Montag, 26. Juni 2017

Eine Wanderung südöstlich von Bad Münstereifel

Am Samstag war ich mal wieder unterwegs. Diese 12 – 13 km lange Tour war weitgehend eine Waldtour bei um die 23, 24 Grad.

Durch Schleidbach- und Schiesbachtal ging es den Effelsberger Weg hoch zum „Langer Kopf“, immerhin 260 Höhenmeter, aber die Strecke war lang und daher nicht sehr steil.



>Am Nordausgang von Bad Münstereifel gegenüber dem Friedhof gibt es eine Art Kurpark. Die Gebäude am Wasser dort sind langsam verfallende Lost Places.<




>Schleidbachtal<




>Dammwild im Schiesbachtal. Den Tieren war es in der Sonne auch zu warm. Es gibt dort aber auch Waldstreifen, Gedränge am solitär stehenden Baum wäre nicht nötig gewesen.<



Besonders viel hat der Wald um Bad Münstereifel traditionell nicht zu bieten – zu viel Forstwirtschaft verhindert das Heranwachsen wirklich alter Bäume.



>Im Wald, unten die typischen Fingerhüte<



Im Bodenbachtal lief ich runter nach Eicherscheid, womit ich wieder an der Erft war, die auch Bad Münstereifel durchfließt.



>Eicherscheid. Unten die alte Trafostation, heute "Artenschutzturm"<



Von Eicherscheid sind es ca. noch 3 km im Erfttal nach Bad Münstereifel:



Irgendwie war ich etwas geschafft, aß ein Apfel-Mango- Malaga-Eis, verpasste deshalb die Bahn und liess mich für ein Weizenbier mitten an der für Autos gesperrten Touristen-Hauptstraße nieder. Auch schön.



Die nächste Bahn kam allerdings gar nicht erst, weshalb ich dann noch eine weitere Stunde länger dort verweilen musste. Ich las die Zeit weitgehend in meinem Roman, aber die Sitzbank war schon ziemlich sonnig.

Sonntag, 25. Juni 2017

Sound-Landschaften (14/2017)

In dieser Prüfserie war gefielen mir die Alben von Pixel am besten.

Kairon; Irse!. Album: Ruination (2017). Zweites Album einer finnischen Progressive-Rock-Band. Ziemlich verfrickelt, mit vielen Stilbrüchen, oft lange Songs oberhalb der 10-min-Marke. Gute Ansätze, spricht mich aber insgesamt nicht so sehr an. „Sehr abwechslungsreich und farbig ..., gleichzeitig aber auch recht sperrig und verwinkelt“, meinen auch die babyblauen-Seiten. SHR: 4 T – 16 T. WD: n.v.

Kalle Kalima. Album: High Noon (2016). Vielleicht zwölftes Album, das unter dem Namen dieses finnischen Jazz-Gitaristen erschien. Als Trio werden hier Western-Hymnen instrumental interpretiert. Kann man anhören, nervt nicht, aber als Ganzes trifft das Album nicht so meinen Geschmack. SHR: 2 T – 111 T, WD: 5/d.

Ein musikhistorischer Exkurs:

Einige wenige Songmelodien auf dem oben aufgeführten Kalle-Kalima-Album sind weltberühmt, hat quasi jeder von uns schon mal gehört, z.B. den Song „Ghost Riders in the Sky“ (siehe wikipedia). Wem das jetzt nichts sagt (mir hätte es vor diesem Beitrag auch nichts gesagt), kann sich z.B. die erste tonal konservierte Version des Songs von Burl Ives aus dem Jahr 1948 bei youtube anhören. Wirklich bekannt wurde der Song aber erst 1949 in der Version von Vaughn Monroe & His Orchestra.

Heute sind ganz andere Versionen viel berühmter, ihr könnt selbst bei youtube nachforschen. Es gibt Hunderte dokumentierte Versionen von diesem Song quer durch viele Musikstile. Dass sich die alten Versionen von der sowieso rein instrumental gehaltenen Jazz-Interpretation des Kalle-Kalima-Albums oder z.B. der punkrockigen Version der Apokalyptischen Reiter (Live-Video) deutlich unterscheiden, liegt wohl auf der Hand. Das Schöne daran ist, dass mir Songs, die ich gut finde, durchaus auch in ganz anderen Stilrichtungen gefallen können. So ist auch die Jazz-Version des Songs von Kalle Kalima aus meiner Sicht eines der Highlights des Albums.

Leah. Album: Kings & Queens (2015). Zweites Album eines kanadischen Symphonic-Metal-Kunstprodukts mit der namensgebenden Frontfrau am Micro. Meine Begeisterung hielt sich stark in Grenzen, ist mir zu aufdringlich und pompös und mit zu vielen Blast Beats. SHR: 18 T – 284 T, WD: n.v.

The Moonlandingz. Album: Interplanetary Class Classics (2017). Debut-Album einer vermutlich US-amerikanischen Band, das intro als „ein düsteres, verrücktes und zuweilen verzweifeltes Album mit Synthesizer- und Orgelklängen“ beschreibt. Psychedelic, Krautrock, Indie, Punk und schräger Experimental Pop. Auf jeden Fall interessant schräg, wenn auch vielleicht nicht so ganz mein Geschmack. SHR: 19 T – 141 T, WD: n.v.

Natacha Atlas. Album: Myriad Road (2015). Etwa zehntes Album einer belgischen Sängerin mit – wahrscheinlich nicht nur auf diesem Album – arabisch-afrikanisch beeinflusstem Jazz-/Chanson-Stil. Kann man gut anhören, trifft aber dennoch nicht so ganz meinen Geschmack. SHR: 15 T – 221 T, WD: 9/d.

Pixel. Alben: Reminder (2012), Golden Years (2015). Debut- und drittes Album einer norwegischen Avantegard-Jazz-Band mit Lady am Micro, doch sind bestimmt ca. 50 % der Stücke wohltuend instrumental. Der Unterschied zwischen den beiden Alben ist stilistisch wohl eher marginal. Das erste Album hat aber einen schönen 8-Minüter. „Coole Band“, sagt betreutesproggen. Gefällt mir ganz gut. SHR: 1 T, 1 T – 3 T, WD: n.v.


SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (T) je Song.

WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige Seite vorhanden.

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines Zugriffs.

Gothic Sounds

Sopor Aeternus und eine Lady mit dem Künstlernamen Cuirina kooperierten für das Album „Nenia C'Alladhan“ (2001/04), das tatsächlich noch im Handel greifbar war. Es ist mein neuester Neuerwerb.

Das Album enthält zwei Versionen des kultigen 11-minütigen Feen-Gothic-Songs „Sternblumennacht“, anhörbar auch bei youtube. Damals, als der Song erschien, ist er mir nicht zu Ohren gekommen.

Sopor Aeternus würde ich mal als Underground der Schwarzen Szene schlechthin bezeichnen. Künstlerisch sind insbesondere auch die Videos interessant, die eine geisterhafte Atmosphäre verbreiten, passend zu den Songs, beispielsweise:

>Sopor Aeternus & The Ensemble of Shadows mit "Children of the Corn" (2011) vom gleichnamigen Album, dankenswerterweise hochgeladen von soporvideoarchive>

Das Album „Children of the Corn" hätte ich auch schon längst verkauft, aber die meist nur in stark limitierter Auflage von knapp 2.000 Exemplaren mit diversen Merchandising-Produkten zusammen verkauften neueren Werke sind einfach zu teuer.

Samstag, 24. Juni 2017

Eine Wanderung westlich von Nettersheim

Am letzten Sonntag wanderte ich westlich von Nettersheim. Um 24 Grad, heiter bis wolkig.

Ziel war nicht das Urfttal, sondern die Hochflächen drum herum. Ich ging zunächst über die Felder oberhalb des Schleifbachtales nach Marmagen.

 photo 063DT-450-Pferde_SW_Nettersheim_zpsdr5sbdxg.jpg


 photo 068-450-Rinder_Landschaft_SW_Nettersheim_zpsl6awtwyv.jpg


 photo 072-450-Pusteblume_SW_Nettersheim_zps8p2v1g3i.jpg

Dann bog ich nach Norden ab, um oberhalb des Gillesbachtals und des Urftals nach Nettersheim zurückzulaufen. Dieser Weg verlief über größere Strecken am Waldrand entlang.

 photo 075-450-Scheune_N_Marmagen_zpsgjafezy8.jpg


 photo 085a-450-Gefleckter_Schmalbock_N_Marmagen_zpsjch2hmyg.jpg

>Insekten gabe es auch zu sehen, sogar Schmetterlinge. Aber für diese war es - photographisch gesehen - wieder zu windig. Der Käfer oben ist der Gefleckte Schmalbock, den unten habe ich noch nicht zu bestimmen versucht.<

 photo 085c-450-Kaefer_N_Marmagen_zps5yaiott9.jpg


 photo 085k-450-Buche_N_Marmagen_zpsjp1n5drl.jpg

>Nur eine winziger Teil der Tour führte durch Wald. Aber hier, bei Bahrhaus, waren reliktisch noch alte Buchen vorhanden.<


 photo 087-450-Trafostation_Bahrhaus_zpsifkucakg.jpg

>Alte Trafostation bei Bahrhaus, einem Weiler mit zwei, drei Höfen<


 photo 092-450-Erbsenfeld_NW_Nettersheim_zpsmr3zrgyw.jpg

>Später kam ich noch an einem riesigen Erbsenfeld vorbei. Die Erbsen waren weiter als noch vor einer Woche auf einer anderen Tour. Lecker!<


 photo 094-450-Landschaft_NW_Nettersheim_zpsrt0gj83t.jpg

>Landschaft nordwestlich von Nettersheim<

In Nettersheim war Flohmarkt. Ich kehrte nirgendwo ein (zu voll).

Ca. 13 km war diese Tour lang.

Donnerstag, 22. Juni 2017

Bücherwelten: „Nathan Sid“ von Adriaan Van Dis

Es gibt Bücher, die habe ich echt schon sehr lange und zuvor noch nie gelesen. Die Novelle „Nathan Sid“ z.B. kaufte ich im Juni 2001 in der Ehrenstraße. Der Laden ist längst verschwunden. Woher ich das Kaufdatum weiss? Normalerweise lasse ich den Einkaufsbon im Buch stecken, solange ich es noch nicht gelesen habe.

 photo BB0670-Nathan_zpsad4ddkxl.jpg

Adriaan Van Dis ist ein niederländischer Autor und immer noch aktiv. Die Novelle „Nathan Sid“ schrieb er 1983. Sie spielt ungefähr Mitte der 1960er Jahre und trägt autobiographische Züge, denn sie handelt von einem Jungen, der mit drei in Indonesien geborenen älteren Schwestern und Eltern, die sich in Indonesien kennen lernten, in den Niederlanden in einer quasi-indonesischen Famile aufwächst. Das entspricht ungefähr seiner Biographie.

Kinder, die sozusagen gleichzeitig mit den unterschiedlichen Wertesystemen zweier Kulturen aufwachsen, können Marotten und Störungen entwickeln – insbesondere, wenn die Eltern auch noch zusätzlich durch teiltraumatische Erinnerungen geprägt sind (im vorliegenden Fall die japanische Besetzung Sumatras in den 1940er Jahren).

Konflikte entstehen sowohl zu Hause als auch in der Schule. Das ist auch bei Nathan so. Er beschliesst, von einem Tag auf den anderen, konsequent Vegetarier zu sein. Das ist nicht leicht, wenn die Schwesterchen ungerührt am Abendtisch weiterhin an Hühnerkeulen nagen.

Im Ergebnis ist es eine nette anschauliche Novelle über Konflikte in Migrantenfamilien geworden, die damals von Siegfried Mrotzek einfühlsam übersetzt wurde. In mancher Hinsicht passt die Novelle heute in Deutschland sogar besser in die Zeit als in den 1980er Jahren, da die Flüchtlings- und Integrationsproblematik heute viel präsenter ist und in den Flüchtlingsfamilien aus Syrien etc. ähnliche Probleme der Kultur- und Selbstfindung zugegen sein dürften.

Dienstag, 20. Juni 2017

Finger und Wetter

Mir geht es ganz gut. Vor allem heute. Das liegt einerseits am – wie schon gestern - schönen Sommerwetter mit über 30 Grad und noch 25 Grad um Mitternacht auf meinem Balkon. „Meine“ Hinterhof-Haus-Fledermaus kam einmal bis auf 2 m ran in der Dämmerung.

Das Wetter bleibt noch etwas erhalten – jedenfalls morgen:

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>Prognose von gegen 20.00 Uhr. Den ganzen Tag Gewitter bei 35 Grad Max am Donnerstag – das erscheint mir doch etwas unwahrscheinlich.

Nachtrag: Gewitter und Regen fielen am Donnerstag in Köln aus.
<

Andererseits liegt meine gute Laune insbesondere auch an der heutigen Entfernung der störenden und warmen Finger-/Unterarmschiene wegen des gebrochenen Fingers. Drei Wochen Schiene haben auch etwas die Haut durch Reibung geschädigt.

Jetzt sind die Finger nur noch luftig „getapet“ - ein ganz anderes Lebensgefühl, man fühlt sich gleich weniger invalide und wird auch nicht ganz so oft angestarrt:

 photo BB0669-450-Fingerbruch_02_20-06-2017_zpswswmbvby.jpg

>Neuer Zustand<

Jetzt muss ich allerdings versuchen, etwas aufzupassen. Mit dem Finger gegen Gegenstände (z.B. Stadt- und Wohnungsmöbel) zu stoßen, war schon mit der Schiene nicht so toll.

Gefangen in Köln 2.0

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S.A.
Danke für das Angebot, aber ich kann die Alben...
Treibgut - Di, 27. Jun, 00:10
Hm, ich fand ja nur die...
Hm, ich fand ja nur die ersten (regulären) beiden...
C. Araxe - So, 25. Jun, 22:48
Radweg
Ich nehme mal ganz stark an, dass der Weg deshalb hoch...
Treibgut - Fr, 23. Jun, 20:20
Kylltalradweg
Hallo, all meine Rennradtouren haben mich sogar auf...
Dieter (Gast) - Fr, 23. Jun, 12:23
Kylltalradweg
... ist ja einfach zu recherchieren. Hab' selber mal...
Treibgut - Di, 20. Jun, 23:05
kyltalradweg muss ich...
kyltalradweg muss ich mal recherchieren als alter radwanderer,...
bonanzaMARGOT - Di, 20. Jun, 05:33
Danke
... für Bestimmung der Wanze. Identifizierte Streifenwanzen...
Treibgut - So, 18. Jun, 22:36
Ameisenhügel habe...
Ameisenhügel habe ich schon länger nicht...
Fraukografie (Gast) - Fr, 16. Jun, 11:21

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