Dienstag, 22. Juli 2008

Im Kino (15/08)

An so ein saumäßiges Wetter wie heute kann ich mich ja schon länger nicht mehr erinnern. Eigentlich ideales Kino-Wetter, aber es herrscht weitgehend die übliche Sommerloch-Flaute, mit nur wenigen Ausnahmen:

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Um den britischen Regisseur Mike Leigh ist es in den letzten Jahren etwas ruhig geworden. Um so besser, dass nunmehr “Happy-Go-Lucky” ins Kino gekommen ist. Wild scherzend und etwas überdreht macht die Frohnatur und Grundschullehrerin Poppy (Sally Hawkins) mit ihren Freundinnen die Stadt (London) unsicher. Als ihr Fahrrad geklaut wird, nimmt sie Fahrstunden und treibt ihren Fahrlehrer mit ihren flappsigen Sprüchen auf die Palme.

Die kauzigen, oft sehr direkt agierenden Frauen-Charaktere sind eine Spezialität im Filmwerk von Mike Leigh. Der anfangs ziemlich witzige Film wird in der zweiten Hälfte allerdings zunehmend ernster, als Probleme in der Schule und mit ihrem gestörten Fahrlehrer hochkommen. Alles in allem ein ziemlich guter, vielleicht aber etwas zielloser Film, über den ihr z.B. bei filmstarts oder kino-zeit mehr nachlesen könnt.

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Cédric Klapisch's neues Regiewerk “So ist Paris” hatte meiner Meinung nach bei mehr als 2 Stunden Spieldauer so seine Längen. Erzählt werden im Wesentlichen zwei Geschichten. Die eine handelt von einem herzkranken Typen, der von seiner Schwester (Juliette Binoche) betüttert wird, die andere von einem ältlichen Professor, der einer Studentin nachstellt. Dann gibt's noch ein paar Nebenstränge mit Ethno-Touch. Logisch, man sieht viel von Paris. Gefallen finden bei mir in französischen Filmen meistens auch die gezeigten Pariser Wohnungen. Und Juliette Binoche.

Dennoch, in den Kritiken, z.B. bei filmstarts, ist der Film besser weggekommen als bei mir.

Sonntag, 20. Juli 2008

Wanderung im Kölner Norden

Das Wetter versprach, nicht ohne Regen auszukommen. Ich blieb daher in Köln, wanderte aber dennoch. Immerhin rund 12 km von Worringen über Langel und Rheinkassel nach Merkenich - alles Kölner Stadtteile, eingemeindete Dörfer sozusagen, die am Rhein liegen.

Worringen

>Die Tour startete an der S-Bahn-Haltestelle Köln- Worringen. In Köln-Worringen gibts noch einige alte Häuser, Kirchen und Höfe. Der Ort wirkt altertümlich.<

Irgendwie kommt mir diese Gegend immer reichlich abgelegen vor. In Euskirchen würde ich mich eher in der Stadt fühlen als dort oben im Kölner Norden.

Blue Flower near Krebelshof

>Wegwarte nahe dem Krebelshof - dankenswerterweise bestimmt von der Waldläuferin.<


Cherry Tree Resin

>Harz an einem Kirschbaum - ich wurde Zeuge beginnender Bernstein-Entstehung<


Cat Worringen

>Cat in Worringen<


Kid Worringen

>Ziegen in der Rhein-Niederung östlich von Worringen<

Immer mal wieder tröpfelte es, als ich durch die Rheinauen marschierte.

River Rhine south of Worringen

>Am Rhein zwischen Worringen und Langel<


Flowers at River Rhine

>Gelbe Blumen zwischen dem Rhein-Schotter<


In Langel

>Alter, zu Eigentumswohnungen umgebauter Hof in Langel<


Landscape south of Rheinkassel

>Auen-Landschaft östlich von Rheinkassel - Wetterprobleme kündigten sich hier an<

Richtig ungemütlich wurde es aber erst, als ich schon in Merkenich war.

In Merkenich

>In Köln-Merkenich - Hauptstraße mit Blick Richtung Heizkraftwerk<

Merkenich hat zum Glück eine Straßenbahn-Haltestelle. Endstation der Linie '16' - mit ihr kam ich praktisch vor meine Haustür.

Samstag, 19. Juli 2008

DVD-Tipps (15/08)

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Michelangelo Antonioni's Filme kenne ich nur von DVD. Habe jetzt mit “Zabriskie Point” (1970) mal wieder einen gesehen. Ein sonderbar artifiziell-surrealer Film. Anfangs ist er noch einigermaßen normal, schildert am Beispiel einer studentischen Gruppe die Studentenunruhen in Los Angeles um 1968. Die Polizei kommt hier ganz schlecht weg. Später klaut einer der Studenten (Mark Frechette) ein Flugzeug, fliegt hinaus in die Wüste, baggert dort (per Flugzeug) ein Mädchen (Daria Halprin) an, das mit einem alten Auto unterwegs ist.

Am “Zabriskie Point” kommt es zu einer langen surrealen Liebesszene zwischen den beiden, später bemalen sie das Flugzeug und trennen sich dann. Während der Student bei seiner Rückkehr auf dem Flugplatz erschossen wird, fährt das Mädchen zu einer Konferenz weiter. Zu Musik von Pink Floyd sieht man im Film das Wüstenhotel, in dem die Konferenz stattfindet, mehrfach explodieren.

Den Film kann man gut ansehen, man sieht schöne Bilder aus den Weiten der westlichen USA, hört “antike” Musik, sieht alte Karossen, aber die surrealen Szenen wirken heute -auf mich- doch etwas langatmig oder überzogen. Der Film ist vermutlich als Zeitdokument bedeutend, aber als einer der besten Filme aller Zeiten -wie die Kabel-Eins-Edition suggeriert- möchte ich ihn nicht einstufen. Mehr zum Film könnt ihr z.B. bei der filmzentrale nachlesen.

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Über Jonathan Demme's Film “Das Schweigen der Lämmer” (1990) brauche ich wohl nicht allzu viel zu sagen - den kennt wohl fast jeder. Seither muss sich wohl auch jeder Serienkiller-Krimi hinsichtlich intelligentem Aufbau und Spannung an diesem Meisterwerk messen lassen.

Im Film sieht man die noch relativ junge Jodie Foster, wie sie das Vertrauen eines Serienmörders zu suchen beginnt, um einen anderen Serienmörder zu schnappen. Ich stehe gar nicht mal auf Psychopathen-Filme - aber guter Film ist eben guter Film.

Damals sah ich ihn im Kino - es ist immer wieder erstaunlich, wieviel man vergisst. Eigentlich behält man nach so langer Zeit nur ein paar verschwommene Szenen. Mehr zu diesem vielfach preisgekrönten Film könnt ihr z.B. bei filmstarts nachlesen.

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David Cronenberg's der Phantastik oder der zukunftsnahen Science Fiction zuzuordnende Film “eXistenZ” (1999) sah ich auch schon damals im Kino und fand ihn spitzenmäßig. Jetzt auf DVD angesehen, finde ich immer noch, dass eine organisch-eklige morbid-erotische Faszination von dem Film ausgeht, wobei die erotische Komponente von Hauptdarstellerin Jennifer Jason Leigh in der Rolle der Spieledesignerin ausgeht.

Hier wird in der Eingangssequenz einigen Freiwilligen ein virtuelles Computerspiel vorgestellt, wobei die Protagonistin bereits in dieser Sequenz von einem Attentäter mit einer merkwürdigen Knochenpistole angeschossen wird. Panik bricht aus, alle flüchten.

Danach verschwimmen die Realitätsebenen. Der Film spielt dann weitgehend auf einer Farm, in der mutierte glitschige Tiere gezüchtet und zerlegt werden, um bestimmte Teile (Innereien) für den Bau der organisch-lebendigen Spielekonsolen zu gewinnen.

Nach so tollen Filmen wie “Die Fliege” (1986) oder “Naked Lunch” (1991) war das nicht Cronerberg's erstes Meisterwerk! Mehr über eXistenZ könnt ihr z.B. bei davidcronenberg oder morgenwelt nachlesen.

Portishead's Third

Damals, 1997, entdeckte ich Portishead. Die damals zweite CD von ihnen gefiel mir direkt. Danach - Stille. Vermutlich haben sie so viel Heu mit ihren zwei Platten gemacht, dass sie sich 10 Jahre an Indonesien's Stränden erholen konnten - nein, ein Scherz, Näheres könnt ihr bei now-on nachlesen.

Dann die große Überraschung Ende April - “Third”, ihre neue CD. Überall wurde darüber berichtet, auch hier in twoday.net. Und zwar auch deshalb, weil die CD erneut für ein beachtliches Werk gehalten wurde und Portishead ihren Stil nicht einfach kopiert haben. Dieser Meinung kann ich mich anschliessen.



>Portishead mit "Threads", Brüssel, Mai 2008, hochgeladen von CRAZYBITCH1975<

Zu echter Größe läuft die Platte nach meiner Meinung erst gegen Ende auf; denn hier verschmilzt der TripHop in den längeren Stücken “Small” und “Threads” mit Strukturen, die ganz deutlich dem Kraut- und Progressivrock entlehnt sind. Und immer wieder die zerbrechliche und klagende Stimme von Beth Gibbons, die auch mir Schauer über den Rücken laufen lassen kann. Einfach kultig!!

Jetzt dauert's vermutlich wieder 10 Jahre - also hört euch vielleicht auch noch mal "Small" an.

Und ich habe das Konzert hier im Palladium im April verpasst - einfach tragisch!

Freitag, 18. Juli 2008

PC-Kenntnisse mangelhaft

Mannomann, machmal vergesse ich die grundlegendsten Kenntnisse zum Betrieb meines PC!

Da habe ich eben auf Grund diverser Meldungen “Zone Alarm” aus dem Internet neu installiert, den Computer wieder neu gestartet und konnte dann die Internet-Verbindung nicht aufbauen.

Nach diversen Versuchen installierte ich dann auch die DSL-Verbindung unter Schwierigkeiten neu, weil ich erst die Installations-CD und mein Password suchen musste, und nachdem es die Verbindung dann immer noch nicht tat, fiel mir ein, dass ich bei Zone Alarm die “Sicherheit für die Internetzone” auf “mittel” runterfahren muss.

Der Tag wird kommen, da blicke ich gar nicht mehr durch....

Mittwoch, 16. Juli 2008

Der Weg nach Hause

Nehmen wir mal den Schnurstracks-Weg “Büro - Wohnung”, ist das simpel: zu Fuß zur Haltestelle Hansaring, dann mit der Bahn zur Haltestelle Chlodwigplatz und nochmal ca. 70 m Fußweg. Normalerweise passiert das aber eher selten so, weil ich z.B. unterwegs einkaufe.

Heute kam ich also wieder an der Agneskirche vorbei und sah dort drin zahlreiche junge Leute mit Instrumenten. Neugierig wie ich bin, ging ich rein (drin war ich wohl noch nie) und lauschte dem sich aufbauenden Orchester mit Chor - so ca. 120 Leute. Nach der dissonaten Einstimmphase spielten sie wohl Verdi.

Agneskirche

>Heute Abend in der Agneskirche, Köln-City-Nord<

So ein knappes Stündchen habe ich es da ausgehalten. Es war mal ganz interessant, das zu beobachten, aber “Verdi” (wenn es denn “Verdi” war) wird mich wohl nie begeistern können. Das war jedenfalls nur Probe, denn morgen ist das eigentliche Konzert:

Agneskirche Enlisting

Auf dem Rückweg in der Bahn über das Gesehene und Gehörte sinnierend, vergaß ich dann wieder mal, an der Haltestelle Eifelstraße auszusteigen. Die Bahn bog also mit mir rechts nach Zollstock ab, und ich marschierte dann den Umweg durch den Volksgarten zurück nach Hause - kann vorkommen, das war kein Einzelfall.

Volksgarten Planetree Batbox

>Platane mit Fledermauskasten, Volksgarten, Köln-City- Süd<

Im Volksgarten stehen noch ein paar ziemlich alte Platanen, Kastanien und Eichen. An manchen dieser mächtigen Bäumen sind Fledermauskästen angebracht - ich sah aber keine, gegen 20 Uhr ist es noch etwas zu früh dafür.

Dienstag, 15. Juli 2008

Harrison's Nova

Nach “Licht” legte der britische SF-Autor M. John Harrison mit “Nova” (engl. Nova Swing, 2006) einen zweiten Teil seiner am Rande des Kefahuchi-Traktes spielenden Sci-Fi-Saga vor - er wurde als bester Roman des Jahres mit dem Arthur C. Clarke Award und dem Philip K. Dick Award ausgezeichnet.

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Dieses Buch spielt auf einem fernen Planeten in einer Stadt namens Saudade, gelegen am Meer und am Rande eines “Ereignisgebietes”, in dem nichts mehr stimmt, sich Zeit, Ort, Physik und Jahreszeit permanent ändern, seltsame Artefakte mit geheimnisvollen Eigenschaften und Ruinen liegen. Im Morgengrauen ziehen Tausende von Katzen aus Saudade in die Zone, abends kehren sie zurück. Und was machen sie da? Keiner weiss es, still sitzen sie in den Ruinen und gucken immer weg.

Erzählt wird die Geschichte eines einfachen Artefakten- Schmugglers, seiner Freunde und des Fahnders, der ihn wegen dieses illegalen Tuns dingfest machen will. Viele Szenen spielen im Umfeld einiger Kneipen und Bars. Und weil dem so ist, sollte sich der Leser auch nicht freuen, hier die Lösung großer Geheimnisse präsentiert zu bekommen - das passiert nicht, denn die Protagonisten der Geschichte blicken selbst nicht durch.

Wem so ein Ereignisgebiet vage bekannt vorkommt, sei auf den berühmten russischen SF-Roman “Picknick am Wegesrand” (1972) der Brüder Arkadi & Boris Strugatzki verwiesen. Hier besuchen Aliens die Erde, aber die Menschen bekommen das nicht mit, sondern finden nur die merkwürdigen und gefährlichen Abfälle ihres Picknicks in dieser “Ereigniszone”, die keinen erklärbaren physikalischen Gesetzmäßigkeiten mehr gehorcht. M. John Harrison kannte dieses Buch.

Im Ergebnis fand ich, dass das Buch genauso rätselhaft und toll geschrieben ist wie der erste Teil. Eine interessante Buchkritik könnt ihr bei phantastik-couch nachlesen.

Sonntag, 13. Juli 2008

Wanderung Remagen - Leubsdorf

Das war heute wieder mal nicht so besonders toll. Schuld hatte die Bahn. Eigentlich wollte ich nach Sinzig fahren, aber das Chaos auf dieser Strecke bewog mich dann doch dazu, den Plan zu ändern, in Bonn in einen Intercity zu wechseln und beim nächsten Halt in Remagen auszusteigen.

Remagen Ruins of Church

>Lovecraft'sche Kirchenruine in Remagen - merkwürdig, verrammelte und zugewachsene Kirchenruinen sind sehr selten in West-Deutschland<

Ich marschierte dann von Remagen rheinnah nach Kripp und setzte dort mit der Fähre nach Linz über.

Bridge of Remagen, Erpeler Ley

>Irgendwie gefiel mir das Bild. Es zeigt die US-Fahne auf einem Pfeiler der Brücke von Remagen und im Hintergrund auf der anderen Rheinseite das Kreuz auf der Erpeler Ley<


Insects on Flower near Kripp

>Insekten auf einer Pflanze nahe Kripp<


Fruit Trees near Kripp

>Alte Obstbäume zwischen Remagen und Kripp<


View to Linz

>Die Autofähre nach Linz<


In Linz

>Haus in Linz<

In Linz ging ich südlich am Kaiserberg vorbei und dann ein steiles bewaldetes Tal hoch. Oben suchte ich entlang ehemaliger Basaltgruben den Weg nach Dattenberg.

Dattenberg Mine

>Die ehemaligen Basaltgruben bei Dattenberg befinden sich in Rekultivierung<


Dattenberg Flower Mine

>Platterbse (sagt die Waldläuferin), photographiert im Rekultivierungsgelände, Dattenberg<


In Dattenberg

>Wegekreuz in Dattenberg<

Von Dattenberg kann man wieder runter zum Rhein nach Leubsdorf laufen.

Sparrow in Leubsdorf

>In Leubsdorf flogen viele Sperlinge herum - in Köln sind diese Vögel nach meinem Eindruck praktisch ausgestorben<

Immerhin war von Leubsdorf aus der Bahnverkehr zurück nach Köln normal.

Das war nur nur eine kurze Tour von 7 - 8 km ohne besondere Highlights.

Gefangen in Köln 2.0

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Kommunikation

Selbst ohne Substanzen
... sah ich eine Vielzahl von Liebespaaren in den Wüstendünen...
Treibgut - Mo, 21. Jul, 23:59
Gelbe Blume
Das glaube ich eher nicht, weil das kleine, um 10 cm...
Treibgut - Mo, 21. Jul, 23:33
Oh,
... hier spricht die Krimi-Expertin! Ich nehme an,...
Treibgut - Mo, 21. Jul, 23:11
Gelbe Blume...
...scheint Weinraute zu sein.
kapuziner - Mo, 21. Jul, 16:53
"zabriskie point" habe...
"zabriskie point" habe ich geliebt als jugendliche...
silmanja - Mo, 21. Jul, 14:16
eXistenZ is, meiner Meinung...
eXistenZ is, meiner Meinung nach, ein grandioser Sci-Fi-Thriller....
Master-Evil - Mo, 21. Jul, 13:29
Blume
Die blaue Blume ist die Wegwarte. Sehr schöne...
Waldlaeuferin - Mo, 21. Jul, 13:07
"Das Schweigen der Lämmer"...
"Das Schweigen der Lämmer" schuf ein neues Thrillergenre,...
Trick_17 - So, 20. Jul, 12:04

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