Freitag, 3. Juni 2011

Siebengebirgswanderung östlich von Bad Honnef

Gestern. Besonders fit war ich nicht. Das Stehen bei Konzerten wie am Vorabend kann eben auch anstrengen.

Nachmittags machte ich mich dann doch noch auf, fuhr nach Bad Honnef.

Church Bad Honnef

>Kapelle in Bad Honnef<

Östlich des Ortes wollte ich im Wald des Siebengebirges ein paar Vulkankuppen erkunden. Die erste Kuppe war der 359 m hohe Leyberg. Doch von der Kuppe erschallte Lärm – eine raue, Waidmannsheil oder sonstige Burschenschaftslieder schmetternde Jugendgruppe pausierte dort oben. Ich wartete im Wald nahe einer kleinen Bergbauhalde.

Near Leyberg

>Bergbauhalde mit Buchenwald nahe der Leyberg-Kuppe<

Irgendwann marschierte die Gruppe dann ab und ich konnte den steilen von Basaltsteinen übersäten Hang in Angriff nehmen. Aber Stufen führten hoch. Oben, ein grandioser Blick auf Bad Honnef und das Rheintal.

View Leyberg

>Blick vom Leyberg Richtung Bad Honnef und dem Rheintal<

Am Krüppel vorbei ging ich dann querwaldein zu den drei nahe beieinander liegenden Kuppen von Broderkonsberg, Mittelberg und Himmerich, alle drei zwischen 352 und 378 m hoch.

Beeches near Mittelberg

>Alte Buchen nahe dem Mittelberg<

Um und auf diesen Kuppen findet man noch alten Buchenwald – besonders ansehnlich am Mittelberg, wo es auch noch bizarr gewachsene Bäume mit Baumhöhlen, tote und abgebrochene Bäume gibt.

Beech near Mittelberg

>Bizarre Buchen am Mittelberg<

Beech near Mittelberg


Beech near Mittelberg

Am Mittelberg gibt es kleinere, am Himmerich einen großen Steinbruch, alle natürlich schon längst stillgelegt.

Latit Pit Himmerich

>Steinbruch Himmerich<

Am frühen Abend ist es besonders schön zum Wandern bei goldgelbem Licht, einsamer, kann aber auch manchmal etwas unheimlich sein. Benachbart zum Himmerich, ca 200 m entfernt, schrie im Wald ein Tier (oder Ungeheuer?). Ein dort vorbeikommender Waldläufer beschleunigte seinen Schritt, ich wollte auch keine näheren Erkundigungen einziehen.

Ansonsten ist der Wald östlich von Bad Honnef aber stark forstwirtschaftlich genutzt und nicht so ansehnlich wie weiter nördlich um Rhöndorf und Königswinter.

Vom Himmerich aus marschierte ich dann wieder schnurstracks zurück zum Bahnhof in Bad Honnef, erst durch Wald, später vorbei an Wiesen.

Landscape near Steinsbuescher Hof

>Landschaft nahe dem Steinsbüscher Hof<


Church Bad Honnef

>Friedhofskapelle in Bad Honnef<

Ca. 13 km war die Tour lang. Natürlich war ich erst gegen 21 Uhr 30 wieder zu Hause.

Donnerstag, 2. Juni 2011

In Concert: Low + Dark Dark Dark

Gestern. Gebäude 9 – irgendwo in einem Fabrikgelände im rechtsrheinischen Kölner Niemandsland zwischen Deutz und Mülheim. In der Veranstaltungsstätte selbst war ich zum ersten Mal, aber ich war in diesem Fabrikkomplex vor einigen Jahre schon mal anlässlich des Kölner Museumstags. Damals hatten hier zahlreiche Künstlerateliers im Fabrikgelände offene Tür. Die Lokalität ist einigermaßen bizarr – marode alte aufgegebene Fabrik eben.

Gebaeude 9

>Fabrikgelände am Gebäude 9, Köln-Deutz/Mülheim<

Die beiden US-Bands Low und Dark Dark Dark waren mir einen Besuch Wert. Gebäude 9 ist nicht besonders groß, eine kleine Halle, vermutlich etwas kleiner als Gloria oder Kulturkirche, wo ich letztens mal war, aber gute Akustik.

Gebaeude 9

>Vorhalle, Toiletten-Graffiti, Gebäude 9<

Kurz nach 21 Uhr legte die Support-Band Dark Dark Dark los. Sie haben, glaube ich, gerade erst ihr Debut-Album veröffentlicht. Nach einer hier unzitierten Quelle vereint die auf der Bühne 5-köpfige Band New-Orleans-Jazz, Americana, Osteuropa-Folk und Pop. Auch haben sie – wie Low - eine musizierende Sängerin. Und seltsame Instrumente im Einsatz. Angenehme, ruhige Musik, aber in meinen Ohren nicht wirklich meine Geschmackslage.

Dark Dark Dark in Concert

>Dark Dark Dark<

Bei Youtube könnt ihr Einblick in das musikalische Schaffen der Band gewinnen, z.B. den Titel In Your Dreams anhören.

Nach dieser Band gab's eine angenehm kurze Umbaupause von vielleicht 20 Minuten und dann kamen Low auf die Bühne. Low haben ihre erste Platte schon 1994 gemacht und ich selbst kenne sie immerhin schon seit 10 Jahren, habe auch 3 Alben von ihnen – womit ich sie zu meinen favorisierten Top-Acts der 2000er-Jahre zählen kann.

Low in Concert

>Low<

Nach wikipedia machen Low “langsame bis sehr langsame Independent-Musik. Die Band gilt als einer der Vorreiter des Subgenres Slowcore, auch wenn sie selbst diese Bezeichnung ablehnen”. Auf den letzten Alben sind sie wohl etwas lauter geworden (manchmal schroffe Gitarre), so dass einige Kritiker anlässlich ihres jüngsten Albums “C'mon” (2011) urteilten, es wäre mittlerweile eine normale Independent-Band. Egal, auch diese Platte gefällt mir – und sie hört sich immer noch nach Low an. Besonders beeindruckend: der Gesang im Duett und die Schlagzeugtechnik der singenden Dame, die meist nur als hypnotischer Taktgeber fungiert.


>Low live - vor einigen Jahren - mit “Sunflower” von ihrem Album “Things We Lost in the Fire” (2001) – ein typischer Low-Klassiker - dankenswerterweise hochgeladen von goround23.<

Getanzt hat niemand auf diesem Konzert. Die Musik eignet sich wohl nicht so sehr oder es war zu voll oder zu warm – oder alles zusammen. Mir hat das Konzert jedenfalls gefallen. Kurz vor Mitternacht war es vorbei. Photos machen war im Gebäude 9 aber schwierig, es war schon eine ziemlich dunkle Performance und Blitzen ist ja sowieso quasi verboten.

Die Rückfahrt gestaltete sich unproblematisch, auch wenn es mir ratsam schien, nach der 2. Station die nach Merheim (wo ist das?) fahrende Bahn lieber zu verlassen und in die Gegenrichtung zu fahren.

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