Moment We Are Free – Cities (2017). Debut-Album einer niederländischen Progressive-Metal-Band, die von der ehemaligen The-Gathering-Sängerin Anneke van Giersbergen gegründet wurde. In den Niederlanden schaffte es das Album auf Platz 2 der Charts, aber ansonsten konnte der aus meiner Sicht ruppig-schroffe, wenig eingängige Sound nirgendwo so richtig punkten. Selten kommen die Gesanglinien mal wirklich in den Vordergrund durch. SHR: 24 T – 147 T. WD: 25/d. 

Wolf Mountains. Album: Superheavy (2017). Zweites Album einer deutschen Post-Grunge-Band. Ein „Alternative-Rumdumschlag vom Feinsten“, meint musikreviews. Mir selbst hat der Sound (und die Voice des Sängers) aber nicht so zugesagt. SHR: 1 T – 2 T. WD: n.v. 

Zimt. Album: Glückstiraden (2017). Zweites Album einer deutschen Pop-/NDW-Band. Zwei Mädels singen (auf deutsch) und bedienen diverse Instrumente, außerdem gibt es noch einen Schlagzeuger. Ich sage mal, auf die poppigeren Stilvarianten der „Neuen Deutschen Welle“ stand ich noch nie wirklich. „Wave-Pop für traurige Rummelkinder“, meint musikexpress. SHR: 1 T – 4 T. WD: n.v. 

SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (T) je Song. 
WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige wikipedia-Seite vorhanden. 

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines Zugriffs. 
 

Samstag, 11. November 2017

Sounds: Electric Moon mit „Stardust Rituals“

Krautrock ist ja eher eine altertümliche, deutsche Musikrichtung, die ihren Höhepunkt in der 1970er Jahren feierte. Electric Moon ist da vergleichsweise jung, brachten ihr Debut-Album im Jahr 2000 auf den Markt. Seither sind sie fleißig am produzieren und „Stardust Rituals“ (2017) dürfte ihr 10. Album sein, folgt man wikipedia.

Wie man damit Geld verdienen kann, ist mir zwar ein Rätsel, aber was soll's. Immerhin habe ich wenigstens das 10. Album auch gekauft.

Die alten deutschen Krautrock-Bands waren aus meiner Sicht vielseitiger, hatten auch oft bessere SängerInnen. Electric Moon agieren meist instrumental, und man spielt sich gern in endlosen rhythmischen Stücken in Ekstase. Mitunter finden sie eine ansprechende Melodie, so auch auf ihrem neuen Album, die das Anhören wirklich lohnt.

Wie es sich für eine Krautrock-Band gehört, war man auch auf dem Burg Herzberg Festival zugegen – das Video kommt von dort:

>Electric Moon live, dankenswerterweise hochgeladen von KrautRockt!<

Es gibt viele Electric-Moon-Live-Videos bei youtube – schaut selbst, falls euch der Sound gefallen sollte.

Sonntag, 29. Oktober 2017

Soundlandschaften: faUSt

Irgendwie entdeckte ich so um 1974/75 die deutsch-französische Krautrock-Band Faust und legte mir mit „Faust IV“ ein erstes Album zu und 1980 noch die ersten beiden Alben der Band, die zum damaligen Zeitpunkt längst nicht mehr existierte.

Doch in den 1990er Jahren stand die Band wieder von den Toten auf und seither gibt es alle paar Jahre ein neues Album, so auch mit „Fresh Air“ (2017). In weiten Teilen war der Krautrock von Faust, die sich mitunter auch „faUSt“ schreiben, immer schroff, roh und avantgardistisch. Das ist auch auf dem neuen Album so – und deshalb gefällt es mir eben.

>Faust live in 2014, dankenswerterweise hochgeladen von FestivalBBMIX. Den avantgardistischen Charakter der Performance zeigt auch dieses Video ganz gut.<

Samstag, 21. Oktober 2017

Sounds: Guru Guru

Es ist nicht das erste Mal, dass ich hier etwas über die deutsche Krautrock-Band Guru Guru schreibe, denn in 2011 sah ich sie live.

Vor zwei Monaten oder so kaufte ich das Album „Guru Guru“ (1973), weil ich die CD zufällig bei Saturn für 5 € im Angebot sah. Das war damals bereits das vierte Album der Band, und es enthielt den Song „Der Elektrolurch“. Fortan war die Band verpflichtet, diesen Song auf jedem Live-Konzert zu präsentieren – bis heute.

Wahrscheinlich etwas angeekelt von dieser Verpflichtung, gibt es unzählige Versionen und Varianten, die sich stark voneinander unterscheiden können.

Vom Rockpalast gibt es ein ganzes Konzert von 1976 bei youtube. Gegen Ende, bei ca. 1:04 h, kommt da natürlich auch „Der Elektrolurch“, dort in einer sehr krautigen Version mit Saxophon etc., die sich schon deutlich von der Album-Originalversion unterschied. Hört selbst, falls ihr Lust habt:

>Guru Guru live 1976 mit „Der Elektrolurch“ ca. auf 1:04 h, dankenswerterweise hochgeladen von GeorgeLupine4<

Ich habe noch so einige LP's von Guru Guru aus den 1970er Jahren. Ihr Debut-Album „Ufo“ (1970) war allerdings schlimmer instrumentaler Krautrock. Diese Platte verkaufte ich schon um 1980 auf einem Trödelmarkt.

Samstag, 7. Oktober 2017

Sound-Welten (19/2017)

So wirklich überzeugen wollte mich keines der Alben dieser Prüfserie. Das Album von Helium Vola gefiel mir wohl am besten. Aber auch das Goldray-Album hat mindestens zwei tolle Songs zu bieten.

8Kids. Album: Denen die wir waren (2017). Debut-Album einer deutschen Rock-/Punk-/ Post-Hardcore-Band. Relativ melodisch-rockig, oft treibend, deutschsprachiger Gesang. Einige Songs konnte ich gut anhören. SHR: 8 T – 77 T. WD: 18/d.

Alexandra Saviour. Album: Belladonna of Sadness (2017). Debut-Album einer US-amerikanischen Singer-/Songwriterin, die im cineastischen Dream-, Desert- und Psychedelic Pop zu Hause ist. Ein Gesang, der „zwischen selbstbewusster Femme fatale und flehender Suchenden variiert“, meint plattentests. Und sich manchmal auch etwas nach Lana Del Rey anhört. Eine vergleichsweise interessante Platte, aber etwas zu viel Pop. SHR: 155 T – 2.145 T. WD: n.v.

Bullet Height. Album: No Atonement (2017). Debut-Album eines nach Berlin ausgewanderten Dark-Electronic- Rock-Duos. „Der Erstschlag aus Berlin weiß mit der Symbiose aus verschiedenen Genres gekonnt zu punkten“, meint das toughmagazine. Nun ja, kann man anhören, der Sound ist mir selbst aber zu unruhig und zu „synthetisch“. SHR: 1 T – 13 T. WD: n.v.

Cigarettes After Sex. Album: Cigarettes After Sex (2017). Debut-Album einer US-amerikanischen Ambient-Pop-Band, die es direkt in die europäischen Charts schaffte und auch bei spotify sehr erfolgreich ist. Nun ja, der softig-harmonische, tendenziell mich einschläfernde Dream-Pop-Stil war noch nie mein Ding, weshalb auch diese Band bei mir nicht wirklich punkten kann. SHR: 1.038 T – 9.044 T. WD: 89/d.

Dead Letter Circus. Album: Aesthesis (2015). Drittes Album einer australischen Indie-/Alternative-Rock-Band. Relativ harmonisch, kann man gut anhören, spricht mich aber dennoch stilistisch nicht besonders an. SHR: 19 T – 574 T. WD: 2/d.

Eloy. Album: The Vision, The Sword & The Pyre I (2017). Diese deutsche Progressive-Rock-Band war in den 1970er Jahren eine meiner Top-Bands, ich kaufte fast alle ihre Platten, wobei die Alben No. 2 – 5 immer meine Favoriten waren. Wirklich kommerzieller Erfolg kam aber erst mit ihrem Album No. 6 (Ocean) in 1977. Die Band hat – beschädigt - die 1980er und 90er Jahre überstanden, aber aus den letzten 20 Jahren gibt es nur drei neue Alben. Das letzte Album, das ich kaufte, datiert von 1982. Danach sank die Rezeption nicht nur bei mir deutlich, da andere, neu aufkommende Musikstile wie Punk, Dark Wave, NDW, Dark Ambient, Industrial und Gothic ihren Erfolg hinwegspülten. Die jüngeren Alben kenne ich gar nicht. Nun, nach 8 Jahren, wieder ein neues Album, No. 18. Es ist ein respektables Alterswerk, wieder ein Konzeptalbum, das interessanterweise auf Platz 22 der deutschen Charts landen konnte – nur ein Album von 1979 kam jemals höher. Gasterzählerinnen, Sängerinnen und Chöre kommen auf dem Album auch vor. Das hat es früher auch schon mal gegeben, aber nicht so häufig. Anspieltipp: „Why?“. SHR: 3 T – 14 T. WD: 102/d.

Far Or Near. Album: Aporia (2017). Debut-Album einer deutschen Postrock-Band mit Lady am Micro. Relativ wüst-emotionaler, mitunter sperriger Sound. „Ein ordentliches, teils feenhaftes, teils krachiges Rockalbum der insgesamt etwas härteren Schiene“, meint das blueprint-fanzine. Etwas anstrengend. SHR: 1 T. WD: n.v.

Goldray. Album: Rising (2017). Debut-Album einer britischen Psych-Rock-Band mit Blues-Einschlag und interessanter Lady am Micro. „The band serve up a clutch of riff-powered psychedelic gems hovering in a space somewhere between the likes of Cream, Kula Shaker and All About Eve“, sagt getreadytorock. Gefällt mir streckenweise ganz gut. Anspieltipp: "Diamond Road". SHR: 1 T – 4 T. WD: n.v.

Helium Vola. Album: Wohin? (2013). Viertes und bis dato anscheinend letztes Album dieser deutschen Band, die mittelalterlichen Gesang mit elektronischen Spielarten verknüpft. Die Musik tendiert manchmal Richtung Avantgarde, wird nach meinem Eindruck auf den jüngeren Alben immer experimentell-komplexer und schwerer zugänglich. Die ersten drei Alben hatte ich mir zugelegt, aber hier setze ich vielleicht mal aus. Vereinzelt gibt es aber auch hier sehr schöne Mittelalter-Songs, z.B. „Die Andre“. SHR: 1 T – 2 T. WD: 11/d.


SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (T) je Song.

WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige Seite vorhanden.

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines Zugriffs.

Samstag, 2. September 2017

Soundwelten: Frank Woeste mit „Pocket Rhapsody“

Hierzulande ist der deutsche Jazzpianist Frank Woeste wohl nicht allzu bekannt. Er ist international breit aufgestellt und meist in Frankreich erfolgreich tätig. Weit zurück reichen seine Kontakte mit der koreanischen Jazz-Sängerin Youn Sun Nah, die auch oft in Frankreich weilt. Auf einem der besseren Songs des neuen Albums ist sie auch zu hören. Jünger sind wahrscheinlich seine Kontakte zu dem libanesischen Trompeter Ibrahim Maalouf, der auch nahe Paris lebt und auf zwei Stücken des Albums zu hören ist.

>Frank Woeste im Trio mit “Buzz Addict“ live vom Album „Pocket Rhapsody“, hochgeladen dankenswerterweise von Studio Libretto<

Sein ungefährt fünftes Album „Pocket Rhapsody“ (2016), das ich mir zulegte, gefällt mit modernem, ethnisch angehauchten französchen Jazz.

Ein Regenbogen an Klangfarben entfaltet sich da, ein mächtiger Chor aus Sounds, dirigiert von jemandem, der genau um die charakteristischen Einsatz- und Verbindungsmöglichkeiten von akustischen wie elektronischen Instrumenten weiß“, meint jazz-fun.

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