Im Kino (15/08)
An so ein saumäßiges Wetter wie heute kann ich mich ja schon länger nicht mehr erinnern. Eigentlich ideales Kino-Wetter, aber es herrscht weitgehend die übliche Sommerloch-Flaute, mit nur wenigen Ausnahmen:

Um den britischen Regisseur Mike Leigh ist es in den letzten Jahren etwas ruhig geworden. Um so besser, dass nunmehr “Happy-Go-Lucky” ins Kino gekommen ist. Wild scherzend und etwas überdreht macht die Frohnatur und Grundschullehrerin Poppy (Sally Hawkins) mit ihren Freundinnen die Stadt (London) unsicher. Als ihr Fahrrad geklaut wird, nimmt sie Fahrstunden und treibt ihren Fahrlehrer mit ihren flappsigen Sprüchen auf die Palme.
Die kauzigen, oft sehr direkt agierenden Frauen-Charaktere sind eine Spezialität im Filmwerk von Mike Leigh. Der anfangs ziemlich witzige Film wird in der zweiten Hälfte allerdings zunehmend ernster, als Probleme in der Schule und mit ihrem gestörten Fahrlehrer hochkommen. Alles in allem ein ziemlich guter, vielleicht aber etwas zielloser Film, über den ihr z.B. bei filmstarts oder kino-zeit mehr nachlesen könnt.

Cédric Klapisch's neues Regiewerk “So ist Paris” hatte meiner Meinung nach bei mehr als 2 Stunden Spieldauer so seine Längen. Erzählt werden im Wesentlichen zwei Geschichten. Die eine handelt von einem herzkranken Typen, der von seiner Schwester (Juliette Binoche) betüttert wird, die andere von einem ältlichen Professor, der einer Studentin nachstellt. Dann gibt's noch ein paar Nebenstränge mit Ethno-Touch. Logisch, man sieht viel von Paris. Gefallen finden bei mir in französischen Filmen meistens auch die gezeigten Pariser Wohnungen. Und Juliette Binoche.
Dennoch, in den Kritiken, z.B. bei filmstarts, ist der Film besser weggekommen als bei mir.


































