Mittwoch, 1. Juni 2016

In Cavtat

Apartments Miljas, 26 €/Nacht. Ich verließ Korcula-Town mit demselben Katamaran, den ich schon gestern nutzte - nur fuhr ich diesmal nach Dubrovnik weiter. Das sind 2 Stunden mit dem Schiff, kostet etwa 17 €.

Geprüft hatte ich noch die Option, wieder nach Orebic ueberzusetzen und auf dem Landweg auf der Peljesac-Halbinsel nach Ston zu fahren, aber dies ist wieder so ein winziger Ort, in dem es kein preislich vernünftiges Quartier gab (den Plan, den Ort zu besuchen, habe ich jedoch noch nicht gänzlich aufgegeben).

Heute war es überwiegend regnerisch, so eine Art Landregen, anfangs wenig, am Nachmittag viel (diesem Umstand verdankt ihr den Service, schon eine ganze Reihe Bilder von den letzten Tagen sehen zu können).

Von Dubrovnik nach Cavtat sind es rd. 25 km mit dem Bus. Das war einfach, denn wie ich heraus fand, fährt dieses Buslinie 10 auch unten am Hafen vorbei.

Dieser kleine malerische 2.000-Einwohner-Ort mit geschwungenen Flanierbuchten hat eine lange Besiedlungsgeschichte, hieß in der Antike Epidaurum.



Aber vollständig zerstört, entstammen die bedeutendsten Gebäude heute dem 15. Jahrhundert.









Einen Wermutstropfen gibt es hier allerdings - der Flughafen von Dubrovnik, den ich ja auch nutzen werde, ist nur 6, 7 km entfernt. Und die Flugroute geht mitten über die Stadt.

Toll ist vor allem auch der alte Friedhof mit dem großen Mausoleum der Reederfamilie Racic auf einem bewaldeten Hügel.



>Am Mausoleum/Friedhof<



Weil es lange regnete, blieb mir nicht viel Zeit für die gesamte Ortserkundung. Ich musste vor allem auch noch Einkaufen. Essen war ich ausnahmsweise dennoch, denn in dem meiner Unterkunft nächstgelegenen Restaurant, das zudem relativ günstig ist, gibt es kleine Fische. Die letzte Unterkunft in Korcula war übrigens die einzige, die ein Frühstück anbot. Das nutzte ich auch zwei mal.

Pomena - Mljet-National-Park

Gestern. Auf der verträumten Insel Mljet wollte ich eigentlich zwei Nächte verbringen. Aber Unterkünfte gibt es dort nur wenige und die verfügbaren waren mir zu teuer oder quasi nicht erreichbar. Die ganze Insel - immerhin ca. 40 km lang - hat überhaupt nur 1.200 Einwohner, verstreut in kleinen Ansiedlungen.

Pomena - nahe der Westspitze der Insel - ist das Eingangstor zu einem Nationalpark, der den westlichen Teil der Insel einnimmt. Hier gibt es sogar Geschäfte, Restaurants und eben einen Hafen.



Ich entschied mich, hierhin eine Tagestour zu machen. Das ist auch sinnig machbar, denn der große, zwischen Split und Dubrovnik verkehrende Katamaran "Milo Star" macht um 10 Uhr morgens halt in Korcula-Town und steuert dann Pomena an, bevor er nach Dubrovnik weiter fährt. Das Schiff ist schnell und erreicht das Ziel in ca. 45 min.



Das Schiff ist gefühlt wie ein ICE auf Wasser, so ruhig und schnell gleitet es über das Meer.

Mljet ist überwiegend bewaldet. Im Nationalpark gibt es "Seen", umgeben von grünen Bergen. Es sind jedoch Salzwasserseen, die unterirdisch Verbindung zum Meer haben und auch oberirdisch durch Kanäle mit dem Meer verbunden sind.



Auf einer Insel im Veliko-Jezero-See liegt ein Kloster, das üblicherweise per Boot von jedem Besucher angesteuert wird. Es gibt hier ein Restaurant.



>Das Kloster und ein Ausblick von dort<






Ansonsten bin ich nur sehr moderat an den Seen herumgelaufen - sozusagen noch geschwächt von der gestrigen Bergtour.



>Eine kleine Polje mit Weinbau am Grund<




>Eidechsen und wahrscheinlich auch Schlangen finden im kroatischen Karst und auch in den ursprünglichen, nicht verfugten Mauern der Steinwaelle, Mauern und Häuser sicher reichhaltige geeignete Lebensräume.<




>Am Rande von Pomena trifft man auf diverse Ruinen ursprünglicher landwirtschaftlicher Nutzung<

Um 17:50 Uhr kam wieder der Katamaran von Dubrovnik aus vorbei und brachte mich zurück nach Korcula-Town.

Dienstag, 31. Mai 2016

Besteigung des Sveti Ilija (Pelješac)

Gestern bestieg ich den 961 m hohen Berg, der jenseits der Meerenge gegenüber von Korčula auf der Halbinsel Pelješac liegt. Man setzt dazu mit einem Schiff zum kleinen Städtchen Orebić über - ein sehr gemütlicher Flecken mit einer hübschen Uferpromenade (habe in Erwägung gezogen, dort zu übernachten), den ich zunächst besichtigte.



>Orebić<



Die Lady von meiner Unterkunft sagte noch, sie gehe nur im Winter mal hoch, der Berg sei im Sommer voller Schlangen, am Boden, auf den Bäumen.

Da ich ja einen 400 m hoch gelegenen Aussichtspunkt anstrebte, machte ich mich dann auf. Nach dem ersten Anstieg kam ich zu zwei Kapellen, die von zum Teil 400 Jahre alten Zypressen umgeben waren (Crkva Gospe od Karmena).



Danach ging es wieder runter zu einem Kloster (Crkva Gospe od Andela) mit einem interessanten Friedhof.



>Crkva Gospe od Andela<



Danach stieg ich zum Aussichtspunkt auf, vielleicht noch etwas weiter. Auf dem wenig Schatten bietenden Weg fand ich schließlich hinter einem Strauch ein Plätzchen zum Pausieren. Während ich noch überlegte, ob ich an der Oberkante der Schutthalde wohl weiter gehen sollte, kam ein junges amerikanisches Pärchen und die toughe Lady meinte, ich hätte nun ja noch den langen Tag und viel Zeit, die Besteigung vielleicht doch noch fortzusetzen.

Dermaßen animiert, ging ich also weiter. Der Weg führte später noch durch Wald, und mit der zunehmenden Höhe wurde es auch sowieso etwas kühler. In der Nähe des Gipfels war ich dann teilweise in den Wolken.



Hier oben gab es dann meist nur noch tote Bäume und viel karstiges Gestein. Oben traf ich dann auch die Amerikaner wieder.



>Am Gipfel<






Auf dem Weg runter sah ich niemand mehr. Dieser Weg hatte auch Einiges zu bieten und war nach meinem Eindruck steiler und felsiger, zum Teil ging es über Schutthalden, durch viel Wald und streckenweise auch wieder durch Wolken.






Irgendwann auf der Mitte des Abstiegs wollten die Beine nicht mehr so recht. In beiden Oberschenkeln bekam ich kurz hintereinander leichte Krämpfe und musste danach etwas kürzer treten. Dabei wäre ich lieber etwas schneller gegangen, denn ich träumte von einem frischen Bier.

Das Schiff in Orebić um 17:30 Uhr habe ich längst nicht mehr bekommen und das nächste kam dann erst um 20:45 Uhr. So hatte ich unten dann etwas Zeit, sowohl Bier als auch Kaffee zu trinken und noch ein Eis zu essen.

Das war ein toller und auch gut markierter Weg - und ich bin in der Tat etwas stolz, den Gipfel geschafft zu haben. Im Prinzip war es natürlich auch leichtsinnig, denn so etwas macht man nicht allein. Eine Tafel unten warnt - und das sicher auch nicht grundlos. Aber es war ein schöner Tag mit angesagten 25 Grad Maximum und ohne Unwettergefahr. Meine Anderthalb-Liter-Flasche Schweppes- Bitter-Lemon reichte bei sparsamen Gebrauch so gerade eben.

Ich sah übrigens keine einzige Schlange, nur Eidechsen.

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