Sounds

Montag, 21. August 2017

Sound-Welten (17/2017)

Die Alben von Faust, Galley Beggar und Hey Colossus gefallen mir in dieser Prüfserie ganz gut.

FaUSt. Album: Fresh Air (2017). Auch wenn sie ihren Namen heute anders schreit, hat die deutsche Krautrock- und Underground-Legende Faust schon 1971 ihr erstes Album herausgebracht. Für mich entdeckt habe ich sie 1975 und bis 1980 immerhin 3 LP's gekauft. 1975 praktisch aufgelöst, erscheinen dann erst ab 1994 wieder regelmäßig Alben. Und sie sind ihrem Stil treu geblieben, echter Krautrock, oft vergleichsweise mit dissonant-schrägen Tönen, auch auf dem neuen Album, das relativ viel Gesang von Man/Woman hat. Gute Platte, habe ich kürzlich schon gekauft (weil sie Saturn merkwürdigerweise im Laden stehen hatte). SHR: 1 T – 7 T. WD: 26/d.

Galley Beggar. Album: Heathen Hymns (2017). Viertes Album einer britischen Folk- und Psychedelic-Rock-Band mit Lady (und ausnahmsweise im Duett auch mit Mann) am Micro. „Jedenfalls ist dieser folkig orientierte mit gehörigem Psyche-Schlag versehene Stoner Rock ein Genuss, der hauptsächlich im Midtempo die Ohren seiner Hörer erobert“, resumiert musikreviews. Ich hatte im letzten Jahr schon das vorangegangene Album von ihnen gekauft – und dieses muss ich mir wohl auch gelegentlich zulegen. SHR: 1 T – 7 T. WD: n.v.

Hey Colossus. Album: The Guillotine (2017). Vielleicht neuntes Album einer seit 2004 mit Veröffentlichungen in Erscheinung tretenden britischen Band. Relativ düster und schroff, hört sich in meinen Ohren nach 1980er-Jahre-Sound an. „Breitseiten aus Industrialrock treffen hier mit gehöriger Wucht auf krautrockige Avancen und mächtig nach unten ziehenden Noise, der hin und wieder in die Dimensionen der Swans vorstößt“, konstatiert betreutesproggen. Gefällt mir ganz gut und ist nicht so krachig wie das Zitat vielleicht vermuten läßt. SHR: 2 T – 14 T. WD: n.v.

Into This. Album: Monster We Created (2016). Debut-Album einer deutschen Punk-/Good-Feel-Band. Der Sound ist überhaupt nicht mein Ding. SHR: 1 T – 6 T. WD: n.v.

Judith Holofernes. Album: Ich bin das Chaos (2017). Das zweite Solo-Album der Wir-sind-Helden-Chanteuse enthält überwiegend pflegeleichten deutsprachigen Pop. Besonders in den ruhigen Stücken anhörbar. In die Top 10 der Album-Charts schaffte sie es diesmal aber nicht. SHR: 36 T – 373 T. WD: 26/d.

King Gizzard And The Lizard Wizard. Album: Murder of The Universe (2017). Obwohl erst in 2010 mit der ersten Single in Erscheinung getreten, gibt es mittlerweile 11 Alben dieser australischen Psychedelic-Rock-Band. In Australien erfolgreich, kennt sie hier wohl kaum jemand. Treibender, mitunter verschrobener Sound, mit Lady und Männern am Micro, häufig Spoken Words. Kann man anhören, mitunter nervig-schnell und „es fehlen die Highlights“, wie auch der musikexpress meint. SHR: 125 T – 305 T. WD: n.v.


SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (T) je Song.

WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige Seite vorhanden.

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines Zugriffs.

Freitag, 11. August 2017

Sound-Welten (16/2017)

Die Alben von Danzig und Electric Moon gefallen mir in dieser Prüfserie ganz gut.

2raumwohnung. Album: Nacht und Tag (2017). Dieses deutsche Electro-Pop-Duo zählt zu den bekannteren deutschen Acts und schafft es seit 2002 meist in die Top-10 der deutschen Charts. Ihr bisher erfolgreichstes Album „Es wird morgen“ (2004) hatte ich mir damals auch zugelegt. Das nunmehr bereits achte Album zeigt noch immer die gewisse relaxte Leichtigkeit mit minimal-technoiden Zügen, die das Duo schon immer auszeichnete; obgleich ich die Stimme der Lady durchaus mag, meine ich dennoch nicht, das Album haben zu müssen. SHR: 13 T – 152 T. WD: 293/d.

Avatarium. Album: Hurricanes And Halos (2017). Die schwedische Metal- und Hard-Rock-Band hat nunmehr ihr drittes Album vorgelegt. Nachdem ich mir das Debut-Album zulegte, kann mich die Band in ihrem weiteren Schaffen aber nicht mehr so richtig überzeugen, obgleich es immer noch passable, auch ruhig-melodische Passagen im Material gibt und sie eine gute Sängerin haben. Aber hier fehlt einfach das mitreißende Epos. SHR: 8 T – 118 T. WD: 34/d.

Bathsheba. Album: Servus (2017). Debut-Album einer belgischen Occult/Doom-Metal-Band. „Überzeugt mit seiner sehr heavy dargebotenen Ausrichtung und einem überaus interessanten Gesang“ der Lady am Micro, meint metal. Für Anhänger düster-sinistrer Werke vielleicht ein Must-Have. SHR: 3 T – 6 T. WD: n.v.

Cellar Darling. Album: This Is The Sound (2017). Debut-Album einer Schweizer Folk-Metal-Band mit Lady am Micro. Ungeachtet dessen sind sie nicht neu im Geschäft, da sich das Trio incl. der Sängerin aus der etablierten Folk-Metal-Band Eluveitie abgespalten hat, in der sich das Personal-Karussel ziemlich schnell dreht. Stilistisch ist Cellar Darling aus meiner Sicht mindestens ebenso interessant, wenn auch an der Eigenständigkeit noch etwas gefeilt werden sollte. „Eine Klangwelt voller großer, virtuos umgesetzter Melodien“, meint metal. SHR: 14 T – 319 T. WD: n.v.

Danzig. Album: Black Laden Crow (2017). Die US-amerikanische Band Danzig kannte ich zuvor überhaupt nicht. Dabei ist dies bereits das elfte Studio-Album seit ihrem Debut in 1988 und kein Album außer Danzig III (1992) stieg so hoch in die deutschen Charts wie dieses. Die Kritiken sind zweigeteilt, doch der schroffe, gitarrenlastig schwermetallische Sound und die markante Stimme des Shouters gefallen mir ganz gut. Dass mir ein mehr rockbetontes Klassiker-Album wie „Danzig III“ besser gefällt, kann ich nicht behaupten. SHR: 39 T – 144 T. WD: 154/d.

Electric Moon. Album: Stardust Rituals (2017). Von dieser seit 2010 mit Veröffentlichungen in Erscheinung tretenden deutschen Psychedelic-Krautrock-Band gibt es viele Alben, aber oft sind es Live-Präsentationen ausufernder spaciger Songs, die schon mal über 20- oder auch 50 Minuten lang sein können. Die vier Songs des neuen Albums bewegen sich allerdings nur überwiegend oberhalb der 8-min-Marke und haben mehr Gesangsanteile der Bassistin. Hypnotischer LSD-Sound, nenne ich so etwas immer. Gefällt mir ganz gut, sollte ich vielleicht kaufen. SHR: 1 T. WD: 17/d.


SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (T) je Song.

WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige Seite vorhanden.

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines Zugriffs.

Dienstag, 1. August 2017

Soundwelten: Pixel mit „Reminder“

Die norwegische Jazz-Band „Pixel“ gefällt mir so ganz gut. Ihr Debut-Album „Reminder“ (2013) legte ich mir kürzlich deshalb zu. Kopf der Band ist wohl die Lady am Bass, die auch manchmal singt. Vor allem ist es moderner Jazz, traditionelle Standards gibt es da nicht.

Live habe ich nichts gefunden von ihrem Debut-Album, musste daher auf ihr mittlerweile drittes Werk zugreifen:

>Pixel live mit „Space is going to the moon“ von ihrem Album „Golden Years“, 2015<

Sonntag, 16. Juli 2017

Sound-Welten (15/2017)

Wenn überhaupt, würde ich mich in dieser Prüfserie für „Waldkauz“ entscheiden.

Kobra And The Lotus. Album: Prevail I (2017). Viertes Album einer kanadischen Metal-Band mit Lady am Micro. Ziemlich aufdringlicher und antiquierter Sound, fand ich. SHR: 12 T – 1.388 T. WD: 27/d.

Land of Talk. Album: Life After Youth (2017). Wahrscheinlich drittes Album einer kanadischen Indie-Rock-Band mit Lady am Micro. Mitunter nett, aber unauffällig. SHR: 36 T – 983 T. WD: n.v.

Metallica. Album: Hardwired … To Self-Destruct (2016). Na gut, die US-Band Metallica ist berühmt und hat es mit jedem ihrer Alben seit 1991 auf Platz 1 der Charts in Deutschland und den USA geschafft. Nach 8 Jahren Schaffenspause haben sie es nunmehr auch wieder geschafft. Ihr berühmtes 1991er-Album ist allerdings mein einziger „Ausflug“ in ihren Musik-Kosmos, der mich überzeugen konnte. Die meisten Songs des neuen Albums sind in der 6–8-Minuten -Ecke angesiedelt und klassischer Metal mit Trashelementen. SHR: 5.362 T – 33.547 T. WD: 1.085/d.

No Sinner. Album: Old Habits Die Hard (2016). Zweites Album einer kanadischen Band mit Blues- und Hard-Rock-Einschlag. Lady am Micro. Kann auch Balladen. Stilistisch fand ich den Sound ziemlich antiquiert. SHR: 6 T – 1.078 T. WD: 1/d.

Purson. Album: Desire's Magic Theatre (2016). Diese britische Psychedelic- und Stoner-Rock-Band mit Frontlady wurde viel gelobt, aber ihr zweites (und möglicherweise letztes) Album mit seinem Sixties-Flair und kabarettartigen Einlagen fand ich doch etwas gewöhnungsbedürftig. SHR: 17 T – 94 T. WD: 2/d.

Sounds of New Soma. Album: La Grande Bellezza (2017). Drittes Album eines deutschen Space-Sound-Duos. „Ein heißer Tipp für alle Liebhaber krautig-psychedelischer Trips“, ist auf den Babyblauen Seiten nachzulesen. Kann man anhören. SHR: 1 T. WD: n.v.

Tales Of Us. Album: Endless (2017). Debütalbum eines in Berlin lebenden italienischen Duos, das Deep House, Ambient, modernen Trance und Post-Minimal-Clubmusik vermischt. „Die Grundstimmung … transportiert über weite Strecken sehr urbane Melancholie, verbunden mit einer Empfindung echten Ausgeliefertseins“, meint laut. Relativ interessante Instrumental-Platte, um sich dahintreiben zu lassen. SHR: 13 T – 251 T. WD: n.v.

Vök. Album: Figure (2017). Debut-Album einer isländischen Electro-/DreamPop-Band mit Lady am Micro. Es hat viele gute Kritiken bekommen, nach meinem Hörgeschmack gute Ansätze, aber zu viele Electro-Handiclaps. „Ein Debüt ohne definierte Kanten. Vielmehr schleichen sich zahllose Facetten konturlos zwischen Schwermut und Leichtigkeit ineinander“, meint artnoir. SHR: 31 T – 383 T. WD: n.v.

Waldkauz. Album: Mythos (2017). Zweites Album einer deutschen Mittelalter-/Pagan-Folk-Band mit Frau/Mann am Micro. Texte oft deutschsprachig, aber nicht immer. Stilistisch irgendwo zwischen „Faun“ und „Omnia“ angesiedelt. Anspieltipp: „Waldlandreich“. Werde ich im Auge behalten. SHR: 1 T. WD: n.v.


SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (T) je Song.

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Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines Zugriffs.

Sonntag, 25. Juni 2017

Sound-Landschaften (14/2017)

In dieser Prüfserie war gefielen mir die Alben von Pixel am besten.

Kairon; Irse!. Album: Ruination (2017). Zweites Album einer finnischen Progressive-Rock-Band. Ziemlich verfrickelt, mit vielen Stilbrüchen, oft lange Songs oberhalb der 10-min-Marke. Gute Ansätze, spricht mich aber insgesamt nicht so sehr an. „Sehr abwechslungsreich und farbig ..., gleichzeitig aber auch recht sperrig und verwinkelt“, meinen auch die babyblauen-Seiten. SHR: 4 T – 16 T. WD: n.v.

Kalle Kalima. Album: High Noon (2016). Vielleicht zwölftes Album, das unter dem Namen dieses finnischen Jazz-Gitaristen erschien. Als Trio werden hier Western-Hymnen instrumental interpretiert. Kann man anhören, nervt nicht, aber als Ganzes trifft das Album nicht so meinen Geschmack. SHR: 2 T – 111 T, WD: 5/d.

Ein musikhistorischer Exkurs:

Einige wenige Songmelodien auf dem oben aufgeführten Kalle-Kalima-Album sind weltberühmt, hat quasi jeder von uns schon mal gehört, z.B. den Song „Ghost Riders in the Sky“ (siehe wikipedia). Wem das jetzt nichts sagt (mir hätte es vor diesem Beitrag auch nichts gesagt), kann sich z.B. die erste tonal konservierte Version des Songs von Burl Ives aus dem Jahr 1948 bei youtube anhören. Wirklich bekannt wurde der Song aber erst 1949 in der Version von Vaughn Monroe & His Orchestra.

Heute sind ganz andere Versionen viel berühmter, ihr könnt selbst bei youtube nachforschen. Es gibt Hunderte dokumentierte Versionen von diesem Song quer durch viele Musikstile. Dass sich die alten Versionen von der sowieso rein instrumental gehaltenen Jazz-Interpretation des Kalle-Kalima-Albums oder z.B. der punkrockigen Version der Apokalyptischen Reiter (Live-Video) deutlich unterscheiden, liegt wohl auf der Hand. Das Schöne daran ist, dass mir Songs, die ich gut finde, durchaus auch in ganz anderen Stilrichtungen gefallen können. So ist auch die Jazz-Version des Songs von Kalle Kalima aus meiner Sicht eines der Highlights des Albums.

Leah. Album: Kings & Queens (2015). Zweites Album eines kanadischen Symphonic-Metal-Kunstprodukts mit der namensgebenden Frontfrau am Micro. Meine Begeisterung hielt sich stark in Grenzen, ist mir zu aufdringlich und pompös und mit zu vielen Blast Beats. SHR: 18 T – 284 T, WD: n.v.

The Moonlandingz. Album: Interplanetary Class Classics (2017). Debut-Album einer vermutlich US-amerikanischen Band, das intro als „ein düsteres, verrücktes und zuweilen verzweifeltes Album mit Synthesizer- und Orgelklängen“ beschreibt. Psychedelic, Krautrock, Indie, Punk und schräger Experimental Pop. Auf jeden Fall interessant schräg, wenn auch vielleicht nicht so ganz mein Geschmack. SHR: 19 T – 141 T, WD: n.v.

Natacha Atlas. Album: Myriad Road (2015). Etwa zehntes Album einer belgischen Sängerin mit – wahrscheinlich nicht nur auf diesem Album – arabisch-afrikanisch beeinflusstem Jazz-/Chanson-Stil. Kann man gut anhören, trifft aber dennoch nicht so ganz meinen Geschmack. SHR: 15 T – 221 T, WD: 9/d.

Pixel. Alben: Reminder (2012), Golden Years (2015). Debut- und drittes Album einer norwegischen Avantegard-Jazz-Band mit Lady am Micro, doch sind bestimmt ca. 50 % der Stücke wohltuend instrumental. Der Unterschied zwischen den beiden Alben ist stilistisch wohl eher marginal. Das erste Album hat aber einen schönen 8-Minüter. „Coole Band“, sagt betreutesproggen. Gefällt mir ganz gut. SHR: 1 T, 1 T – 3 T, WD: n.v.


SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (T) je Song.

WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige Seite vorhanden.

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines Zugriffs.

Gothic Sounds

Sopor Aeternus und eine Lady mit dem Künstlernamen Cuirina kooperierten für das Album „Nenia C'Alladhan“ (2001/04), das tatsächlich noch im Handel greifbar war. Es ist mein neuester Neuerwerb.

Das Album enthält zwei Versionen des kultigen 11-minütigen Feen-Gothic-Songs „Sternblumennacht“, anhörbar auch bei youtube. Damals, als der Song erschien, ist er mir nicht zu Ohren gekommen.

Sopor Aeternus würde ich mal als Underground der Schwarzen Szene schlechthin bezeichnen. Künstlerisch sind insbesondere auch die Videos interessant, die eine geisterhafte Atmosphäre verbreiten, passend zu den Songs, beispielsweise:

>Sopor Aeternus & The Ensemble of Shadows mit "Children of the Corn" (2011) vom gleichnamigen Album, dankenswerterweise hochgeladen von soporvideoarchive>

Das Album „Children of the Corn" hätte ich auch schon längst verkauft, aber die meist nur in stark limitierter Auflage von knapp 2.000 Exemplaren mit diversen Merchandising-Produkten zusammen verkauften neueren Werke sind einfach zu teuer.

Donnerstag, 15. Juni 2017

Sound-Landschaften: Emma Ruth Rundle mit „Marked for Death“

Die US-Amerikanerin Emma Ruth Rundle sehe ich als so eine Art neue frühe P. J. Harvey. Sie war/ist zuvor in anderen Rock-Bands als Gitarristin und/oder Sängerin aktiv gewesen, kommt also nicht aus dem Nichts.

Das zweite, oben genannte (Solo)-Album (2016) habe ich mir zugelegt. Schroff und fragil zugleich ist der Sound.

Ein vergleichsweise exzellentes 26-min-Video eines Rock-Konzertes hat unARTigNYC dankenswerterweise auf youtube veröffentlicht:

Songs ihres neuen Album sind dort auch zu hören.

Das noisige Gewand steht der polymorphen Liedersammlung hervorragend“, meint intro zum Album.

Montag, 5. Juni 2017

Musikalben geprüft (13/2017)

In dieser Prüfserie ist nicht wirklich etwas dabei, was ich brauche, aber einige Alben zeigen gute Ansätze.

All Them Witches. Album: Sleeping Through The War (2017). Viertes Studio-Album einer US-amerikanischen Rock-Band, die in den Stilrichtungen Blues-, Stoner- und Hard Rock mit psychedelischem Einschlag zu Hause ist. „Ein purer, süchtig-machender Retro-Tripp durch alle Höhen und Tiefen des Psychedelic Rocks“, meint musikreviews. In der Tat kann das Album weitgehend überzeugen, nur ist mein Musikgeschmack in Hinblick auf diese stilistische Ausrichtung nicht sooo retro. SHR: 73 T – 181 T, WD: n.v.

Blutengel. Album: Leitbild (2017). Mit ihem ungefähr 16. Album setzt die deutsche, eher melodisch orientierte Gothic-Electro-Formation ihe Schaffen fort und schaffte es wieder auf Platz 4 der deutschen Charts. Viel Neues vermochte ich in dem Sound nicht zu erkennen, auf die Dauer ist er mir zu monoton oder auch zu poppig. Gelegentlich singt hier auch eine Lady. SHR: 15 T – 116 T. WD: 118/d.

Cairo. Album: Say (2016). „Melodischen Prog-Rock mit Pep und Power ..., an den Mikrophonen ein Sangespaar unterschiedlichen Geschlechts“, so beschreibt musikreviews den Stil dieses Debut-Albums der britischen Band. Mir ist der Sound tendenziell zu „kitschig-schmalzig“. SHR: 1 T, WD: n.v.

Die Nerven. Album: Out (2015). Drittes und bislang jüngstes Album einer deutschen Rock-Band, die von wiki den Genres Post-Punk, Noise-Rock und Indie-Rock zugeordnet wird. Ich sehe es mehr als „Neue Deutsche Härte“, mit schroffen Gitarren und deutschsprachigen Texten, oft Wechsel zwischen lauten und leiseren Passagen in den Songs. Angenehm anzuhören, aber mir dennoch stilistisch zu geradlinig. SHR: 19 T – 163 T. WD: 26/d.

Eden weint im Grab. Album: Na(c)htodreise (2017). Siebtes Album einer deutschen Dark-Metal-Band. Kann man anhören, aber streckenweise nervt mich der manchmal dem Black Metal entlehnte gekrächzte (männliche) Gesang. Dennoch nicht uninteressant, einige gute Songs. Deutschsprachige Texte. Anspieltipp: „Die verwaiste Wüstenstadt“. SHR: 1 T. WD: 12/d.

Forever Still. Album: Tied Down (2016). Nach einigen selbst vertriebenen EP's nun das Debut-Album einer dänischen Melodic-Metal-Band mit Lady am Micro. Songs leider nur in 3-4-Minuten-Länge und mitunter zu konventionell für meinen Geschmack. Aber sie haben zweifellos eine talentierte Sängerin. SHR: 8 T – 330 T. WD: 24/d.

Goldfrapp. Album: Silver Eye (2017). Siebtes Album eines britischen Synth-Pop-Duos. Ziemlich erfolgreich, aber nicht mein Ding. SHR: 218 T – 2.253 T. WD: 70/d.

Ida Sand. Album: Young At Heart (2015). Ungefähr viertes Album einer schwedischen Soul- und Jazz-Sängerin. Mit wenigen Ausnahmen vielleicht stilistisch doch zu bieder, zu wenig jazzig und zu wenig improvisiert wirkender gefälliger Sound. Aber Neil Young's Klassiker „Hey Hey, My My“ kann sie auch gut interpretieren. SHR: 12 T – 44 T. WD: 3/d.

John Scofield. Album: Country For Old Men (2016). Die Discographie des US-amerikanischen Jazz-Gitarristen John Scofield ist endlos und reicht bis 1977 zurück, vielleicht ist dies ungefähr das 38. Studio-Album. Instrumental, natürlich mit diversen Mitspielern, oft improvisiert wirkend, manchmal mit neu interpretierten uralten klassischen Jazz-Standards. Kann man anhören, erscheint mir aber nicht als der große Wurf. Die Neu-Auflage des Dolly-Parton- Country-Klassikers „Jolene“ in einer fast 8-minütigen Version ist allerdings toll. SHR: 44 T – 151 T. WD: 31/d.


SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (T) je Song.

WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige Seite vorhanden.

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines Zugriffs.

Sonntag, 21. Mai 2017

Musikalben geprüft (12/2017)

In dieser Prüfserie würde ich am ehesten zu der Jazz-Platte von Paolo Fresu, Richard Galliano & Jan Lundgren greifen.

Paolo Fresu, Richard Galliano & Jan Lundgren. Album: Mare Nostrum II (2016). Mindestens dreizehntes Album des seit den 1980er Jahren aktiven italienischen Jazz-Trompeters Paolo Fresu, das natürlich in Kooperation mit anderen Musikern entstand. Rein instrumentell, oft sehr melancholischer Sound, kann gefallen. Br-klassik sucht zwar „nach mehr Wagnis, nach mehr Reibung, nach mehr Ekstase, nach mehr Jazz“ und hat damit wahrscheinlich nicht unrecht, aber man kann eben nicht alles haben. SHR: 18 T – 101 T, WD: 6/d.

Sus Dungo. Album: Down the River (2015). Zweites Album einer lettischen Neo-Folk-Band, in der nur Frauen aktiv sind. Das Album weist Progressive-Rock-Anleihen auf. „Wenn Schönheit und musikalische Eleganz Hand in Hand gehen, dann ist deren Name Sus Dungo“, meint musikreviews. Ich selbst empfinde den Sound aber als zu „harmlos-harmonisch-friedfertig“. SHR: 1 T, WD: n.v.

Trance To The Sun. Alben: Atrocious Virgin (2001), Via Subterranea (2016). Diese US-amerikanische Band mit Ladies am Micro war vor allem in den 1990er Jahren aktiv, ohne dass ich bis dato je überhaupt irgendetwas von ihnen gehört hätte; ich schätze mal, ihre Musik kam in Europa praktisch nicht an. „Atrocious Virgin“ war bereits ungefähr ihr siebtes Album, „Via Subterranea“ wäre dann ihr nunmehr achtes Album nach 15-jähriger Schaffenspause. Den Sound auf „Atrocious Virgin“ hat jemand als „ätherischen Dark Wave“ beschrieben. Das trifft es ganz gut. Die Songs unterschreiten selten die 6-Minuten-Marke, können auch mal 17 Minuten lang sein und haben daher Raum für ausgedehnte instrumentelle Passagen. Mir ist der Sound allerdings zu „synthetisch“ und die Voices überzeugen mich auch nicht. Das neue Album ist vielleicht etwas melodischer und hat mehr Progressive- und Art-Rock-Elemente, hat aber auch ähnliche Schwächen wie der Vorgänger. SHR: 1 T, WD: n.v.

Ulan Bator. Alben: En France, en Transe (2013), Stereolith (2017). Diese Band, diesmal in französisch-italienischer Besetzung, hat hiermit seit 1993 ihr mindestens zehntes Album fabriziert, ohne dass ich zuvor anscheinend irgendetwas von der Band mitbekommen hätte. Sie ist überwiegend im Krautrock zu Hause, hat auch personelle Kontakte zur deutschen Band „Faust“ gehabt, ist aber auf dem neuesten Album harmonischer, alternativer und elektronischer geworden. Hier sind überraschenderweise auch nur Stücke zu finden, die unterhalb der 6-Minuten-Marke bleiben. „Die Musik verströmt … immer eine gewisse melancholisch-verträumte, angedüstert- schräge Atmosphäre“, meinen die babyblauen-seiten zum Album. Man kann das gut anhören, ohne zugreifen zu müssen. Das Album „En France, en Transe“ war hingegen noch deutlich krautrockiger, ohne deshalb zwangsläufig besser zu sein. SHR: 1 T, WD: n.v.

Virtual Plants. Album: Sleeping On Trains (2017). Debut-Album eines deutschen Duos mit melodisch-melancholischem Synthi-/ Electro-Einschlag. Das kann ich anhören, ohne zugreifen zu müssen. SHR: 1 T, WD: n.v.

Wallis Bird. Album: Home (2016). Fünftes Album einer irischen Singer-/Songwriterin, die in Deutschland ansässig ist. Wirkt relativ eigenständig. Das kann ich anhören, ohne zugreifen zu müssen. SHR: 18 T – 550 T, WD: 37/d.


SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (T) je Song.

WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige Seite vorhanden.

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines Zugriffs.

Mittwoch, 26. April 2017

Sounds: Witchcraft mit „Nucleus“

Das fünfte Album „Nucleus“ (2016) der schwedischen Metal-Band Witchcraft dürfte aus meiner Sicht wohl das eindeutig beste sein. Dafür sprechen jedenfalls die drei langen Songs oberhalb der 8-Minuten-Marke und der sich dort aufbauende epische-progressive Charakter. Das Album habe ich mir zugelegt. Die beiden 14- bzw. 16-minütigen Songs lohnen das Album allein schon zu kaufen.

Hier trifft ein doomiger Grund auf eine markant psychedelische Note mit abgedreht-progressivem Einschlag“, meint metal.

>Eines der besseren Videos. Witchcraft live in 2013 mit „Deconstruction“, dankenswerterweise hochgeladen von Hiihtomaisteri. Vom neuen Alben gibt's leider kein Live-Video bei youtube.<

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