Montag, 27. Januar 2014

Wanderung Satzvey – Wißkirchen – Euskirchen (Eifel/ Niederrheinische Bucht)

Während andernorts Frost und Winter regieren, ist es in der Niederrheinischen Bucht und in den tieferen Lagen der Eifel noch vergleichsweise mild. Bei + 5 Grad, aber leider wenig Sonne, war das Wetter gestern zwar eher grenzwertig, aber etwas Wandern konnte man noch.

Ich fuhr mit der Bahn nach Satzvey und ging mehr oder weniger parallel am Veybach lang nach Euskirchen runter. Auf dieser knapp 10 km langen Strecke verliert der Veybach 60 Höhenmeter und tritt von der Eifel in die Niederrheinische Bucht aus. In Euskirchen mündet er dann in die Erft. Geringfügig variierend gehe ich diesen Weg bestimmt mindestens einmal im Jahr, weil er recht ansprechend ist. U.a. kann man auch das voraussichtlich düstere Schicksal mehrerer Trafostationen verfolgen.

Am Bahnhof in Satzvey wurde eine Sitzbank, ein Fahrradständer und eine Radfahr-/Wandertafel installiert. Man staune! Ich habe hier schon Wanderer über die Bahn lästern hören, weil diese es nicht für nötig hält, eine Sitzbank zu installieren. Ich berichtete hier darüber. Aber man solle nicht glauben, es wäre nun die Bahn gewesen, die die Sitzbank dort hin stellte. Die Katze, die ich damals zeigte, ließ sich übrigens nicht blicken.

Satzvey photo 04-Veybach_Satzvey_zpsf3dc1349.jpg

>Veybach und Bahnhof in Satzvey<

Der Bahnhof von Satzvey liegt zwar direkt am Veybach, es gibt hier aber keinen Weg direkt am Bach. Man muss einen kleinen Umweg über den Ortsrand von Satzvey nehmen, um zu dem Weg zu kommen, der Richtung Euskirchen führt. Man kommt dann direkt an der sehenswerten Trafostation von Satzvey vorbei, die zum Glück immer noch existierte, aber längst außer Betrieb und vermutlich stark gefährdet ist.

Trafo Station Satzvey photo 06-Trafostation_Satzvey_zps30b43625.jpg

>Trafostation, Satzvey<

Danach kann man in Hanglage zur ca. 2 km entfernten Burg Veynau gehen – schon von Weitem auf dieser Strecke ein lohnender Blick, zählt sie doch zu den eindrucksvollsten und bedeutendsten Burgen im Rheinland.

Castle Veynau photo 18-Burg_Veynau_zps5083e5b9.jpg

>Blick Richtung Burg Veynau<

Zur Burg gehört eine alte Turm-Trafostation, die ich ebenfalls als stark gefährdet einschätze.

Castle Veynau photo 27-Trafostation_Burg_Veynau_zps5e02b835.jpg

>Trafostation und Burg Veynau<


At Castle Veynau photo 31dDT-Baum_Kreuz_Burg_Veynau_zps2bb588eb.jpg

>Das alte Wegekreuz mit dem urtümlichen Baum nahe dem Eingang zur Burg Veynau ist da weniger gefährdet.<

Hinter der Burg folgt man 1 km dem Verlauf des Veybaches und kommt nach Wißkirchen. Am Rande des Dorfes wurde inzwischen eine Photovoltaikanlage gebaut - super umzäunt, schwer zu photographieren.

Silo Wisskirchen photo 43-Silo_Wisskirchen_zpsb1062b59.jpg

>Siloturm am Rande von Wißkirchen<

Am Veybach gab es „schon immer“ Mühlen und im 19. Jahrhundert auch diverse Textilfabriken, die die Wasserkraft nutzten. Eine Textilfabrik stand auch in Wißkirchen, aber sie verschwand weitgehend. Über ihre Geschichte wird hier berichtet, soweit sie rekonstruierbar war.

Wißkirchen ist als Ort noch ganz ansprechend. Neben Neben diversen kleinen Häusern, Kirche, Pfarrhaus und Friedhof gibt es auch hier eine Trafostation, die allerdings wenig ansprechend aussieht und noch keine keine Graffiti- Verschönerungsaktion erlebt hat.

At Wisskirchen photo 56-Dachgaube_Haus_Wisskirchen_zpse91b225b.jpg

>Dachgaube, Pfarrhaus Wißkirchen<

Ich ging weiter nach und durch Euenheim. Zwischen Euenheim und Euskirchen kommt man an einer großen Tuchfabrik vorbei, die 1982 ihren Dienst einstellte und infolge einer gewerblichen Nachnutzung – als Gebäude-Ensemble - weitgehend erhalten blieb. Hierüber ist bei youtube ein Video zu finden. Industriegeschichtlich sehenswert finde ich besonders die alten Wasserbehälter.

Water Tanks Cloth Mill Euenheim photo 64-Wasserbehaelter_Tuchfabrik_Euenheim_zps18711d39.jpg

>Alte Wasserbehälter, Tuchfabrik Euenheim/ Euskirchen<

Aber auch hier gibt es ein altes Trafohaus – ebenfalls in eher marodem Zustand.

Trafo Station Cloth Mill Euenheim photo 67-Trafostation_Tuchfabrik_Euenheim_zpse5be7e5d.jpg

>Trafohäuschen an der Tuchfabrik Euenheim/ Euskirchen<

Von der Tuchfabrik zum Bahnhof in Euskirchen sind es dann noch ca. 2 km.

 photo 71-Huhn_Euskirchen_zps252c89a2.jpg

>Hühner gab es viele auf dieser Tour zu sehen, manchmal auch Pferde. Dieses Huhn hier mit den befederten Füßen sah ich am Stadtrand von Euskirchen.<

Irgendwann wird der Weg am Yeybach mal Baustelle werden; denn der Erftverband plant die Renaturierung des Veybachs um Wißkirchen, auch um den Ort hochwassersicher zu machen, und von der Burg Veynau nach Wißkirchen soll auch mal ein Fahrradweg verlaufen.

Zurück in Köln hatte ich Probleme in einem Bein, so eine Art Krampf im Umfeld der Kniescheibe. Bin anscheinend zu schnell am Bahnhof Süd aus dem Zug gestürzt - mit dem Ergebnis, dass ich dort zunächst nicht die Treppe runter kam, um den Bahnsteig zu verlassen. Nach einem Zigarettenpäuschen ging es dann wieder einigermaßen. Tja, man wird älter, Ausfallerscheinungen häufen sich.

Point gesetzt bei Burg Veynau bei stories and places.

Montag, 20. Januar 2014

Eine Wanderung zwischen Mehlem und Berkum (Drachenfelser Ländchen)

Am Wochenende war es hier relativ sonnig bei um 8 Grad. Am Samstag wanderte ich daher 17 km im Drachenfelser Ländchen. Das ist eine agrarwirtschaftlich und visuell immer noch attraktive Landschaft, die vor allem auch leicht von Köln aus mit der Bahn zu erreichen ist.

Ich fuhr nach Bonn-Mehlem. Von dort, auf ca. 50 m NN am Rhein gelegen, geht es erst einmal durch Lannesdorf bergauf auf 180 mm NN, bevor man auf ebeneres Gelände kommt.

 photo 02-Fachwerkhaeuser_Lannesdorf_zps46c92b39.jpg

>Fachwerkhäuser in Lannesdorf<

Es gibt verschiedene Wege bergauf, auch an Lannesdorf vorbei, die meist durch abwechslungsreiche Landschaft mit Schrebergartenbau, kleinen Obstbaum- und Beerenfeldern sowie durch Brachflächen führen.

Agriculture Gardens near Lannesdorf photo 09-Schrebergaerten_SW_Lannesdorf_zps381bf9d3.jpg

>Schrebergarten-Landschaft südwestlich von Lannesdorf<

Bild in groß.


Ich ging diesmal ein Tal am Nordrand hoch. Der Weg führte auch durch den Wald am Südrand der Ville, in dem man noch verinzelt sehr alte Buchen und Eichen finden kann.

View to Dragon Castle photo 14-Blick_R_Drachenburg_zpsc3337e6f.jpg

>Blick Richtung Drachenburg, Siebengebirge<

Motiv in groß.


Beeches west of Liessem photo 22-Buchenwald_SW_Heiderhof_zps7df25a42.jpg

>Buchenwald am Südrand der Ville<

Danach ging ich quer über die Felder nach Gimmersdorf, wo es noch einige gut erhaltene Fachwerkhäuser mit ansprechender Kapelle gibt.

Gimmersdorf photo 40-Kapelle_Gimmersdorf_zps6410d331.jpg

>Kapelle in Gimmersdorf<

Häufig hat man hier beim Wandern über die Felder das Siebengebirge mit Petersberg, Drachenburg und Drachenfels im Blick, aber auch der Blick in eine andere Richtung kann lohnen.

Landscape northeast of Gimmersdorf photo 36-Landschaft_NE_Gimmersdorf_zpsc2a9cf42.jpg

>Landschaft nordöstlich von Gimmersdorf<

Hinter Gimmersdorf ging ich wieder etwas bergauf am Stumpeberg vorbei, eine alte bewaldete Basaltkuppe. Man hat auch hier einen tollen Blick in die Landschaft.

Landscape northwest of Berkum photo 47-Landschaft_NW_Berkum_zps3e5ba11d.jpg

>Landschaft nordwestlich von Berkum<

Hinter der Kuppe liegt die Wasserburg Odenhausen am Rande von Berkum.

Castle Odenhausen photo 52-Burg_Odenhausen_zps37461d16.jpg

>Wasserburg Odenhausen<

Ich ging durch Berkum und trat dann den Rückweg nach Mehlem an. Zwischen Berkum und dem Dorf Kürringhoven ging es wieder über Felder, wobei neue Tafeln am Wegesrand auf den ökologischen Wert von alten Birnbaumfeldern oder Zwetschgenhecken hinwiesen, aber auch moderne Formen der Agrarwirtschaft erklärten, etwa die Apfel- und Himbeerplantagen, wobei letztere sowie Erdbeeren hier in (ökologisch nachteiligen) Folientunneln angebaut werden. Sie prägen hier mittlerweile etwas den Landschaftseindruck.

Polytunnel northeast of Berkum photo 65-Folientunnel_NE_Berkum_zps15aa18c4.jpg

>Folientunnel nordöstlich von Berkum<

Ich kam durch Oberbachem, das am Oberlauf des Mehlemer Baches liegt und ging am Talhang wieder hoch. Auch hier ist es recht schön – besonders auch in der Abendsonne.

 photo 86-Landschaft_NE_Oberbachem_zpsdaaf024d.jpg

>Landschaft nordöstlich von Oberbachem<

Man hat an einigen Stellen einen guten Blick auf Ober- und weiter talabwärts auf Niederbachem. Durch die von Schrebergärten und Obstfeldern geprägten Hänge ging es dann wieder runter nach Lannesdorf und nach Mehlem. Am Bahnhof angekommen, dämmerte es bereits stark.

Tiere waren in dieser Gegend eher selten zu sehen. Am ehesten sieht man noch Hunde und Pferde, auch Reiterinnen auf Pferden. Eine Katze war nicht zu entdecken.

Point gesetzt auf die Feldflur zwischen Berkum und Oberbachem bei stories and places.

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