Sounds

Sonntag, 21. Mai 2017

Musikalben geprüft (12/2017)

In dieser Prüfserie würde ich am ehesten zu der Jazz-Platte von Paolo Fresu, Richard Galliano & Jan Lundgren greifen.

Paolo Fresu, Richard Galliano & Jan Lundgren. Album: Mare Nostrum II (2016). Mindestens dreizehntes Album des seit den 1980er Jahren aktiven italienischen Jazz-Trompeters Paolo Fresu, das natürlich in Kooperation mit anderen Musikern entstand. Rein instrumentell, oft sehr melancholischer Sound, kann gefallen. Br-klassik sucht zwar „nach mehr Wagnis, nach mehr Reibung, nach mehr Ekstase, nach mehr Jazz“ und hat damit wahrscheinlich nicht unrecht, aber man kann eben nicht alles haben. SHR: 18 T – 101 T, WD: 6/d.

Sus Dungo. Album: Down the River (2015). Zweites Album einer lettischen Neo-Folk-Band, in der nur Frauen aktiv sind. Das Album weist Progressive-Rock-Anleihen auf. „Wenn Schönheit und musikalische Eleganz Hand in Hand gehen, dann ist deren Name Sus Dungo“, meint musikreviews. Ich selbst empfinde den Sound aber als zu „harmlos-harmonisch-friedfertig“. SHR: 1 T, WD: n.v.

Trance To The Sun. Alben: Atrocious Virgin (2001), Via Subterranea (2016). Diese US-amerikanische Band mit Ladies am Micro war vor allem in den 1990er Jahren aktiv, ohne dass ich bis dato je überhaupt irgendetwas von ihnen gehört hätte; ich schätze mal, ihre Musik kam in Europa praktisch nicht an. „Atrocious Virgin“ war bereits ungefähr ihr siebtes Album, „Via Subterranea“ wäre dann ihr nunmehr achtes Album nach 15-jähriger Schaffenspause. Den Sound auf „Atrocious Virgin“ hat jemand als „ätherischen Dark Wave“ beschrieben. Das trifft es ganz gut. Die Songs unterschreiten selten die 6-Minuten-Marke, können auch mal 17 Minuten lang sein und haben daher Raum für ausgedehnte instrumentelle Passagen. Mir ist der Sound allerdings zu „synthetisch“ und die Voices überzeugen mich auch nicht. Das neue Album ist vielleicht etwas melodischer und hat mehr Progressive- und Art-Rock-Elemente, hat aber auch ähnliche Schwächen wie der Vorgänger. SHR: 1 T, WD: n.v.

Ulan Bator. Alben: En France, en Transe (2013), Stereolith (2017). Diese Band, diesmal in französisch-italienischer Besetzung, hat hiermit seit 1993 ihr mindestens zehntes Album fabriziert, ohne dass ich zuvor anscheinend irgendetwas von der Band mitbekommen hätte. Sie ist überwiegend im Krautrock zu Hause, hat auch personelle Kontakte zur deutschen Band „Faust“ gehabt, ist aber auf dem neuesten Album harmonischer, alternativer und elektronischer geworden. Hier sind überraschenderweise auch nur Stücke zu finden, die unterhalb der 6-Minuten-Marke bleiben. „Die Musik verströmt … immer eine gewisse melancholisch-verträumte, angedüstert- schräge Atmosphäre“, meinen die babyblauen-seiten zum Album. Man kann das gut anhören, ohne zugreifen zu müssen. Das Album „En France, en Transe“ war hingegen noch deutlich krautrockiger, ohne deshalb zwangsläufig besser zu sein. SHR: 1 T, WD: n.v.

Virtual Plants. Album: Sleeping On Trains (2017). Debut-Album eines deutschen Duos mit melodisch-melancholischem Synthi-/ Electro-Einschlag. Das kann ich anhören, ohne zugreifen zu müssen. SHR: 1 T, WD: n.v.

Wallis Bird. Album: Home (2016). Fünftes Album einer irischen Singer-/Songwriterin, die in Deutschland ansässig ist. Wirkt relativ eigenständig. Das kann ich anhören, ohne zugreifen zu müssen. SHR: 18 T – 550 T, WD: 37/d.


SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (T) je Song.

WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige Seite vorhanden.

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines Zugriffs.

Mittwoch, 26. April 2017

Sounds: Witchcraft mit „Nucleus“

Das fünfte Album „Nucleus“ (2016) der schwedischen Metal-Band Witchcraft dürfte aus meiner Sicht wohl das eindeutig beste sein. Dafür sprechen jedenfalls die drei langen Songs oberhalb der 8-Minuten-Marke und der sich dort aufbauende epische-progressive Charakter. Das Album habe ich mir zugelegt. Die beiden 14- bzw. 16-minütigen Songs lohnen das Album allein schon zu kaufen.

Hier trifft ein doomiger Grund auf eine markant psychedelische Note mit abgedreht-progressivem Einschlag“, meint metal.

>Eines der besseren Videos. Witchcraft live in 2013 mit „Deconstruction“, dankenswerterweise hochgeladen von Hiihtomaisteri. Vom neuen Alben gibt's leider kein Live-Video bei youtube.<

Donnerstag, 20. April 2017

Musikalben geprüft (11/2017)

In dieser Prüfserie würde ich am ehesten vielleicht doch zu der Jazz-Platte Ibrahim Maalouf greifen.

Hundreds. Album: Wilderness (2016). Viertes Album eines deutschen Electro- und Dream-Pop-Duos. „Strenger, in sich geschlossener Elektro-Pop in Schwarz und Weiß“, meint der musikexpress. Dream Pop ist mir meistens zu schmalzig-zuckrig, dieser hier zum Teil auch. SHR: 17 T – 301 T. WD: 38/d.

Ibrahim Maalouf. Album: Kalthoum (2015). Ca. zehntes Album eines französisch-libanesischen Jazz-Trompeters. Eine Jazz-Platte mit arabischen und amerikanischen Einflüssen und natürlich kein solo aufgenommenes Werk. Besonders angesprochen hat mich der Sound meist nicht, doch der längste, ca. 15-minütige Track enthält immerhin diverse Trompeten-, Piano- und Schlagzeug-Improvisationen und ist gut anhörbar. SHR: 88 T – 195 T. WD: 23/d.

Johanna Elina. Album: Belonging (2016). Mindestens zweites Album einer finnischen, in Dänemark hausenden Sängerin. Stilistisch ist das Werk irgendwo zwischen Drum & Base, Ambient,Avantgarde und Jazz angesiedelt und überwiegend ruhig gehalten. Beim blueprint-fanzine ist zwar von „vertonter Melancholie, Songs voller Experimentierfreude und Spielfreude“ zu lesen, aber mir ist die Musik nicht spannend genug, obgleich es manchmal interessante Geräusche zu hören gibt. SHR: 1 T. WD: n.v.

Kraków Loves Adana. Album: Call Yourself New (2017). Das Debut-Album dieses Hamburger Duos hatte ich in 2010 gekauft. Vom nunmehr dritten Werk in gemäßigt-melancholischem Indie-Sound kann man sich gut einlullen lassen, zulegen werde ich es mir aber nicht. „Songs, die mit einer reduzierten Instrumentierung und verträumter Intimität in den Bann ziehen“, meint slaeuft. SHR: 1 T – 116 T, WD: n.v.

Little Annie. Album: Trace (2016). Die Dame ist schon lange im Geschäft, anfangs Ende der 1970er Jahre als Sängerin einer Punk-Band, später auch in Zusammenhang mit Elektronik- und Industrial Bands. Außerdem hat sie im Kooperation mit anderen Musikern mindestens 11 Alben unter eigenem Namen herausgebracht. Das neue Album bewegt sich meist im Klanggewand zwischen Jazz, Kabarett und Chanson, jedoch gibt es auch vereinzelt Songs wie „Midlife Lazarus“, die düsteren Spielarten der 1980er Jahre zuzuordnen sind. Im Ergebnis ist das überwiegend aber nicht so meine Geschmacksrichtung. SHR: 1 T – 2 T. WD: 6/d.

Messer. Album: Jalousie (2016). Drittes Album einer deutschen Post-Punk-Band in der stilistischen Tradition von Bands wie „Fehlfarben“ und mit deutschsprachigem Gesang. Irgendwie finde ich es immer wieder vergleichsweise erholsam, gelegentlich solche Sounds zu hören. Dennoch sind mir die Songs dieser Band oft zu einfach konstruiert und zu kurz, um hypnotische Wirkung zu erzeugen. SHR: 7 T – 72 T. WD: 17/d.

Norma Jean Martine. Album: Only in My Mind (2016). Debut-Album einer US-amerikanischen Singer-/Songwriterin mit pop-orchestralem Touch. Das ist mir zu mainstreamig. SHR: 25 T – 1.144 T. WD: 42/d.

Port Noo. Album: In The Middle Of Everything (2017). Debut-Album einer deutschen Singer-/Songwriterin mit Folk-Pop-Touch. Spricht mich überwiegend nicht an trotz mitunter schräger, positiv zu bewertender Instrumentierung. SHR: 1 T, WD: n.v.

Royal Thunder. Album: Wick (2017). Drittes Album einer US-amerikanischen Hard-Rock-Band mit Lady am Micro. „Ein kleines Highlight der wie die Pilze aus dem Boden schießenden Classic Rock Bands“, meint monkeycastle. Ich selbst fühlte mich mich durch den Sound aber nicht besonders angesprochen. SHR: 3 T – 104 T, WD: n.v.


SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (T) je Song.

WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige Seite vorhanden.

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines Zugriffs.

Dienstag, 18. April 2017

Sounds: Friends of Gas mit „Fatal schwach“

Woran erinnert mich bloß dieser Sound, den die „Friends of Gas“ auf ihrem Album „Fatal schwach“ (2016) machen? Egal, 1980er Jahre auf jeden Fall, Post Punk, Kraut- und Noise Rock soll es sein. Deutsche Texte, englische Texte, super Sängerin. Es ist jedenfalls bestimmt eine der besten Platten, die ich seit vielen Jahren aus dieser stilistischen Richtung gehört habe - und mir kaufen musste.

>Friends of Gas mit „Ewiges Haus“ von obigem Album, dankenswerterweise hoch geladen von den KünstlerInnen selbst. Ein Lost-Place-Video!<

Ein außerordentliches Debut einer Band, von der man hoffentlich noch viel hören wird“, meint laut.

Montag, 10. April 2017

Musikalben geprüft (10/2017)

In dieser Prüfserie haben Esben And The Witch und wahrscheinlich Frank Woeste die für mich besten Platten hingelegt.

Andrea Schroeder. Album: Void (2016). Auf ihrem dritten Album setzt die westfälische, in Berlin ansässige Künstlerin ihren Pop Noir bzw. Gothic Western-Sound fort und kann in einigen Songs auch mal richtig laut werden. Gefällt mir ganz gut, aber ich kaufte schon ihre beiden ersten Alben und setze hier vielleicht mal aus. SHR: 3 T – 10 T. WD: 14/d.

Binoculers. Album: Sun Sounds (2017). Viertes Album einer deutschen Band, die gegenwärtig als Duo auftritt. „Krautiger Dream-Pop voller Gefühl und Sinnlichkeit“, meint musicreviews. Mich konnte der Sound aber nicht so wirklich ansprechen. SHR: 1 T. WD: n.v.

Crystal Fairy. Album: Crystal Fairy (2017). Relativ brachiales Debut-Album mit Grunge- und sonstigen Rock-Anleihen einer US-amerikanischen Band mit Lady am Micro. „Gepflegt lärmende Rockplatte“, meint intro, sie will mich aber nicht ansprechen. SHR: 13 T – 141 T. WD: n.v.

Dapayk & Padberg. Album: Harbour (2017). Fünftes Album dieses deutschen Electro-Duos mit Frau Padberg am Micro, das hier Trip-Hop-Einflüsse auf den Electro-/Techno-Sound einwirken lässt. „Dapayk & Padberg sind unberechenbarer geworden und in der Lage, mehr in die Tiefe zu gehen als am Anfang ihrer Karriere“, meint der musikexpress. Das Vorgänger-Album kaufte ich vor 3, 4 Jahren. Aber hier setze ich jetzt aus, obwohl ich den Sound streckenweise immer noch ansprechend finde. SHR: 1 T – 72 T. WD: 40/d für Dapayk.

Esben And The Witch. Album: Older Terrors (2016). Vor 1,2 Jahren kaufte ich schon das Vorgänger-Album. Auf dem neuen, vierten Album der britischen Band mit Lady am Micro sind vier Stücke, jeweils 10 – 13 Minuten lang. Sehr psychedelisch, aber auch mit schroffer Gitarrenarbeit. „Gespickt mit einer dichten Atmosphäre mit Gänsehautgarantie“, meint metal. Ja, stimmt, muss ich unbedingt gelegentlich kaufen. SHR: 11 T – 25 T. WD: n.v.

Frank Woeste. Album: Pocket Rhapsody (2016). Ungefähr fünftes Album eines deutschen Jazz-Pianisten, der meist in Frankreich aktiv und eher nicht solo unterwegs ist. Auch das neue Album ist eine Kooperation mit diversen MusikeInnen, darunter Ibrahim Maalouf und als Sängerin auf einem Stück Youn Sun Nah. Das Album kann jazz-rockige Züge annehmen, ist mitunter aber auch melancholisch und hat in einzelnen Stücken einen erheblichen arabischen Einschlag. Gefällt mir ganz gut, kann ich mal in Erwägung ziehen zu kaufen. SHR: 2 T – 45 T. WD: 4/d.

Geneviève Pasquier. Album: Soap Bubble Factory (2006). Etwas Historisches, das zweite Album eines deutschen Electro-Industrial -Techno-Projekts mit Sängerin. Der Sound ist mir überwiegend zu hippelig-verblubbert. Nach 2011 ist es ruhig um den Act geworden. SHR: 1 T. WD: n.v.


SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (T) je Song.

WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige Seite vorhanden.

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines Zugriffs.

Samstag, 8. April 2017

Sounds: Clara Haberkamp Trio mit „Orange Blossom“

Das Trio hatte ich im Februar live gesehen, mein erster Besuch in unserem „Pfandhaus“. Inzwischen habe ich natürlich das neueste Album „Orange Blossom“ (2016) gekauft.

"Ihr Wesen blüht und ihre Musik versprüht Authentizität vom ersten bis zum letzten Ton“, meint die jazzzeitung zum Album.

>Clara Haberkamp, hier solo, mit „Caged Bird“ von ihrem neuen Album, hochgeladen von der Künstlerin selbst<

Sie ist sicherlich einer der großen Talente in Deutschland – und zum Glück stilistisch nicht zu mainstreamig.

Samstag, 1. April 2017

Sound-Landschaften: Agnes Obel mit „Citizen of Glass“

Frau Obel sieht nicht nur gut aus, sondern kann auch ihr besonderes kompositorisches Geschick mit ihrer guten Stimme und Piano zu häufig berührend melancholisch-fragilen Songs verbinden. Vor 2, 3 Jahren kaufte ich schon ein Album von ihr. Das nunmehr dritte Werk „Citizen of Glass“ (2016) der Dänin fällt da nicht ab und musste ich mir ebenfalls dringend zulegen.

>Agnes Obel live mit „Familiar“ von Ihrem neuesten Album, dankenswerterweise hochgeladen von Alcaline. Es ist wohl der Song mit dem meisten Ohrwurm-Charakter<

Aus irgendwelchen Gründen zog sie schon in 2006 lange vor ihrem ersten Album nach Berlin – ist vermutlich ein gutes Pflaster für musikalische Karrieren.

Sonntag, 26. März 2017

Musikalben geprüft (9/2017)

In dieser Prüfserie gefiel mir Witchcraft am besten. Das Interesse an Schnipo Schranke ist hierzulande zurzeit aber wohl deutlich größer.

Jesca Hoop. Album: Memories Are Now (2017). Etwa sechstes Album einer US-amerikanischen Singer-/ Songwriterin mit manchmal tief-schroff gestimmter E-Gitarre. Kann man gut anhören, trifft aber dennoch meinen Geschmack nicht so richtig. SHR: 27 T – 358 T. WD: n.v.

King Dude. Alben: Songs of Flesh & Blood - In The Key of Light (2015), Sex (2016). Fünftes und sechstes Album eines US-amerikanischen Musikers, der dem Dark Folk und -Rock mit Industrial-Einflüssen zugerechnet wird. Kann man gut anhören, aber es fehlt an Höhepunkten und der Mann ist eben mit seiner stilistischen Ausrichtung mindestens 10 Jahre zu spät dran. Das ältere Album würde ich hier tendenziell bevorzugen. SHR: 23 T – 68 T. WD: 46/d.

Laetitia Sheriff. Album: Pandemonium, Solace and Stars (2014/15). Drittes Studio-Album einer französischen Indie-Rock-Lady, das international wahrscheinlich ziemlich untergegangen ist, weil französische Rockmusikerinnen außerhalb des eigenen Landes oft kaum wahrgenommen werden. Ungeachtet dessen, enthält das Album ein paar gute rockige Songs. SHR: 4 T – 17 T. WD: n.v.

Mandoline Orange. Album: Blindfaller (2016). Fünftes Album einer US-amerikanischen Country-Folk-Band. Hört sich sehr traditionell an, eine Lady singt auch mit, aber stilistisch istr das eher nicht meine Richtung. Bei spotify offensichtlich erfolgreich, SHR: 183 T – 4.998 T. WD: n.v.

Naked Hazelbeard. Album: No Borders (2016). Wahrscheinlich zweites Album einer deutschen Akustik-Rock-Band. Angenehmer Sound, gute raue Reibeisenstimme des Sängers, aber vielleicht ist es stilistisch auf die Dauer zu wenig abwechslungsreich, wenn man nicht voll auf diesen Sound abfährt. Die Band sollte man „im Auge“ behalten. SHR: 1 T. WD: n.v.

Postures. Album: Halucinda (2016). Zweites Album einer schwedischen Progressive-Rock-Band mit Lady am Micro. Der Sound ist mir zu vertrackt-unruhig. SHR: 1 T. WD: n.v.

Schnipo Schranke. Alben: Satt (2015), Rare (2017). Die beiden ersten Alben eines Deutsch-Indie-Pop- Lady-Duos. Relativ melodisch, oftmals delikat-anzüglich-schräges Vokabular verwendend, kann live bestimmt lustig sein, aber eine deutschsprachige Indie-Pop-Platte kaufe ich in meinem Alter natürlich nicht mehr, zumal der Sound mit der Zeit nerven kann. SHR: 70 T – 737 T, 11 T – 93 T. WD: 216/d.

Witchcraft. Alben: Legend (2012), Nucleus (2016). Viertes und fünftes Album einer schwedischen Doom-/Heavy-Metal-Band. Pelander, von dem ich kürzlich ein Solo-Album kaufte, singt hier. Der Metal auf dem neueren Album ist recht aufgeräumt und klassisch, melodisch-episch. Insbesondere die beiden rd. 15-minütigen Songs wissen zu gefallen. Aus meiner Sicht ist es wohl bessere Album. Sillte ich mir zulegen. SHR: 338 T – 1.644 T, 57 T – 213 T. WD: 14/d.

Xandria. Album: Theater of Dimensions (2017). Siebtes Album einer deutschen Symphonic-Metal-Band mit Frontlady, viel Bombast und opernhaftem Arien-Geschmetter. Aus meiner Sicht ziemlich nervig, aber im deutsprachigen Raum erfolgreich. Das Album schaffte es auf Platz 17 der deutschen Charts und ist damit das bisher erfolgreichste dises Acts. SHR: 24 T – 212 T. WD: 113/d.


SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (T) je Song.

WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige Seite vorhanden.

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines Zugriffs.

Sonntag, 19. März 2017

Sound-Landschaften: Olivia Trummer mit „Fly Now“

Olivia Trummer (Piano, Gesang) gehört zu den deutschen Talenten des Jazz. Schon mit 20 Jahren hat sie ihr erstes Album (2005) veröffentlicht. Ihr Album „Fly Now“ (2014) habe ich mir kürzlich zugelegt. Mir gefällt ihr sinnlicher Gesang und der kontemplative Jazz, den sie auch gut in einer Bar oder einem Restaurant präsentieren könnte.

>Olivia Trummer live mit „Fly Now“, dankenswerterweise hochgeladen von hatch21productions<

Sonntag, 12. März 2017

Musikalben geprüft (8/2017)

In dieser Prüfserie gefielen mir die Alben von den "Friends of Gas" und - mit Abstrichen - "Duchess Says" am besten.

Angel Olsen. Alben: Half Way Home (2012), My Woman (2016). Erstes und drittes Album einer US-amerikanischen Folk- und Independent-Sängerin. Sie ist recht erfolgreich bei spotify, obgleich sich ihr Sound auf ihrem ersten Album überwiegend ziemlich traditionell und sparsam instrumentiert nach Folk in gängiger amerikanischer Singer-/Songwriter-Tradition anhört. Auf ihrem neuen Album kommen mehr Pop- und andere Mainstream-Elemente zum Tragen, was sie zwar erfolgreicher, aber aus meiner Sicht nicht unbedingt anhörbarer gemacht hat. SHR: 318 T – 2.910 T, 749 T – 5.001 T. WD: 20/d.

Bess Atwell. Album: Hold Your Mind (2016). Debut-Album einer britischen Lady, irgendwo angesiedelt zwischen Folk, Pop und Rock mit episch-kitschigen Elementen. Hat mich nicht begeistern können. SHR: 2 T – 88 T. WD: n.v.

Cherry Glazerr. Album: Apocalipstick (2016). Drittes Album einer US-amerikanischen Indie-Rockband mit Lady am Micro. Kurze Songs, meist zwischen 2 und 4 Minuten. Moderat laut und stilistisch typisch Indie. Wer's mag, möge zugreifen. SHR: 71 T – 909 T. WD: n.v.

Duchess Says. Album: Sciences Nouvelles (2016). Drittes Album einer kanadischen Punk- und Psychedelic-Rock-Band mit Lady am Micro. Erinnert mitunter an die nach 1992 kaum noch produktiven „B-52's“ in ihrer Frühphase. Eigenwillig-schräger Underground-Sound, der mir streckenweise gefällt. SHR: 3 T – 33 T. WD: n.v.

Euzen. Album: Metamorph (2015). Drittes Album einer dänisch-norwegische Band mit Lady am Micro, die progressiven synth-lastigen Rock/Pop mit nordischen Einflüssen spielt. Streckenweise ganz gut, mitunter für meinen Geschmack jedoch zu poppig-synthetisch. SHR: 2 T – 5 T. WD: 6/d.

Friends of Gas. Album: Fatal schwach (2016). Debut-Album einer deutschen Post-Punk-Band mit heiserer Lady am Micro. Hört sich stark nach 80er-Jahre an. Schroff, aber toll. Bands wie Die Scherben, Joy Division, Fehlfarben oder Sonic Youth werden in Zusammenhang mit diesem Sound als Einflüsse zitiert. Gut gefällt mir auch, dass sich die Songs überwiegend in der 7–9-Minuten-Ecke bewegen, wodurch sich ein gewisser hypnotischer Eindruck in den Songs verfestigt. Das Album sollte ich wohl kaufen. SHR: 2 T – 8 T. WD: 4/d.

Golden Apes. Album: The Geometry of Tempest (2007). Etwas Historisches, fünftes Album einer deutschen Dark-Rock-Band, die noch heute aktiv ist. Kann man anhören, aber das stilistische Variationsspektrum dieser Musikrichtung wirkt oft etwas arg beschränkt. SHR: 1 T – 5 T. WD: 5/d.

Hanna Leess. Album: Dirty Mouth Sweet Heart (2016). Debut-Album einer zurzeit in Berlin ansässigen US-Amerikanerin, angesiedelt zwischen Folk und Indie-Pop, meist sehr ruhiger, leicht verschrobener Sound. Kann man anhören. SHR: 5 T – 526 T. WD: n.v.


SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (T) je Song.

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Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines Zugriffs.

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