Sonntag, 30. April 2017

In Krakau

Villa Maria, Krakow, 30 €/Nacht mit Frühstück.

2 Std. 15 min. braucht der Zug von Katowice nach Krakow. Dabei sind es nur ca. 70 Bahnkilometer. Aber der Zug schleicht dahin und hält überall. Der Vorteil, er hielt auch nahe der Villa, denn diese liegt 3 km von der Altstadt entfernt. Die Möglichkeiten waren einfach begrenzt, am Vortag ein günstiges Zimmer zu mieten, zumal morgen ja auch noch ein Feiertag ist. Aber es ist nicht so wichtig, man kommt mit der Straßenbahn schnell in die Stadt.

Die Stadt ist voller Touristen - und es war ein schöner Tag.



>Massentourismus - und das schon im April<






Am zentralen Markt war die Gegend mit schäbigen Großzelten und allerlei Werbung verschandelt, Lautsprecherlaerm tat das übrige dazu, den Ort zu verlassen. Aber am nächsten Tag war es besser:



Ich ging dann zum Wavelberg, Schloss und Kathedrale gelten als bedeutendstes Bau-Ensemble Polens, das hier über der Weichsel thront.



>Blick Richtung Schloss und Kirche auf dem Wawelsberg, unten auf dem Weg hoch<



Von innen habe ich nur den archäologischen Bereich gesehen, und ich war auf dem Sigimundsturm - ansonsten lange Schlangen, falls man überhaupt rein kommt (die Tickets könnten ausgebucht sein).



>Blick vom Sigimundsturm auf das Schloss- und Kirchen-Ensemble (Wawel)<

Unten am Fuß der Anlage an der Weichsel war auch viel los. Ich kaufte vom Grill eine Krakauer, was denn sonst?? Und Bigos.



Und setzte mich auf die Stufen, die mancherorts zum Fluss runter führen. Schöne Plätze in der Frühlingssonne sind das.



Es gibt noch viele weitere Orte in der Stadt, die sehenswert sind, z.B. die Barbakane:



Dort, wo früher die Stadtmauer verlief, umgibt jetzt ein Grünstreifen mit alten Bäumen die Altstadt. Dort kann man auch gut herumflanieren, zumal es Ausblick auf oft imposante Gebäude gibt.



>Im Grünstreifen der Stadtmauer<



Der zweite Tag hier war ein ziemlicher Flopp. Ich war in Auschwitz (Oswiecim). Ein schrottiger Bummelzug fährt dahin. Hat man die Trödelfahrt in die Pampa nach 2 Stunden überlebt, muss man noch ca. 2 km zu Fuß laufen oder auf einen Bus warten. Die Infos vor Ort am Bahnhof sind eher nicht durchschaubar, ich ging lieber zu Fuß, weiß der Teufel, wo die Busse hinfahren. Man kommt also an (nur dank meiner App, ausgeschildert ist der Weg nicht), dort ziemliches Chaos, noch nicht mal eine Kasse lässt sich ausmachen. Und der Infostand lässt verlautbaren, dass es keine Tickets mehr gibt. Na super, ich bin vorher noch nicht mal auf die Idee gekommen, dass das passieren könnte. Aber es war der immerhin der 1. Mai.



>Am Auschwitz-Museum, Oswiecim<

Mit dem selbigen Trödelzug fuhr ich dann zurück nach Krakau. Ich habe meinen Aufenthalt hier um einen Tag verlängert, aber habe morgen ziemlich sicher keine Lust, dort noch einmal vorbei zu schauen, denn ich muss noch Anderes anschauen, was ich gestern nicht auf dem Schirm hatte. Vermutlich sollte man den Auschwitz-Besuch im Übrigen organisiert machen, Tickets kann man schon in Krakau kaufen.

Im Fitagain-Cafe in Krakau tröstete ich mich mit einem leckeren Tortenstueck und Kaffee über das Drama hinweg, nachdem ich vorher schon unten an der Weichsel wieder eine Krakauer aß.

Samstag, 29. April 2017

Ein Ausflug nach Opole und Gliwice

Heute war das Wetter besser, mit Sonne und teilweise blauem Himmel. Ich kaufte ein Intercity-Ticket für das ca. 100 km nordwestlich von Kattowitz gelegene Opole (Oppeln). Man fährt raus aus der Industrieregion, quer durch das Oppelner Land mit seinen Feld- und Waldflaechen.

Oppeln ist vergleichsweise sehr lieblich-beschaulich, zwar ebenfalls Großstadt mit ihren 120.000 Einwohnern, wirkt aber nicht so.






Natürlich gibt es einen zentralen Platz mit Rathaus in der Mitte und ein paar Kirchen - das hat hier jede alte Stadt, die was auf sich hält.






>Am Kanal<

Die Stadt liegt an der Oder, und es gibt eine beschauliche Oder-Insel mit dem Piastenturm als Rest der alten Burg, aber auch großbuergerlichen Villen entlang diverser Straßen.



Schön ist auch der Weg an der Oder entlang:



>Blick auf die Oder. Bemerkenswert viel Treibgut führte sie mit sich, meist Holz.<



>Einen imposanten Wasserturm gibt's nahe dem Bahnhof in Opole auch. Nahebei liegt außerdem noch ein kleines, altes E-Werk, auch hübsch anzusehen.

Mit einem normalen Zug fuhr ich dann zurück. Der Zug endete in Gliwice (Gleiwitz) - und das gehört dann wieder zum Oberschlesischen Industrierevier. Gleiwitz hat knapp 185.000 Einwohner, wirkte am heutigen Samstag aber ziemlich unbelebt.

An der Straße vom Bahnhof zum zentralem Marktplatz mit dem Rathaus in der Mitte stehen zum Teil imposante alte Häuser, ansonsten ist nicht übermäßig viel dort zu sehen.



>Prachtbauten entlang der Straße zum Marktplatz in Gliwice, dort das Rathaus auf dem Platz.<



Die alten Gemäuer einer Drahtfabrik nahe dem Bahnhof an einem Kanal sind da schon interessanter:



Bekannt ist Gleiwitz jedoch noch eher in Zusammenhang mit dem Beginn des 2. Weltkrieges. Eine fingierte Meldung der SS kam von dem hiesigen Radiosender, 01.09.1939: "Achtung! Achtung! Hier ist Gleiwitz. Der Sender befindet sich in polnischer Hand". Das Morden konnte dann seinen Anfang nehmen. Der Radiosender steht irgendwo in der Pampa, ich war da nicht.

Mit einem weiteren Intercity fuhr ich zurück nach Kattowitz, denn nach/ab Gleiwitz fährt seit 2009 keine Straßenbahn mehr. Auf dieser Strecke sieht man noch so manche unerforschte Fabrikruine.

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