Mittwoch, 16. Mai 2012
Montag, 14. Mai 2012
Wanderung Rheinbach – Tomburg - Todenfeld
Gestern. Heiter bis wolkig, aber ziemlich kühl. Ich fuhr mit der Bahn nach Rheinbach, um die Tomburg anzupeilen. Ich ging am Waldrand lang. Man ist hier am Fuße der Eifel.

>Landschaft und Hof südöstlich von Rheinbach<

>Nahe Wormersdorf: ein Girlitz (nehme ich an) und eine Katze<

Die Tomburg selbst liegt auf einem Hügel, einer Basaltkuppe und bietet weite Sicht in die Niederrheinische Bucht und bis hin zum Siebengebirge – geeignete Verhältnisse für eine Raubritterburg. Die bereits im 15. Jahrhundert zerstörte Burg ist ein beliebtes Ausflugsziel für Familien mit Kindern.

>Tomburg<


>Blick vom Basaltkegel der Tomburg<
Von der Burg aus führte eine längere Strecke durch Wald bis ins immerhin 380 m hoch gelegene Todenfeld. Viel zu sehen gibt es hier nicht, aber sie haben immerhin noch eine erhaltene Trafostation mit Anbau.

>Trafostation Todenfeld<
Ich ging dann weiter nach Neukirchen und Irlenbusch. Am Schnellekesbachtal zeigt meine über 20 Jahre alte Karte ca. 30 hintereinander liegende Teichanlagen. Aber nur die beiden obersten waren noch in Funtion, tiefere Becken versumpft und verlandet, die untersten gar nicht mehr erkennbar.
Von Irlenbusch aus sah ich in der Ferne eine exponierte Trafostation auf der Feldflur – da musste ich natürlich auch noch hin.

>Die Leitungen der “Groß-Schlebach” genannten Trafostation verbinden die 3 Dörfer Krahforst, Schlebach und Merzbach. Nun ja, ich habe sie hiermit für die Nachwelt festgehalten; ich denke, ihre Tage sind gezählt, auch wenn sie jetzt noch voll funktionsfähig ist.<


>Blick Richtung Groß-Schlebach<
Von Groß-Schlebach ging ich zurück. Man passiert einen abwärts führenden Waldgürtel, der runter nach Rheinbach führt. Wieder aß ich dort ein Eis, Malaga – Grüner Apfel – Zitrone. Es war mit ca. 21 km Länge und ca. 200 m Höhenunterschied eine relativ anstrengende Tour.
Sonntag, 13. Mai 2012
Anis
Gestern waren wir im vertrauten Kreis wieder mal im Anis. Es gab wieder die leckere Anis-Möhren-Suppe, und auch meine kreolische Reispfanne mit Gemüse und Mandeln schmeckte lecker.

>Im Anis, Köln-Ehrenfeld und mit dem Blogautor rechts im Bild.<
NRW
Samstag, 12. Mai 2012
Clematis
Seit Anfang Mai blüht auch die Clematis auf meinem Balkon - sie hat es glücklicherweise über den Winter geschafft.

>Clematis<
Im Kino – Medianeras und andere Filme

Gustavo Taretto's Debut-Film Medianeras spielt in Buenos Aires. Er handelt von der chaotischen Architektur in der Stadt und vom anonymen Leben, in dem Singles nicht zueinander finden. Im Mittelpunkt stehen dabei ein Webdesigner und eine Architektin, die als Schaufensterdekorateurin arbeitet, beide in ihren kleinen Wohnungen in Sichtweite zueinander lebend und lange nicht zusammenfindend, während sich ansonsten Möglichkeiten zum Sex für beide schon irgendwie ergeben.
Fast logisch also, dass mir der Film – als Großstädter - gefallen hat, wenn das so einfach wäre. Aber der Film, mal etwas melancholisch, mal etwas witzig, gespickt mit inspirierenden oder skurrilen Weisheiten, meist die in den Wohnungen oder im nahen Umfeld herumbröselnden ProtagonIstinnen beobachtend, gefiel mir wirklich, auch visuell, zumal man viel von der Stadt sieht.
Kino-zeit beschreibt den Film als “eine poetische Reflexion nicht nur über Architektur und Schönheit, sondern über das Leben und das Lieben in der Großstadt”.

Valérie Donzelli's Film Das Leben gehört uns handelt von einem jungen lebenslustigen Ehepaar in Paris, dessen Leben langsam aber sicher aus dem Ruder läuft, als bei ihrem Kind ein Gehirntumor festgestellt wird. Alles geht flöten, die Lebensfreude, die Eigentumswohnung, weil die Krankenhausrechnungen hoch sind etc., aber sie halten zu ihrem Kind. Der Film kann stilistisch und schauspielerisch überzeugen, hat auch einen guten Soundtrack.
Trotz des schwierigen Themas kann man nicht sagen, dass es ein deprimierender Film ist. Der spiegel meint denn auch: “in wohl keinem anderen Land gelingt es Regisseuren so häufig, einen zunächst banal und schwülstig anmutenden Stoff so vielschichtig und trotzdem lebensbejahend umzusetzen”.

Ebenfalls weitgehend gelungen ist Gary Ross' Science Fiction Die Tribute von Panem – The Hunger Games, erster verfilmter Teil einer Roman-Trilogie der US-Autorin Suzanne Collins, die eher im Jugend- und Fantasy-Sektor zu verorten ist. Hier schicken 12 Distrikte eines zukünftigen Reiches zwangsweise jeweils eine männliche und eine weibliche ProtagonIstin einmal jährlich zu den Überlebenskampfspielen in eine riesige Naturarena, und nur eine Person darf überleben. Die Story ist an sich nicht neu, schliesslich gab es schon das Amphitheater bei den Römern und bereits 1975 den Science Fiction “Rollerball” im Kino.
Alles wird medienwirksam live ausgeschlachtet, versteckte Cameras sind überall dabei. Die ProtagonIsten werden in die Hauptstadt gebracht, eingeführt, ausgebildet, müssen TV-Shows überstehen und für sich werben, dann werden sie auf einer Wiese in einem dichten Wald ausgesetzt und müssen gegeneinander kämpfen, wobei die Kampfszenen an sich nur einen minimalen Anteil am Film haben.
Das Ganze erinnert – obgleich auf die Spitze getrieben - schon frappierend an die mediengerechte TV-Aufbereitung von Reality-Shows und anderen Großereignissen wie Fußballspielen in unserer Gegenwart – nur mit dem Unterschied, dass es bei uns noooch nicht um Leben und Tod geht.
Insgesamt kann der Film überzeugen, auch wenn er einen Hauch zu melodramatisch in Szene gesetzt ist.
Lt. kino-zeit ist es “auf jeden Fall kein typischer Blockbuster, dafür ist die Geschichte zu düster, zu unerbittlich und zu konsequent”. Ob sie düster oder konsequent ist, darüber kann man allerdings streiten.
Prognose/Wertung: Filme noch mal ansehen?
Medianeras: ja, wahrscheinlich.
Das Leben gehört uns: ist nicht gänzlich auszuschliessen.
Die Tribute von Panem: ja, vielleicht.
Mittwoch, 9. Mai 2012
Ersparnisse
Früher, sagen wir mal vor 3, 4 Jahren noch, habe ich gedacht, auch im Rentenalter vermutlich finanziell noch gut durchkommen zu können. Aber das Bild hat - bedingt durch die Finanzkrise - Risse bekommen. Ich musste Verluste hinnehmen.
Vorgestern wurde dann die Liquidierung eines großen Immobilienfonds beschlossen. Die Anteilsinhaber sollten entscheiden. Ich wusste nicht so recht im Vorfeld, was ich tun sollte und hatte dann sozusagen als Kompromiß beschlossen, 50 % meiner Anteile - mit Verlust - abzustoßen. Andere dachten ähnlich, der Fonds war als Folge davon nicht zahlungsfähig, der Auftrag wurde nicht ausgeführt und die notwendige Liquidierung des Fonds damit entschieden. Insoweit trage ich etwas Mitschuld - gut, aber bei den 6 Mrd. an angeblichem Immobilienwert nur einen kaum mit der Lupe zu erkennenden Anteil an Mitschuld.
Jedenfalls ist zu befürchten, dass mich die Liquidierung Tausende kosten wird. In 5 Jahren erzähle ich es euch, denn vorher dürfte keine Klarheit bestehen (bzw. offenbart werden).
Scheint Quatsch zu sein, was ich manchmal so treibe, bei Anderen ist das Geld auch weg, aber sie haben sich wenigstens schicke Autos gekauft.
Es lärmt ...
... mal wieder. Diesmal vom Nachbarhaus her - und vorzugsweise in den Morgenstunden, wenn ich doch noch seelig schlummern will.

>Sanierung, Köln-Südstadt<
Samstag, 5. Mai 2012
Die bösen Zecken … und die erste geplante Kurzreise

Hier berichtete ich über das Zeckenproblem, dem irgendwie begegnet werden muss. Also kaufte ich heute ein Anti-Mücken- und -Zeckenspray und eine Zeckenkarte zum Entfernen dieser Tierchen. DM hat so nützliche Sachen.
Demnächst, wenn der nächste Mai-Feiertag ansteht, plane ich, mal etwas weiter südlich von meinem üblichen Wandergebiet zu wandern. Das macht ein paar Übernachtungen notwendig. Habe zu diesem Zweck für ein paar Tage ein Zimmerchen in Landau/Pfalz reserviert/gemietet (?). Das war eine Riesenaktion, überhaupt etwas zu finden, habe bestimmt 10 Tage lang immer wieder mal vergeblich im Internet geforscht.
Landau ist – für mich ohne Auto - deshalb gut, weil es ein kleiner Bahnknotenpunkt ist. Entlang der Bahnlinien nach Pirmasens, Neustadt a.d. Weinstraße und Bad Bergzabern gibt es diverse Möglichkeiten auszusteigen und loszuwandern.

Bild in groß.
>Auszug aus einem uralten Atlas: Keinen Fuß habe ich bisher jemals in diese Gegend gesetzt.<
Die Zecken indes sind nicht doof, beissen gern dort, wo man sie nicht sieht oder gar nicht ran kommt. Von daher ist die Zeckenkarte nur so eine Art Beruhigungs- und Notmittel. Besser ist schon, gar nicht gebissen zu werden.
Ach ja, das Wetter sollte besser sein als heute, sonst kann ich nur Museen angucken.
Eine irre Show

Dieser Band 59 der besten Stories aus dem Magazine of Fantasy and Science Fiction, der hierzulande 1981 erschien, enthält 7 Geschichten diverser AutorInnen. Es ist ein recht guter Band. Am besten gefielen mir Stephen R. Donaldson's Story “Es war einmal ein Tier” und Phyllis Eisenstein's Story “Antwort auf deinen Ruf”.
Letztere handelt von einem Schriftsteller, der Besuch von einer Protagonstin aus seinen Romanen erhält und diese, die vorgibt, von einer anderen Welt und aus der Zukunft zu kommen, für verrückt hält. Sie erschiesst ihn, um in ihre Welt zurückkehren zu können.
“Es war einmal ein Tier” handelt von einem Mann, der zu einem Einhorn mutiert. Langsam wächst ein Horn ...
Mittwoch, 2. Mai 2012
Wanderung Odendorf – Miel - Rheinbach
Gestern. Erst nachmittags klarte es auf, nachdem nachts auch ein schweres Gewitter über Köln nieder ging. Ich machte mich auch erst am Nachmittag auf den Weg, und das Wetter wurde dann auch recht schön mit vielleicht 23 Grad im Schatten und viel Sonne.
In dieser von mir in letzter Zeit eher selten besuchten flachen Bördengegend gab es noch ein paar Dörfer nördlich des Bahnhofs Odendorf, in denen ich mutmaßlich noch niemals gewesen bin. Zunächst kam ich nach Essig.

Bild in groß.
>Fabrikgebäude oder Scheune (?) in Essig<
Von dort ging es denn weiter nach Ludendorf, in dem es – neben der Kirche – noch eine ganze Reihe alter schmuckloser Hofgebäude und Scheunen gab.

>Kirche in Ludendorf<

>Reitergruppe westlich von Miel<
Weiter ging es nach Miel. Dort gibt es ein Schloss mit einem großen stattlichen alten Park, der heute zu einem Golfplatz hergerichtet ist. In der Kernzone gibt es noch ursprünglichen Wald. Die Anlage macht schon was her (wenn ich Golfspieler wäre, dann …).

>Schloss Miel, heute Golfclub<

>Pferde nahe Miel<
Weiter ging es über die Felder nach Niederdrees und Oberdrees.

>Der Weg nach Niederdrees. Im Hintergrund sieht man die Ruine Tomburg. Da war ich auch schon sehr lange nicht mehr.<

Bild in groß.
>Scheue Katze in Niederdrees<

Bild in groß.
>Trafostation Oberdrees, auch ein relativ beeindruckendes und schützenswertes Ensemble mit Bildstock und neuer Trafostation daneben. Leider im Gegenlicht.<

>Fachwerkhäuser oben, einsturzgefährdete Hofruine unten in Oberdrees<

Von Oberdrees ging's über die Felder nach Rheinbach. Hier kaufte ich ein Pistazien - Grüner Apfel – Zitronen-Eis und fuhr mit der Bahn über Bonn nach Köln zurück. Und ausnahmsweise hatte ich zu Hause im Kühlschrank erstmals seit Jahren eine Dose Bier stehen, die ich zur Erholung von der 13 – 14 km langen Tour noch auf dem Balkon trinken konnte.
Blood Ceremony (II)
Meist noch in kleinen Clubs präsentieren die kanadischen Blood Ceremony ihren 70er-Jahre-Hardrock im Black-Sabbath-Stil. Heute nennt man das anscheinend DoomMetal.
>Blood Ceremony live mit “Master of Confusion” von ihrem Debut-Album, hochgeladen von Iogrusso<
Ihr im Jahr 2008 erschienenes unbetiteltes Debut-Album lobte musikreviews als beeindruckendes Debüt, das “den staubtrockenen, knorrigen Gitarrensound des altehrwürdigen Doom Rocks mit dem belebenden Element exaltierten Flötenspiels und den analogen Hammond-Soundwällen des alten Prog Rocks” vereint. Das kann mir schon gefallen, erinnert mich diffus an früher, nur wird sich noch zeigen, ob die Band auch mittelfristig Entwicklungspotenzial nutzen kann.



















