Sounds

Samstag, 11. November 2017

Sounds: Electric Moon mit „Stardust Rituals“

Krautrock ist ja eher eine altertümliche, deutsche Musikrichtung, die ihren Höhepunkt in der 1970er Jahren feierte. Electric Moon ist da vergleichsweise jung, brachten ihr Debut-Album im Jahr 2000 auf den Markt. Seither sind sie fleißig am produzieren und „Stardust Rituals“ (2017) dürfte ihr 10. Album sein, folgt man wikipedia.

Wie man damit Geld verdienen kann, ist mir zwar ein Rätsel, aber was soll's. Immerhin habe ich wenigstens das 10. Album auch gekauft.

Die alten deutschen Krautrock-Bands waren aus meiner Sicht vielseitiger, hatten auch oft bessere SängerInnen. Electric Moon agieren meist instrumental, und man spielt sich gern in endlosen rhythmischen Stücken in Ekstase. Mitunter finden sie eine ansprechende Melodie, so auch auf ihrem neuen Album, die das Anhören wirklich lohnt.

Wie es sich für eine Krautrock-Band gehört, war man auch auf dem Burg Herzberg Festival zugegen – das Video kommt von dort:

>Electric Moon live, dankenswerterweise hochgeladen von KrautRockt!<

Es gibt viele Electric-Moon-Live-Videos bei youtube – schaut selbst, falls euch der Sound gefallen sollte.

Montag, 6. November 2017

Sounds: Clara Haberkamp Trio

Für dieses Jazz-Trio habe ich ja schon im April hier Werbung gemacht. Es gibt auch nicht viel Neues, außer dass ich mir ihr älteres Album „You Sea!“ (2015) inzwischen auch noch zugelegt habe.

Sonntag, 29. Oktober 2017

Soundlandschaften: faUSt

Irgendwie entdeckte ich so um 1974/75 die deutsch-französische Krautrock-Band Faust und legte mir mit „Faust IV“ ein erstes Album zu und 1980 noch die ersten beiden Alben der Band, die zum damaligen Zeitpunkt längst nicht mehr existierte.

Doch in den 1990er Jahren stand die Band wieder von den Toten auf und seither gibt es alle paar Jahre ein neues Album, so auch mit „Fresh Air“ (2017). In weiten Teilen war der Krautrock von Faust, die sich mitunter auch „faUSt“ schreiben, immer schroff, roh und avantgardistisch. Das ist auch auf dem neuen Album so – und deshalb gefällt es mir eben.

>Faust live in 2014, dankenswerterweise hochgeladen von FestivalBBMIX. Den avantgardistischen Charakter der Performance zeigt auch dieses Video ganz gut.<

Samstag, 21. Oktober 2017

Sounds: Guru Guru

Es ist nicht das erste Mal, dass ich hier etwas über die deutsche Krautrock-Band Guru Guru schreibe, denn in 2011 sah ich sie live.

Vor zwei Monaten oder so kaufte ich das Album „Guru Guru“ (1973), weil ich die CD zufällig bei Saturn für 5 € im Angebot sah. Das war damals bereits das vierte Album der Band, und es enthielt den Song „Der Elektrolurch“. Fortan war die Band verpflichtet, diesen Song auf jedem Live-Konzert zu präsentieren – bis heute.

Wahrscheinlich etwas angeekelt von dieser Verpflichtung, gibt es unzählige Versionen und Varianten, die sich stark voneinander unterscheiden können.

Vom Rockpalast gibt es ein ganzes Konzert von 1976 bei youtube. Gegen Ende, bei ca. 1:04 h, kommt da natürlich auch „Der Elektrolurch“, dort in einer sehr krautigen Version mit Saxophon etc., die sich schon deutlich von der Album-Originalversion unterschied. Hört selbst, falls ihr Lust habt:

>Guru Guru live 1976 mit „Der Elektrolurch“ ca. auf 1:04 h, dankenswerterweise hochgeladen von GeorgeLupine4<

Ich habe noch so einige LP's von Guru Guru aus den 1970er Jahren. Ihr Debut-Album „Ufo“ (1970) war allerdings schlimmer instrumentaler Krautrock. Diese Platte verkaufte ich schon um 1980 auf einem Trödelmarkt.

Samstag, 7. Oktober 2017

Sound-Welten (19/2017)

So wirklich überzeugen wollte mich keines der Alben dieser Prüfserie. Das Album von Helium Vola gefiel mir wohl am besten. Aber auch das Goldray-Album hat mindestens zwei tolle Songs zu bieten.

8Kids. Album: Denen die wir waren (2017). Debut-Album einer deutschen Rock-/Punk-/ Post-Hardcore-Band. Relativ melodisch-rockig, oft treibend, deutschsprachiger Gesang. Einige Songs konnte ich gut anhören. SHR: 8 T – 77 T. WD: 18/d.

Alexandra Saviour. Album: Belladonna of Sadness (2017). Debut-Album einer US-amerikanischen Singer-/Songwriterin, die im cineastischen Dream-, Desert- und Psychedelic Pop zu Hause ist. Ein Gesang, der „zwischen selbstbewusster Femme fatale und flehender Suchenden variiert“, meint plattentests. Und sich manchmal auch etwas nach Lana Del Rey anhört. Eine vergleichsweise interessante Platte, aber etwas zu viel Pop. SHR: 155 T – 2.145 T. WD: n.v.

Bullet Height. Album: No Atonement (2017). Debut-Album eines nach Berlin ausgewanderten Dark-Electronic- Rock-Duos. „Der Erstschlag aus Berlin weiß mit der Symbiose aus verschiedenen Genres gekonnt zu punkten“, meint das toughmagazine. Nun ja, kann man anhören, der Sound ist mir selbst aber zu unruhig und zu „synthetisch“. SHR: 1 T – 13 T. WD: n.v.

Cigarettes After Sex. Album: Cigarettes After Sex (2017). Debut-Album einer US-amerikanischen Ambient-Pop-Band, die es direkt in die europäischen Charts schaffte und auch bei spotify sehr erfolgreich ist. Nun ja, der softig-harmonische, tendenziell mich einschläfernde Dream-Pop-Stil war noch nie mein Ding, weshalb auch diese Band bei mir nicht wirklich punkten kann. SHR: 1.038 T – 9.044 T. WD: 89/d.

Dead Letter Circus. Album: Aesthesis (2015). Drittes Album einer australischen Indie-/Alternative-Rock-Band. Relativ harmonisch, kann man gut anhören, spricht mich aber dennoch stilistisch nicht besonders an. SHR: 19 T – 574 T. WD: 2/d.

Eloy. Album: The Vision, The Sword & The Pyre I (2017). Diese deutsche Progressive-Rock-Band war in den 1970er Jahren eine meiner Top-Bands, ich kaufte fast alle ihre Platten, wobei die Alben No. 2 – 5 immer meine Favoriten waren. Wirklich kommerzieller Erfolg kam aber erst mit ihrem Album No. 6 (Ocean) in 1977. Die Band hat – beschädigt - die 1980er und 90er Jahre überstanden, aber aus den letzten 20 Jahren gibt es nur drei neue Alben. Das letzte Album, das ich kaufte, datiert von 1982. Danach sank die Rezeption nicht nur bei mir deutlich, da andere, neu aufkommende Musikstile wie Punk, Dark Wave, NDW, Dark Ambient, Industrial und Gothic ihren Erfolg hinwegspülten. Die jüngeren Alben kenne ich gar nicht. Nun, nach 8 Jahren, wieder ein neues Album, No. 18. Es ist ein respektables Alterswerk, wieder ein Konzeptalbum, das interessanterweise auf Platz 22 der deutschen Charts landen konnte – nur ein Album von 1979 kam jemals höher. Gasterzählerinnen, Sängerinnen und Chöre kommen auf dem Album auch vor. Das hat es früher auch schon mal gegeben, aber nicht so häufig. Anspieltipp: „Why?“. SHR: 3 T – 14 T. WD: 102/d.

Far Or Near. Album: Aporia (2017). Debut-Album einer deutschen Postrock-Band mit Lady am Micro. Relativ wüst-emotionaler, mitunter sperriger Sound. „Ein ordentliches, teils feenhaftes, teils krachiges Rockalbum der insgesamt etwas härteren Schiene“, meint das blueprint-fanzine. Etwas anstrengend. SHR: 1 T. WD: n.v.

Goldray. Album: Rising (2017). Debut-Album einer britischen Psych-Rock-Band mit Blues-Einschlag und interessanter Lady am Micro. „The band serve up a clutch of riff-powered psychedelic gems hovering in a space somewhere between the likes of Cream, Kula Shaker and All About Eve“, sagt getreadytorock. Gefällt mir streckenweise ganz gut. Anspieltipp: "Diamond Road". SHR: 1 T – 4 T. WD: n.v.

Helium Vola. Album: Wohin? (2013). Viertes und bis dato anscheinend letztes Album dieser deutschen Band, die mittelalterlichen Gesang mit elektronischen Spielarten verknüpft. Die Musik tendiert manchmal Richtung Avantgarde, wird nach meinem Eindruck auf den jüngeren Alben immer experimentell-komplexer und schwerer zugänglich. Die ersten drei Alben hatte ich mir zugelegt, aber hier setze ich vielleicht mal aus. Vereinzelt gibt es aber auch hier sehr schöne Mittelalter-Songs, z.B. „Die Andre“. SHR: 1 T – 2 T. WD: 11/d.


SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (T) je Song.

WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige Seite vorhanden.

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines Zugriffs.

Sonntag, 1. Oktober 2017

Sounds: Mare Nostrum II

Paolo Fresu, Richard Galliano & Jan Lundgren brachten in 2007 ihr gemeinsames Album „Mare Nostrum“ heraus. 2016 erschien dann „Mare Nostrum II“. Irgendwie war ich vor einiger Zeit in Stimmung, diese Jazz-Platte zu kaufen.

>Paolo Fresu, Richard Galliano & Jan Lundgren live von ihrem neuesten Album, dankenswerterweise hochgeladen von palatiajazz<

Da spielen also oft Trompete, Akkordeon und Piano zusammen, und in den besten Momenten sind es melancholische Stücke.

Der Rezensent bei br-klassik hätte sich insgesamt „mehr improvisatorischen Freiraum, mehr Überraschungsmomente und mehr Feuer gewünscht“ - und mittlerweile sehe ich das auch so. Es hört sich einfach zu gediegen an, mitunter wie für Leute ab 60.

Dennoch gefallen mir 5 der 12 Stücke ganz gut.

Sonntag, 10. September 2017

Sound-Welten (18/2017)

So wirklich überzeugen wollte mich keines der Alben dieser Prüfserie. Das Album von Pristine gefiel mir wohl noch am besten.

Lola Marsh. Album: Remember Roses (2017). Debut-Album einer israelischen Pop-Band mit Lady am Micro. Im englischen Sprachraum bzw. bei spotify aus mitunter unerfindlichen Gründen anscheinend sehr erfolgreich. Manchmal auf Lana-Del-Rey-Trip wie z.B. bei „Wishing Girl“, manchmal kitschig-poppig oder orchestral, manchmal melancholisch. „Ein buntes Gestrüpp an Folk, Indie, Pop“, meint laut. Guter Song: „Hometown“. SHR: 27 T – 8.886 T. WD: n.v.

Mise En Scene. Album: Still Life On Fire (2017). Zweites Album einer kanadischen Alternative-/Garage-Rock-Band mit Lady am Micro. Zu expressiv-aufdringlich für meinen Geschmack. SHR: 1 T – 82 T. WD: n.v.

Neil Young. Album: Bluenote Café (1989/2015). Eine Live-Doppel-CD aus Archiv-Material von 1989, u.a. mit einer 19-Minuten-Fassung von „Tonight's The Night“ (1975) mit viel Bläser-Einsatz, der auch sonst dieses Album durchzieht. Kann man anhören, aber seine Rockmusik zählten noch nie zu meinen echten Favoriten, auch wenn ich seine Musik vor 25 Jahren schon nicht schlecht fand und damals eine Platte kaufte. SHR: 27 T – 176 T. WD: 466/d.

Oh Wonder. Album: Ultralife (2017). Zweites Album eines britischen ArtPop/Indie-Duos. In England und Kanada sehr erfolgreich, konnte das Duo bisher trotz eines fabelhaften Debuts, das ich mir auch zulegte, hierzulande bisher nicht landen. Das zweite Album ist tendenziell ähnlich, aber poppiger geraten. „Ihr weicher, geschmeidiger Love-Pop will auf die ganz großen Bühnen“, meint fritz. Für mich indes ist der Sound jetzt nicht mehr so interessant, auch wenn der „gedoppelte Gesang“ des Duos natürlich geblieben ist. SHR: 639 T – 15.297 T. WD: n.v.

Pristine. Album: Ninja (2017). Viertes Album einer norwegischen Blues-Rock-Band mit Lady am Micro. „Mit gutem Kalkül wurde ein gutes Sammelsurium aus bluesigen Rock ‚n‘ Roller Fragmenten geschaffen“, meint metalunderground. Nachdem ich mir im letzten Jahr das Vorgänger-Album zulegte, denke ich, auf das neue Album verzichten zu können; es enthält aber aus dem zweiten Album „Regret“ den guten gleichnamigen Titelsong als 11-minütige Live-Version. „Im Ohr“ behalten, sollte man diese Band schon, sie haben definitiv eine gute Sängerin. SHR: 1 T – 8 T. WD: n.v.

Sunflower Bean. Album: Human Ceremony (2016). Debut-Album einer US-amerikanischen Rock-Band. „Auf ihrem LP-Debüt verwirbeln sie schmutzige Grunge-Distortion, Rock’n’Roll-Liebäugeleien und psychedelisch verklärte Erfahrungstrips zu einem bunten Strudel Indie-Zukunft“, sagt intro. Eine vergleichsweise gute Indie-Band, einzelne Songs können gefallen. SHR: 137 T – 2.434 T. WD: n.v.

Thomas Wynn And The Believers. Album: Wade Waist Deep (2017). Drittes Album einer US-amerikanischen Blues- und Southern-Rock-Band. Im deutschen Sprachraum ziemlich unbekannt. Manchmal deftig rockig und stilistisch nicht so meine Richtung. SHR: 1 T – 23 T. WD: n.v.

Waxahatchee. Album: Out In The Storm (2017). Viertes Album einer US-amerikanischen Indie-Rock/Singer-/ Songwriter-Band mit Lady am Micro. Wird oft gelobt, ist mir aber zu geradlinig und mainstreamig. SHR: 118 T – 691 T. WD: 4/d.


SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (T) je Song.

WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige Seite vorhanden.

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines Zugriffs.

Samstag, 2. September 2017

Soundwelten: Frank Woeste mit „Pocket Rhapsody“

Hierzulande ist der deutsche Jazzpianist Frank Woeste wohl nicht allzu bekannt. Er ist international breit aufgestellt und meist in Frankreich erfolgreich tätig. Weit zurück reichen seine Kontakte mit der koreanischen Jazz-Sängerin Youn Sun Nah, die auch oft in Frankreich weilt. Auf einem der besseren Songs des neuen Albums ist sie auch zu hören. Jünger sind wahrscheinlich seine Kontakte zu dem libanesischen Trompeter Ibrahim Maalouf, der auch nahe Paris lebt und auf zwei Stücken des Albums zu hören ist.

>Frank Woeste im Trio mit “Buzz Addict“ live vom Album „Pocket Rhapsody“, hochgeladen dankenswerterweise von Studio Libretto<

Sein ungefährt fünftes Album „Pocket Rhapsody“ (2016), das ich mir zulegte, gefällt mit modernem, ethnisch angehauchten französchen Jazz.

Ein Regenbogen an Klangfarben entfaltet sich da, ein mächtiger Chor aus Sounds, dirigiert von jemandem, der genau um die charakteristischen Einsatz- und Verbindungsmöglichkeiten von akustischen wie elektronischen Instrumenten weiß“, meint jazz-fun.

Montag, 21. August 2017

Sound-Welten (17/2017)

Die Alben von Faust, Galley Beggar und Hey Colossus gefallen mir in dieser Prüfserie ganz gut.

FaUSt. Album: Fresh Air (2017). Auch wenn sie ihren Namen heute anders schreit, hat die deutsche Krautrock- und Underground-Legende Faust schon 1971 ihr erstes Album herausgebracht. Für mich entdeckt habe ich sie 1975 und bis 1980 immerhin 3 LP's gekauft. 1975 praktisch aufgelöst, erscheinen dann erst ab 1994 wieder regelmäßig Alben. Und sie sind ihrem Stil treu geblieben, echter Krautrock, oft vergleichsweise mit dissonant-schrägen Tönen, auch auf dem neuen Album, das relativ viel Gesang von Man/Woman hat. Gute Platte, habe ich kürzlich schon gekauft (weil sie Saturn merkwürdigerweise im Laden stehen hatte). SHR: 1 T – 7 T. WD: 26/d.

Galley Beggar. Album: Heathen Hymns (2017). Viertes Album einer britischen Folk- und Psychedelic-Rock-Band mit Lady (und ausnahmsweise im Duett auch mit Mann) am Micro. „Jedenfalls ist dieser folkig orientierte mit gehörigem Psyche-Schlag versehene Stoner Rock ein Genuss, der hauptsächlich im Midtempo die Ohren seiner Hörer erobert“, resumiert musikreviews. Ich hatte im letzten Jahr schon das vorangegangene Album von ihnen gekauft – und dieses muss ich mir wohl auch gelegentlich zulegen. SHR: 1 T – 7 T. WD: n.v.

Hey Colossus. Album: The Guillotine (2017). Vielleicht neuntes Album einer seit 2004 mit Veröffentlichungen in Erscheinung tretenden britischen Band. Relativ düster und schroff, hört sich in meinen Ohren nach 1980er-Jahre-Sound an. „Breitseiten aus Industrialrock treffen hier mit gehöriger Wucht auf krautrockige Avancen und mächtig nach unten ziehenden Noise, der hin und wieder in die Dimensionen der Swans vorstößt“, konstatiert betreutesproggen. Gefällt mir ganz gut und ist nicht so krachig wie das Zitat vielleicht vermuten läßt. SHR: 2 T – 14 T. WD: n.v.

Into This. Album: Monster We Created (2016). Debut-Album einer deutschen Punk-/Good-Feel-Band. Der Sound ist überhaupt nicht mein Ding. SHR: 1 T – 6 T. WD: n.v.

Judith Holofernes. Album: Ich bin das Chaos (2017). Das zweite Solo-Album der Wir-sind-Helden-Chanteuse enthält überwiegend pflegeleichten deutsprachigen Pop. Besonders in den ruhigen Stücken anhörbar. In die Top 10 der Album-Charts schaffte sie es diesmal aber nicht. SHR: 36 T – 373 T. WD: 26/d.

King Gizzard And The Lizard Wizard. Album: Murder of The Universe (2017). Obwohl erst in 2010 mit der ersten Single in Erscheinung getreten, gibt es mittlerweile 11 Alben dieser australischen Psychedelic-Rock-Band. In Australien erfolgreich, kennt sie hier wohl kaum jemand. Treibender, mitunter verschrobener Sound, mit Lady und Männern am Micro, häufig Spoken Words. Kann man anhören, mitunter nervig-schnell und „es fehlen die Highlights“, wie auch der musikexpress meint. SHR: 125 T – 305 T. WD: n.v.


SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (T) je Song.

WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige Seite vorhanden.

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines Zugriffs.

Freitag, 11. August 2017

Sound-Welten (16/2017)

Die Alben von Danzig und Electric Moon gefallen mir in dieser Prüfserie ganz gut.

2raumwohnung. Album: Nacht und Tag (2017). Dieses deutsche Electro-Pop-Duo zählt zu den bekannteren deutschen Acts und schafft es seit 2002 meist in die Top-10 der deutschen Charts. Ihr bisher erfolgreichstes Album „Es wird morgen“ (2004) hatte ich mir damals auch zugelegt. Das nunmehr bereits achte Album zeigt noch immer die gewisse relaxte Leichtigkeit mit minimal-technoiden Zügen, die das Duo schon immer auszeichnete; obgleich ich die Stimme der Lady durchaus mag, meine ich dennoch nicht, das Album haben zu müssen. SHR: 13 T – 152 T. WD: 293/d.

Avatarium. Album: Hurricanes And Halos (2017). Die schwedische Metal- und Hard-Rock-Band hat nunmehr ihr drittes Album vorgelegt. Nachdem ich mir das Debut-Album zulegte, kann mich die Band in ihrem weiteren Schaffen aber nicht mehr so richtig überzeugen, obgleich es immer noch passable, auch ruhig-melodische Passagen im Material gibt und sie eine gute Sängerin haben. Aber hier fehlt einfach das mitreißende Epos. SHR: 8 T – 118 T. WD: 34/d.

Bathsheba. Album: Servus (2017). Debut-Album einer belgischen Occult/Doom-Metal-Band. „Überzeugt mit seiner sehr heavy dargebotenen Ausrichtung und einem überaus interessanten Gesang“ der Lady am Micro, meint metal. Für Anhänger düster-sinistrer Werke vielleicht ein Must-Have. SHR: 3 T – 6 T. WD: n.v.

Cellar Darling. Album: This Is The Sound (2017). Debut-Album einer Schweizer Folk-Metal-Band mit Lady am Micro. Ungeachtet dessen sind sie nicht neu im Geschäft, da sich das Trio incl. der Sängerin aus der etablierten Folk-Metal-Band Eluveitie abgespalten hat, in der sich das Personal-Karussel ziemlich schnell dreht. Stilistisch ist Cellar Darling aus meiner Sicht mindestens ebenso interessant, wenn auch an der Eigenständigkeit noch etwas gefeilt werden sollte. „Eine Klangwelt voller großer, virtuos umgesetzter Melodien“, meint metal. SHR: 14 T – 319 T. WD: n.v.

Danzig. Album: Black Laden Crow (2017). Die US-amerikanische Band Danzig kannte ich zuvor überhaupt nicht. Dabei ist dies bereits das elfte Studio-Album seit ihrem Debut in 1988 und kein Album außer Danzig III (1992) stieg so hoch in die deutschen Charts wie dieses. Die Kritiken sind zweigeteilt, doch der schroffe, gitarrenlastig schwermetallische Sound und die markante Stimme des Shouters gefallen mir ganz gut. Dass mir ein mehr rockbetontes Klassiker-Album wie „Danzig III“ besser gefällt, kann ich nicht behaupten. SHR: 39 T – 144 T. WD: 154/d.

Electric Moon. Album: Stardust Rituals (2017). Von dieser seit 2010 mit Veröffentlichungen in Erscheinung tretenden deutschen Psychedelic-Krautrock-Band gibt es viele Alben, aber oft sind es Live-Präsentationen ausufernder spaciger Songs, die schon mal über 20- oder auch 50 Minuten lang sein können. Die vier Songs des neuen Albums bewegen sich allerdings nur überwiegend oberhalb der 8-min-Marke und haben mehr Gesangsanteile der Bassistin. Hypnotischer LSD-Sound, nenne ich so etwas immer. Gefällt mir ganz gut, sollte ich vielleicht kaufen. SHR: 1 T. WD: 17/d.


SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (T) je Song.

WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige Seite vorhanden.

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines Zugriffs.

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