Sounds

Sonntag, 26. März 2017

Musikalben geprüft (9/2017)

In dieser Prüfserie gefiel mir Witchcraft am besten. Das Interesse an Schnipo Schranke ist hierzulande zurzeit aber wohl deutlich größer.

Jesca Hoop. Album: Memories Are Now (2017). Etwa sechstes Album einer US-amerikanischen Singer-/ Songwriterin mit manchmal tief-schroff gestimmter E-Gitarre. Kann man gut anhören, trifft aber dennoch meinen Geschmack nicht so richtig. SHR: 27 T – 358 T. WD: n.v.

King Dude. Alben: Songs of Flesh & Blood - In The Key of Light (2015), Sex (2016). Fünftes und sechstes Album eines US-amerikanischen Musikers, der dem Dark Folk und -Rock mit Industrial-Einflüssen zugerechnet wird. Kann man gut anhören, aber es fehlt an Höhepunkten und der Mann ist eben mit seiner stilistischen Ausrichtung mindestens 10 Jahre zu spät dran. Das ältere Album würde ich hier tendenziell bevorzugen. SHR: 23 T – 68 T. WD: 46/d.

Laetitia Sheriff. Album: Pandemonium, Solace and Stars (2014/15). Drittes Studio-Album einer französischen Indie-Rock-Lady, das international wahrscheinlich ziemlich untergegangen ist, weil französische Rockmusikerinnen außerhalb des eigenen Landes oft kaum wahrgenommen werden. Ungeachtet dessen, enthält das Album ein paar gute rockige Songs. SHR: 4 T – 17 T. WD: n.v.

Mandoline Orange. Album: Blindfaller (2016). Fünftes Album einer US-amerikanischen Country-Folk-Band. Hört sich sehr traditionell an, eine Lady singt auch mit, aber stilistisch istr das eher nicht meine Richtung. Bei spotify offensichtlich erfolgreich, SHR: 183 T – 4.998 T. WD: n.v.

Naked Hazelbeard. Album: No Borders (2016). Wahrscheinlich zweites Album einer deutschen Akustik-Rock-Band. Angenehmer Sound, gute raue Reibeisenstimme des Sängers, aber vielleicht ist es stilistisch auf die Dauer zu wenig abwechslungsreich, wenn man nicht voll auf diesen Sound abfährt. Die Band sollte man „im Auge“ behalten. SHR: 1 T. WD: n.v.

Postures. Album: Halucinda (2016). Zweites Album einer schwedischen Progressive-Rock-Band mit Lady am Micro. Der Sound ist mir zu vertrackt-unruhig. SHR: 1 T. WD: n.v.

Schnipo Schranke. Alben: Satt (2015), Rare (2017). Die beiden ersten Alben eines Deutsch-Indie-Pop- Lady-Duos. Relativ melodisch, oftmals delikat-anzüglich-schräges Vokabular verwendend, kann live bestimmt lustig sein, aber eine deutschsprachige Indie-Pop-Platte kaufe ich in meinem Alter natürlich nicht mehr, zumal der Sound mit der Zeit nerven kann. SHR: 70 T – 737 T, 11 T – 93 T. WD: 216/d.

Witchcraft. Alben: Legend (2012), Nucleus (2016). Viertes und fünftes Album einer schwedischen Doom-/Heavy-Metal-Band. Pelander, von dem ich kürzlich ein Solo-Album kaufte, singt hier. Der Metal auf dem neueren Album ist recht aufgeräumt und klassisch, melodisch-episch. Insbesondere die beiden rd. 15-minütigen Songs wissen zu gefallen. Aus meiner Sicht ist es wohl bessere Album. Sillte ich mir zulegen. SHR: 338 T – 1.644 T, 57 T – 213 T. WD: 14/d.

Xandria. Album: Theater of Dimensions (2017). Siebtes Album einer deutschen Symphonic-Metal-Band mit Frontlady, viel Bombast und opernhaftem Arien-Geschmetter. Aus meiner Sicht ziemlich nervig, aber im deutsprachigen Raum erfolgreich. Das Album schaffte es auf Platz 17 der deutschen Charts und ist damit das bisher erfolgreichste dises Acts. SHR: 24 T – 212 T. WD: 113/d.


SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (T) je Song.

WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige Seite vorhanden.

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines Zugriffs.

Sonntag, 19. März 2017

Sound-Landschaften: Olivia Trummer mit „Fly Now“

Olivia Trummer (Piano, Gesang) gehört zu den deutschen Talenten des Jazz. Schon mit 20 Jahren hat sie ihr erstes Album (2005) veröffentlicht. Ihr Album „Fly Now“ (2014) habe ich mir kürzlich zugelegt. Mir gefällt ihr sinnlicher Gesang und der kontemplative Jazz, den sie auch gut in einer Bar oder einem Restaurant präsentieren könnte.

>Olivia Trummer live mit „Fly Now“, dankenswerterweise hochgeladen von hatch21productions<

Sonntag, 12. März 2017

Musikalben geprüft (8/2017)

In dieser Prüfserie gefielen mir die Alben von den "Friends of Gas" und - mit Abstrichen - "Duchess Says" am besten.

Angel Olsen. Alben: Half Way Home (2012), My Woman (2016). Erstes und drittes Album einer US-amerikanischen Folk- und Independent-Sängerin. Sie ist recht erfolgreich bei spotify, obgleich sich ihr Sound auf ihrem ersten Album überwiegend ziemlich traditionell und sparsam instrumentiert nach Folk in gängiger amerikanischer Singer-/Songwriter-Tradition anhört. Auf ihrem neuen Album kommen mehr Pop- und andere Mainstream-Elemente zum Tragen, was sie zwar erfolgreicher, aber aus meiner Sicht nicht unbedingt anhörbarer gemacht hat. SHR: 318 T – 2.910 T, 749 T – 5.001 T. WD: 20/d.

Bess Atwell. Album: Hold Your Mind (2016). Debut-Album einer britischen Lady, irgendwo angesiedelt zwischen Folk, Pop und Rock mit episch-kitschigen Elementen. Hat mich nicht begeistern können. SHR: 2 T – 88 T. WD: n.v.

Cherry Glazerr. Album: Apocalipstick (2016). Drittes Album einer US-amerikanischen Indie-Rockband mit Lady am Micro. Kurze Songs, meist zwischen 2 und 4 Minuten. Moderat laut und stilistisch typisch Indie. Wer's mag, möge zugreifen. SHR: 71 T – 909 T. WD: n.v.

Duchess Says. Album: Sciences Nouvelles (2016). Drittes Album einer kanadischen Punk- und Psychedelic-Rock-Band mit Lady am Micro. Erinnert mitunter an die nach 1992 kaum noch produktiven „B-52's“ in ihrer Frühphase. Eigenwillig-schräger Underground-Sound, der mir streckenweise gefällt. SHR: 3 T – 33 T. WD: n.v.

Euzen. Album: Metamorph (2015). Drittes Album einer dänisch-norwegische Band mit Lady am Micro, die progressiven synth-lastigen Rock/Pop mit nordischen Einflüssen spielt. Streckenweise ganz gut, mitunter für meinen Geschmack jedoch zu poppig-synthetisch. SHR: 2 T – 5 T. WD: 6/d.

Friends of Gas. Album: Fatal schwach (2016). Debut-Album einer deutschen Post-Punk-Band mit heiserer Lady am Micro. Hört sich stark nach 80er-Jahre an. Schroff, aber toll. Bands wie Die Scherben, Joy Division, Fehlfarben oder Sonic Youth werden in Zusammenhang mit diesem Sound als Einflüsse zitiert. Gut gefällt mir auch, dass sich die Songs überwiegend in der 7–9-Minuten-Ecke bewegen, wodurch sich ein gewisser hypnotischer Eindruck in den Songs verfestigt. Das Album sollte ich wohl kaufen. SHR: 2 T – 8 T. WD: 4/d.

Golden Apes. Album: The Geometry of Tempest (2007). Etwas Historisches, fünftes Album einer deutschen Dark-Rock-Band, die noch heute aktiv ist. Kann man anhören, aber das stilistische Variationsspektrum dieser Musikrichtung wirkt oft etwas arg beschränkt. SHR: 1 T – 5 T. WD: 5/d.

Hanna Leess. Album: Dirty Mouth Sweet Heart (2016). Debut-Album einer zurzeit in Berlin ansässigen US-Amerikanerin, angesiedelt zwischen Folk und Indie-Pop, meist sehr ruhiger, leicht verschrobener Sound. Kann man anhören. SHR: 5 T – 526 T. WD: n.v.


SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (T) je Song.

WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige Seite vorhanden.

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines Zugriffs.

Donnerstag, 9. März 2017

Sounds: Clara Engel mit „Secret Beasts“

Clara Engel ist kanadischer Underground, irgendwo angesiedelt auf der avantgardistischen, dunklen Seite von Blues und Folk, sagt schallgrenzen. Ihr Album „Secret Beasts“, das ich mir kürzlich zulegte, ist nicht wirklich neu (2009), wurde aber in 2015 wiederveröffentlicht und trifft meinen Geschmack gut.

>Clara Engel live mit „Blind Me“ von ihrem Album „Secret Beasts“, dankenswerterweise hochgeladen von samevents<

Manchmal covert die Künstlerin auch Songs, z.B. von mir ebenfalls gut gefallenden avantgardistischen 80er-Jahre-Bands wie „Coil“ oder den „Einstürzenden Neubauten“, die aber nicht auf diesem Album zu hören sind.

Freitag, 3. März 2017

Musikalben geprüft (7/2017)

In dieser Prüfserie war nichts dabei, was ich momentan kaufen wollte.

Nicole Sabouné. Album: Miman (2015). Zweites Album einer stilistisch im düster-sentimental-epischen Gothic- und Dark Wave-Sound angesiedelten schwedischen Sängerin. Besonders die beiden 7-Minüter am Ende des Albums kann man gut mal anhören, darunter ein Cover des Madonna-Songs „Frozen“. SHR: 47 – 226 T. WD: n.v.

Purson. Album: Desire's Magic Theatre (2016). Zweites Album einer britischen Rockband mit Lady am Micro, die stilistisch dem Psychedelic-, Art- und Stoner Rock zugeordnet wird. Kann schon mal kafka- und hippiesk werden, aber ich warte noch auf ein Album, das mir wirklich gefällt. SHR: 15 – 78 T. WD: 5/d.

SubRosa. Alben: More Constant Than The Gods (2013), For This We Fought The Battle Of Ages (2016). Drittes und viertes Album einer amerikanischen Doom-Metal-Band mit mehreren Ladies am Micro. Die Songs bewegen sich meist jenseits der 10-Minuten-Marke. Der Sound kann mal melancholisch in den sanfteren Passagen sein, mal episch, oft aber auch sehr sperrig und – auf der neueren Scheibe – auch aggressiv-destruktiv mit Growl-Gesang. Erinnert mich passagenweise an „Neurosis“ oder die „Swans“. Oft anstrengend, sollte man die Band aber vielleicht doch „im Auge“ behalten. SHR: 21 – 121 T, 17 – 65 T. WD: 3/d.

Tarja. Album: The Shadow Self (2016). Die finnische Lady ist mit ihrem - in meinen Ohren - pompös-kitschigen Metal in Deutschland immer noch erfolgreich und schaffte es mit ihrem vierten Solo-Album immerhin auf Platz 7 der Charts. Anstrengend. SHR: 64 – 282 T. WD: 281/d.

Van Der Graaf Generator. Album: Do Not Disturb (2016). Seit Beendigung ihrer 28-jährigen Pause in 2005 hat die britische Band nunmehr schon wieder 5 Studio-Alben herausgebracht. Der Sound ist immer noch oft relativ vertrackt, wenn auch die Songs vielleicht kürzer geworden sind und sich heute überwiegend an der 6-7-Minuten-Marke bewegen. Das neue Album ist nicht schlecht, aber haben muss ich es nicht. Anspieltipp: „Room 1210“. SHR: 2 – 8 T. WD: 45/d.

Wovenhand. Album: Star Treatment (2016). Eine meiner Lieblingsbands der 2000er-Jahre, die in letzter Zeit allerdings bei mir wegen zunehmender Metal-Anteile in Ungnade gefallen ist. Ihr nunmehr bereits zwölftes Album kann vor allem mit dem 8-Minüter „All Your Waves“ punkten, bleibt ansonsten aber durchschnittlich. SHR: 20 – 71 T. WD: 14/d.

The XX. Album: I See You (2017). Drittes Album einer britischen Indie-Pop-Band mit Lady-/Man-Wechselgesang. Das ist anscheinend der Sound von heute. Das Album hat es in allen bedeutenden westlichen Ländern auf Platz 1 oder 2 der Charts geschafft. Wie es sich für eine Pop-Band gehört gibt es nur softige Songs in 3-4-Minuten-Länge. Hmm, es gab schon schlimmere Pop-Bands, dieser Sound hier ist immerhin sehr minimalistisch. SHR: 4.216 – 41.939 T. WD: 656/d.


SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (T) je Song.

WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige Seite vorhanden.

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines Zugriffs.

Sonntag, 26. Februar 2017

Sounds: Pelander mit „Time“

Der Schwedenmann Pelander kann mit seiner Metal-Band „Witchcraft“ nunmehr schon kommerziell bis zur ersten Veröffentlichung im Jahr 2002 zurückblicken. Sein erstes Solo-Album „Time“ (2016) ist jedoch akustisch gehalten und musikalisch etwas ganz Anderes, ist es doch sentimental-ruhig und eher dem Singer-/Songwritertum und Dark Folk zuzurechnen. Wie man dem Video entnehmen kann, singt auch mal ein Mädel mit, was dem coolen Album noch eine weitere positive Note bringt.

Es ist schon eine traurige Welt, wie wir alle wissen, und Herr Pelander macht uns das noch einmal mit Nachdruck klar,“ meint laut.de.

>Pelander mit „The Irony of Man“ vom neuen Album, hochgeladen von Nuclear Blast Records<.

Mittwoch, 15. Februar 2017

In Concert: Clara Haberkamp Trio

Obgleich ich nur ca. 100 m vom „Alten Pfandhaus“ in der Kölner Südstadt entfernt wohne, war ich in dieser Veranstaltungsstätte noch nie. Dabei wohne ich hier schon viel länger als die Veranstaltungsstätte existiert (wahrscheinlich seit 2006) und will das schon seit Jahren mal schaffen. Aber man ist hier spezialisiert auf Jazz, und in diesem Bereich kenne ich mich bestenfalls flüchtig aus, auch wenn ich seit mindestens 15 Jahren gelegentlich die eine oder andere Jazz-Scheibe kaufe.

Am letzten Sonntag war es dann soweit: Clara Haberkamp Trio, junge Talente und in diesem Jahr nominiert für den Echo-Jazz-Preis. Die Lady singt und spielt Piano, die beiden Männer sind für Schlagzeug und Bass zuständig.

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>Bildcollage vom Konzert im Alten Pfandhaus<

Das Konzert war toll, gute Akustik im Saal, ein zukünftiger Star fast zum Anfassen, perfekte Sicht. Das war ein geradezu erlesen intimes Konzert, ca. 25 Gäste, wobei der Saal 220 Personen aufnehmen kann, wovon wahrscheinlich 100 oben auf der Rotunde stehen müssten.

Die geringe Resonanz sagt jedenfalls einerseits etwas über den schlechten Musikgeschmack der Kölner (Stichwort Karneval!), andererseits auch etwas über die geringe Angesagtheit der Musikrichtung Jazz. Man kennt meist die Akteure einfach nicht – noch nicht mal vom Namen her, daher kommt kaum jemand. Wenn man sich im Jazz auskennen will, muss man einen Jazz-Sender hören oder eine Jazz-Zeitschrift regelmäßig lesen – sonst bekommt man quasi gar nichts mit.

Bei mir war das diesmal anders. Ich sah den Termin in den „Tipps und Terminen“ und war gerade fähig zu prüfen, ob das Trio eine CD bei spotify zum Anhören hat. Das mache ich bisher nur selten und meist auch nur, wenn es Jazz ist und der Name der Band bedeuten könnte, dass eine Lady singt. Auf spotify gab es jedenfalls mindestens eine CD, und sie gefiel mir sehr gut, wenn es auch nicht das neueste Werk war, das am Sonntag präsentiert werden sollte.

Jedenfalls gefällt mir an dieses Trio, das nicht nur zwei Männer mit moderat-mainstreamigen jazztraditionellen Tönen die Songs einer Lady ausmalen, sondern gekonnt eigenwilliger Jazz mit größeren, auch vertrackten Jazzparts ihrer Begleiter dargeboten wird. Auch das Piano klimpert nicht nur wohlgefällig dahin.

Es gab eine Trinkpause, und zwei Zugaben gab es später auch noch.

>Der von ihr hochgeladene Kurz-Zusammenschnitt aus einer Live-Veranstaltung in Berlin vermittelt einen Eindruck<

Sounds: Hope Sandoval And The Warm Inventions mit „Until The Hunter“

Die Amerikanerin Hope Sandoval ist schon lange im Musikgeschäft unterwegs. Als Sängerin der immer noch existenten Band „Mazzy Star“ erschien 1990 das erste Album und auch das erste Album mit den Warm Inventions blickt auf das Jahr 2001 zurück. Indes – es gab längere Pausen und insgesamt erschienen von den beiden Bands bisher nur 7 Alben.

Ihre Musik gilt als psychedelisch angehaucht, oft ätherisch zwischen Folk, Alternative Rock und Dream-Pop. Das neueste Album „Until The Hunter“ (2016), das ich mir kürzlich zulegte, geht in dieselbe Richtung.

>Ansprechende neuere Live-Videos fand ich nicht. Aber etwas Historisch ist ja auch mal schön: „Mazzy Star“ live 1994 mit „Blue Flower“, dankenswerterweise hochgeladen von Wavewolff<

Freitag, 10. Februar 2017

Musikalben geprüft (6/2017)

In dieser Prüfserie gefielen mir die Alben des Clara Haberkamp Trios und von Gemma Ray am besten.

Clara Haberkamp Trio. Album: You Sea! (2015). Etwa zweites Album eines deutschen Trios. Das ist echter, mitunter auch vertrackt-komplexer, aber oft durchaus melodischer Jazz. Die Lady singt manchmal und spielt Piano, aber auch Bass und Schlagzeug sind sehr aktiv. Gefällt mir gut, werde ich wohl kaufen. SHR: 1 T. WD: n.v.

Gemma Ray. Album: The Exodus Suite (2016). Siebtes Album einer britischen, in Berlin lebenden Singer-/ Songwriterin. Ihre Musik hat auch auf diesem Album episch-cineastische Elemente und wird zum Teil dem Pop Noir und Gothic Folk zugerechnet. Gefällt mir ganz gut (manchmal mit Abstrichen an ihrer verhallten Voice). Einen Kauf der Scheibe kann ich ja mal in Erwägung ziehen. Anspieltipp: „Ifs & Buts“. SHR: 2 T – 11 T. WD: 7/d.

Hannah Georgas. Album: For Evelyn (2016). Drittes Album einer kanadischen Singer-/Songwriterin. Ungefährlich, tut nicht weh, ist aber einen Touch zu mainstreamig. SHR: 32 T – 632 T. WD: n.v.

Josienne Clarke & Ben Walker. Album: Overnight (2016). Viertes Album eines britischen Kammerfolk-Duos. Meist sehr getragen, ruhig, manchmal auch mit Jazz- und Klassik-Einsprengseln, nervt selten, hat auch ein paar bessere melancholische Songs. SHR: 6 T – 152 T. WD: n.v.

Klimt 1918. Album: Undressed Momento (2003/05). Etwas Historisches. Debut-Album einer gitarrenlastigen italienischen DarkWave-/ Alternativrock-Band. Oft sentimentaler Sound, sentimentaler Gesang, kann vereinzelt aber auch metallastig werden. Kann man anhören. Sie haben in 2016 nach 7,8 Jahren Pause überraschend ein viertes, neues Album heraus gebracht, das aber über spotify zur Zeit nicht umfassend frei geschaltet ist. Es war auch damals schon ein Problem, ihre Werke zu hören. SHR: 6 T – 15 T. WD: 6/d.

The Living Gods of Haiti. Album: Bone Dry (2016). Debut-Album eines britisch-französischen Duos, die Lady singt. Ätherisch-elektronische Musik mit Tribal-Klängen, der man mehr Hang zum Pop als zu mystischen Atmosphären nachsagt, ist dort zu hören. Durchweg kurze Songs. Kann man anhören, hebt sich vom gewöhnlichen Einerlei schon ab, aber ist in der Tat streckenweise zu poppig. SHR: 1 T. WD: n.v.

The Merlin Bird. Album: Chapter and Verse (2014). Debut-Album einer australischen Art-Rock-Band. Mal Mann, mal Frau singen zu relativ altertümlichen wirkenden Prog-Klängen. Kann man anhören, traf aber nicht so ganz meinen Geschmack. SHR: 1 T. WD: n.v.

Tini Thomsen. Album: MaxSax (2013). Viel gelobtes Debut-Album einer deutschen Bariton-Saxofonistin, die hier im Band-Sound aktiv ist und deren Album auch jazzrockige Stücke mit vereinzelt (männlichen) Gesang aufbieten kann. Mir ist der Sound allerdings zu unmelodisch. SHR: 1 T – 2 T. WD: n.v.


SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (T) je Song.

WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige Seite vorhanden.

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines Zugriffs.

Sonntag, 5. Februar 2017

Musikalben geprüft (5/2017)

Am besten gefielen mir die Alben von Clara Engel und Emma Ruth Rundle.

Amber Arcades. Album: Fading Lines (2016). Debut-Album einer niederländischen Singer-/Songwriterin. Oft sind ziemlich viele einfache elektronische Rhythmen zu hören und ihre Voice haut mich auch nicht um. SHR: 30 T – 384 T. WD: 2/d.

Binoculers. Album: Adapted to Both Shade and Sun (2015). Drittes Album einer deutschen Dream-Pop-Band mit Lady am Micro. Es gibt ein paar Lichtblicke, aber der oft synthi-versponnene Dream-Pop-Sound ist mir generell meist zu „kitschig“ oder langweilig, so auch hier. Anspieltipp: „My Shouts“. SHR: 1 T. WD: n.v.

Clara Engel. Album: Secret Beasts (2009/15). Fünftes Studio-Album einer kanadischen Singer-/Songwriterin, deren klagend-sakraler Sound mal als Folk Noir oder Gothic Blues beschrieben wird und mitunter auch von avantgardistischen Sound-Strukturen beeinflusst ist. Eindringlich. Und hier spielt eine Band. Das Album gefällt mir gut, werde ich versuchen zu kaufen. SHR: 1 T. WD: n.v.

Devilment. Album: II – The Mephisto Waltzes (2016). Zweites Album einer britischen Gothic-Metal-Band. Der Sound enthält zu viele Trash-Metal-Elemente, aber auch einige angenehm melodische, ruhigere Gothic-Melodien oder epische Passagen. Hier ist auch, aber nicht überwiegend eine Lady am Micro und kann erfreuliche Akzente setzen. Anspieltipp: „Full Dark, No Stars“. SHR: 11 T – 92 T. WD: n.v.

Emma Ruth Rundle. Album: Marked For Death (2016). Drittes Solo-Werk einer amerikanischen Lady, die auch in diversen, mir nicht näher bekannten Bands aktiv war. Der Sound hat folkrock-lastige Singer-/Songwriter-Qualitäten und ist relativ psychedelisch und schroff. Kann gefallen. SHR: 35 T – 185 T. WD: 11/d.

Flo Morrissey & Matthew E. White. Album: Gentlewoman, Ruby Man (2017). Zweites Album der britischen Singer-/Songwriterin, die hier zusammen mit einem Amerikaner ein Album mit Duett-Cover-Songs berühmter alter Songs diverser Interpreten heraus bringt, z.B. „Suzanne“ von Leonard Cohen. Mir sind die Interpretationen allerdings zu mainstreamig geraten. SHR: 42 T – 895 T. WD: n.v.


SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (T) je Song.

WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige Seite vorhanden.

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines Zugriffs.

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