Sonntag, 28. Oktober 2012

Wetterumschwung auf Korfu (Kerkyra II)

Ich fröhne gerade (fast) dem süßen Müßiggang in Kerkyra.

Man glaubt es kaum, wer hätte das gedacht - eine Wetterlage wie im tropischen Bergregenwald! Heute Morgen, 09/30 Uhr, 24.9 Grad, 86 % Luftfeuchte. Tiefliegende Wolken flogen über den grauen Himmel. 24 Grad hatte es hier gestern noch um Mitternacht. Am gestrigen Morgen goß es sintflutartig, die Fahrzeuge stoben durch riesige Pfützen, starker Wind, auch Gewitter.

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>Gestern morgen gegen 09:30 Uhr; Blick vom Hotelzimmer.<

Heute ist es gemäßigter, aber am Nachmittag setzte dann eine Art Landregen ein.

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>In der Nähe meines Hotels - mehrere Cafes/Cafeterias/ Kafenias. Ich trank da in den letzten Tagen morgens erst einmal einen Double Greek Coffee.<

Nun, wenn Poseidon (?) das 30-jährige Oktober-Mittel von 146 mm Niederschlag (Köln hat nur 62) noch schaffen will, muss er sich wohl auch sputen.

Wandern ist hier nun vorbei, das macht aber auch nichts nach den 2 letzten, etwas längeren Wanderungen. Herumwandern strengt halt doch an, für andere gewünschte Aktivitäten, etwa Lesen, ist man dann schnell zu müde.

Gestern konnte ich auch etwas länger schlafen, heute theoretisch auch, aber ich schlief sehr unruhig, hatte auch Alpträume. Einige fiese Mückenstiche könnten damit auch zu tun haben, denn sie jucken häufiger. Überhaupt hatte ich Mücken gar nicht auf dem Schirm, obwohl ich wenigstens Autan dabei und es heute tatsächlich genutzt habe.

Die Mücken sind auch hier in der Stadt, beißen anscheinend auch schon mal tagsüber - und Internetcafés sind in dieser Hinsicht oft auch gefährliche Orte. Nicht gut, die Mücken können auch gefährliche Krankheiten übertragen. Fälle von West-Nil-Fieber gab es dieses Jahr auf Korfu und - nicht auf Korfu - ein gehäuftes Auftreten von Malaria-Infektionen in Griechenland.

Gestern realisierte ich mal wieder, dass mein alter USB-Card-Reader keine neuen SD-Card-Formate lesen kann. Ich schaffte es aber bemerkenswert schnell, in einem kleinen Elektronikladen einen neuen USB-Card-Reader zu kaufen (der auch funktioniert!).

Gestern war ich auch noch am Leuchtturm auf dem anderen Fort an der Spitze der Halbinsel von Kerkyra.

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>Am Fort, Kerkyra<

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Ansonsten hat es seinen Reiz, auch bei etwas Regen, dunklen Wolken und Wind durch die Altstadt Kerkyras zu schlendern. Besonders gestern war es leerer auf den Straßen, es gibt mehr Geräusche, etwa von schlagenden Fensterläden und die Stadt wirkt etwas geheimnisvoller, mitunter auch unheimlicher.

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>Gestern auf einer gewöhnlich deutlich belebteren Fußgängerpromenade. Links unter den Arkaden sind nämlich Cafés.<


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>Antennenwald, Graffiti in Kerkyra<

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>Katzen in Kerkyra - abends sieht man allerdings noch mehr<

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Heute war allerdings mehr los in der Stadt - was genau der Anlass war, weiss ich allerdings nicht. Blasmusik-Kapellen zogen durch die Stadt.

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>Blaskapellen in der Stadt<

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Es gab auch Zeremonien mit religiösen und politischen Würdenträgern, Kranzniederlegungen vor einem Denkmal, eine Wachtruppe mit Gewehr und Bajonett dazu, auch lautstärkere Proteste von Demonstranten, die von behelmter Polizei abgeschirmt wurden.

Auf die Schiffe kann man auch mal wieder einen Blick werden:

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>Die ganz großen Schiffe können nicht direkt vor meinem Hotel ankern, dafür gibt es eine Tiefwasserpier. Wen's interessiert: hier sieht man die "MSC Armonia" und die "Crystal Serenity", beide über 250 m lang. Auschnittsvergrößerungen von meinen Photos machen die Identifikation möglich - und im Internet findet man dann die Schiffe mit Größenangaben etc.<

Erwähnen muss ich auch noch, dass der Tabak in Griechenland sehr teuer ist (25 g = 4.30 EUR). Dabei dachte ich bisher, insbesondere die Bürger in Deutschland werden von den Politikern ausgeplündert. Ich bin gar nicht auf den Gedanken gekommen, dass der Tabak hier teurer sein könnte - sonst hätte ich natürlich mehr mitgenommen.

Samstag, 27. Oktober 2012

Wanderung Lafki - Old Perithia - Acharavi

Nachdem ich vorgestern bestimmt 16 km gelaufen bin, empfand ich es fast als Zumutung, gestern auch wieder eine Tour machen zu muessen. Aber der Wetterbericht sagte mir, dass die Chance genutzt werden muss.

Nachdem der erste Ausflug nach Acharavi wegen des verpassten Busses nicht so gut gelang, funktionierte es gestern besser. Ich trank dann nach der anderthalbstuendigen Bustour in Acharavi auch nur schnell einen Capucchino und nahm dann ein Taxi nach Lafki. Das Dorf liegt 370 m hoch und die 10 EUR Taxikosten fuer die 5 km bergauf waren es im Ergebnis schon Wert.

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>Kirche von Lafki<

Von Lafki lief ich zunaechst bergauf und auch viel hoeher als erforderlich, weil ich einen falschen Abzweig erwischte. Meine Korfu-Karte M 1 : 50.000 ist leider nicht so gut, da fehlen auch schon mal 5 m breite Wege, was dann bei einer Gabelung ein Problem darstellen kann. Intuition hilft da leider auch nicht immer.

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>Oberhalb von Lafki, vorbei an einer Hofruine<

Ich fragte irgendwann jemand, verlor durch den falschen Weg eine Stunde, aber dann ging's weiter. Rinder versperrten manchmal den Weg, sie waren neugierig, aber Angsthasen.

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>Rinder auf dem Weg zwischen Lafki und Perithia<

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>Alter Kastanienbaum<

Das alte Perithia ist ein Dorf, dass vor einigen Jahrzehnten komplett aufgegeben wurde. Die meisten Haeuser sind immer noch Ruinen, aber das Dorf wurde vom Tourismus entdeckt, man baute auch eine Strasse dahin und seither sind wieder einige Haeuser bewohnt, und es ein paar Tavernen.

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>Bilder von Old Perithia<

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Die Bergkulisse mit Korfus hoechsten Berg im Hintergrund ist ansprechend (Pantokratoras, 901 m), zumal Wolken zeitweise den Gipfel verdeckten.

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>Bergkulisse Old Perithia<

Auf dem Weg runter Richtung Acharavi regnete es auch etwas, das erste Mal waehrend meiner Korfu-Tage. Die zum Teil vielen Wolken waren allerdings auch angenehm zum Wandern.

Der schmale Serpentinenweg runter bis Krinias war toll; ein alter, frueher beruechtigter Maultierpfad, weil manchmal voll beladene Maultiere in die Schlucht stuerzten.

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>Maultierpfad Perithia - Krinias<

Ab Krinias ging es dann ueberwiegend durch Olivenhaine runter nach Acharavi.

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>Landschaft oberhalb von Acharavi, unten Kaktus-Fruechte<

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Ich war dann sogar rechtzeitig in Acharavi, um noch den Bus zurueck nach Kerkyra um 17:20 Uhr zu bekommen. Andernfalls haette ich dort 3 Stunden auf den naechsten Bus warten muessen.

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>Kirche von Acharavi<

Eine Wanderung bei Kavos

Vorgestern. Ich entschied, im Atlantis-Hotel zu bleiben. Nachdem ich im Supermarkt eine 1,5-l-Flasche, 2 Erdbeer-Joghurt und eine Schokolade einkaufte, danach einen Capucchino am Busbahnhof trank, machte ich mich per Bus auf nach Kavos, nahe der Suedspitze Korfus.

Dort, zum Glueck am Ortsrand, machte sich Durchfall bei mir bemerkbar. Die 2 Joghurt, die ich am Strand verspeiste, vertrug ich anscheinend nicht, weil ich seit einer Woche keine solche Halbfluessignahrung zu mir genommen hatte. Dabei diente er genau der Diversifizierung meiner Nahrungsaufnahme. Nun gut, ich habe 2 Metifex-Tabletten geschluckt (selbstverstaendlich im Rucksack vorhanden) - und dann ging's weiter.

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>Kavos, am Meer<

Kavos ist offensichtlich ein Halligalli-Touristenort fuer juengeres Publikum - Bars, Pub's etc. reihen sich aneinander. Der Ort war komplett ausgestorben, nichts hatte geoeffnet.

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>Im ausgestorbenen Kavos<

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>Hotelruine, Kavos<

Auf dem leeren Strassen konnten Hunde fuer mich zu einem kleineren Problem werden (ich transportierte einen groesseren Stein in meiner Hosentasche).

Wie ich feststellte, konnte man von Kavos aus aber eine schoene Wanderung in die Gegend des Kaps machen.

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>Am Kap bei Arkoudila<

Oberhalb des Kliffs im Wald liegt die Ruine des Klosters von Arkoudila.

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>Klosterruine Arkoudila<

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Zuvor sah ich auf einer wilden Muellkippe noch die hintere Haelfte einer groesseren Schlange unter einem Muellhaufen verschwinden (leider kein Photo).

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Von der Klosterruine kann man dann runter zu einem 1 km langen Strand laufen - den hatte ich ganz fuer mich allein. Im Wanderfuehrer fanden allerdings die Felsen keine Erwaehnung, die mich dazu zwangen, Schuhe und Hose auszuziehen und sie im Meer zu umgehen, um weiterzukommen.

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>Dieser Fels blockiert den Weg am Strand lang<


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Nach dem Strand muss man das Kliff wieder hoch und kann spaeter einen schoenen Talweg wieder runter nach Kavos gehen. Man sah hier Ziegen, Huehner, Schafe, viele Olivenbaeume, aber auch Erdbeerbaeume.

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>Fruechte des Erdbeerbaums<


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>Im Tal nordoestlich von Kavos<

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>Alter Olivenbaum im Tal nordoestlich von Kavos<

Im ausgestorbenen Kavos war dann kein Taxi in Sicht und auch nicht zu erwarten - und stundenlang auf den Bus warten, wollte ich auch nicht. Ich ging dann die ueber 6 km nach Lefkimmi weiter, da ich auf dem Hinweg einige interessante Kirchen in Melikia, Potami und Lefkimmia sah. Ich haette aber wohl eine bessere Strecke waehlen sollen.

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>In Potami<

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>Kirche, griechische Trafostation in Potami<


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>In Lefkimmi<

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In Lefkimmi machte ich mir dann allerdings Sorgen, ob auch noch zeitnah ein Bus kommt, denn an der Haltestelle wies der Fahrplan unentzifferbare Hieroglyphen hinter den relevanten Zeiten aus (Wochentage?). Schliesslich kam aber ein Bus, zwar nicht um 17:20, aber immerhin um 18:00.

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