Samstag, 2. Juni 2012

Wanderung Gerolstein – Berlingen - Pelm (Vulkaneifel)

Letzter Montag. Ein schöner Tag. Auch dies wurde eine Wanderung in Rheinland-Pfalz, allerdings wieder mal in der Eifel. Gerolstein, da komme ich quasi umsonst mit dem Jobticket hin, aber seit ich es habe, war ich noch nicht da, denn es ist weit weg, mehr als anderthalb Stunden mit dem Zug. Ich erinnerte mich auch gar nicht mehr, dass in Gerolstein ebenfalls Felsen zu sehen sind, die Gerolsteiner Dolomiten genannt werden. Grau-weiss ist dieses Dolomitgestein.

Gerolstein

>Gerolstein<

Ich ging aber in Richtung Gees. Und zunächst zur Burgruine, die auf einem Sporn Gerolstein überragt. Viel ist von der Ruine nicht mehr übrig, aber man hat einen guten Blick auf Gerolstein.

Ruin Gerolstein

>Die Burg über Gerolstein<

Ruin Gerolstein

Über den 506 m hohen Heiligenstein, auf dessen Rücken auch Felsen im Wald versteckt sind, ging ich etwas in den Geeser Pelmer Wald rein.

Rocks Heiligenstein

>Felsen am Heiligenstein<

Ich kam zufällig zur ca. 200 Jahre alten Königsfichte, ein Baum mit 4 m Stammumfang und 45 m Höhe – aber auch große Fichten sind nicht besonders photogen.

Gees liegt sehr schön in einem Bachtal, zu sehen gibt es aber indes wenig im Ort.

Gees

>Gees<

Chicken Gees

Danach ging ich zu den Bergen Baarley und Geishecke hoch, ein sonniger, etwas schweisstreibender Anstieg. An der Baarley, einem alten Vulkan, dessen Rest Naturdenkmal ist, gibt es einen großen Steinbruch.

Baarley Volcano Pit

>Steinbruch, Baarley<

Wie man hier nachlesen kann, sind die Vulkane dieser Region generell vom Abbau bedroht.

Landscape Geishecke

>Landschaft an der Geishecke<

Über die Geishecke ging ich weiter nach Berlingen und dort ein Bachtal runter nach Pelm.

Landscape near Berlingen

>Landschaft südlich von Berlingen<


At Pelm

>Haus in Pelm<

Entlang der Bahnlinie und der Kyll führt hier ein Weg zurück nach Gerolstein. 15 - 16 km war die Tour lang.

Zwei kleine Weizenbier trank ich dort draussen vor einer Gaststätte, da ich lange auf den Zug zurück nach Köln warten musste. Jedenfalls gibt dort in der Gegend nach diverse andere Wandermöglichkeiten mit Vulkanen und Steinbrüchen, die ich im Sommer angehen sollte.

Karlsruhe, Mainz

News from the Past, 21. Mai. Auf dem Rückweg nach Köln schaute ich in Karlsruhe vorbei. Direkt am Bahnhof ist der Zoo. Drin war ich nicht, aber diesen komischen Vogel konnte man von aussen sehen:

Karlsruhe Zoo

>Karlsruhe, Zoo - vielleicht ein Marabu<

Auf dem Weg zum Schloss kommt man durch Viertel, die so ähnlich auch Köln aussehen können, z.B. in der Kölner Südstadt. Große rechteckige geschlossene Wohnbebauung entlang den Straßen, innen Innenhöfe, vor 100 Jahren gebaut oder so.

Karlsruhe

>In Karlsruhe<

Es folgt die City, die bei mir allerdings keinen besonders günstigen Eindruck hinterliess. Ausserdem gab es sehr viele große Baustellen. Aber hier wie auch andernorts, z.B. anfangs in Heidelberg, sah ich einen öffentlichen Bücherschrank, der aus Köln schon längst wieder verschwunden zu sein scheint. Eine große Ringstraße liess sich nur mit großem Umweg überqueren, zerschneidet die Stadt regelrecht. Ich stoppte bei einer Bäckerei, setzte mich mit Kaffee und Kuchen draussen hin.

Dann kommt das Schloss, pompös, umgeben von riesigen, eher langweiligen Parkanlagen. Absolutistischer Stil. Vom Schloss aus gingen die Straßen ursprünglich strahlenkranzartig in die damaligen Aussenviertel. Diese Art protzigen Schlösser mag ich nicht besonders.

Karlsruhe Schloss

>Karlsruhe, Schloss<

Viel mehr als 2 Stunden war ich nicht dort und nehme an, dass zu Karlsruhe noch interessantere Orte gehören, z.B. Durlach.

Ich fuhrt dann weiter nach Mannheim. Ein Blick aus dem Bahnhof zeigte mir nur Betonwüste, ein gestalterisches Desaster. Ich hatte keine Lust auf einen Bummel, der war auch gar nicht geplant, zumal ich nur eine Stunde Aufenthalt dort hatte. Mannheim, das ist die Stadt, wo den Stadtvätern bis heute keine gescheiten Straßennamen für den Innenstadtbereich eingefallen sind, da kann der Satiriker dann wohl auch keine gescheite Bahnhofsumfeldplanung erwarten.

Eine Currywurst aß ich im Bahnhof und fuhr weiter nach Mainz. Das Stadtbild gibt da schon mehr her. Am Rande der City liegt auf einem Hügel eine große Zitadelle. Da war ich zunächst, man hat Blick auf die Stadt.

Mainz

>Blick auf Mainz von der Zitadelle aus<

Dicke fette Mauern bewehren die Zitadelle, in deren innern alte sanierte Kasernengebäude liegen, in denen zum Teil heute die Stadtverwaltung etc. untergebracht sind.

Mainz Ztadelle

>Gebäude der Zitadelle, Mainz<

Mainz Ztadelle

Die Wälle und Mauern und sonstigen Festungsflächen sind zum Teil Park oder dicht zugewuchert.

Mainz Ztadelle

>Auf dem Zitadellengelände, Mainz<

Die Altstadt von Mainz um deren Dom herum ist recht hübsch mit alten Gebäuden und großen Plätzen.

Mainz

>In Mainz<

Mainz

Die 3 Stunden in Mainz konnte ich schon gut verbringen, ohne dass ich in einem Museum war etc. In der großen Kirche war ich aber drin.

Mainz

>In Mainz, Gebäude gegenüber dem Bahnhof mit Gastronomieangebot und Draussen-Sitz- Möglichkeiten<

Zuletzt trank ich in der Nähe des Bahnhofs noch draußen ein Weizenbier, denn auch dies war ein warmer Tag – und beendete meinen Landau-Trip dann abends in Köln.

Summa summarum war der Kurzurlaub nicht gerade billig. 6 Tage unterwegs, deutlich mehr als 500 € weg, davon allein 275 € Übernachtungs- und 145 € Zugfahrtkosten. An den Übernachtungskosten sollte ich zukünftig unbedingt sparen, die summieren sich bei 50 €/Nacht auf stattliche Beträge, wenn man sie auf einen 6-wöchigen Jahresurlaub bezieht.

Pfalz-Wanderung IV: Neustadt/Weinstraße – Kalmit – Hambacher Schloss - Maikammer

News from the Past. Mit dieser 4. Tour endet zwar noch nicht ganz die Berichterstattung, aber es war meine letzte Wanderung dieses Kurztrips “Pfälzer Wald”. Aus dem Reise-Tagebuch, 20.05.12:

Ich war weit besser in Form als am Vortag. Mit der Bahn fuhr ich nach Neustadt/Weinstraße, besichtigte erst einmal das Städtchen.

Neustadt/Weinstrasse

>Neustadt an der Weinstraße<

Ein paar alte Gässchen gibt es da, besonders am Rathausplatz ist es recht schön. Es wird dort aber auch viel gebaut in der Stadt, und Bausünden gibt es auch.

View to Hambach

>Blick vom Speierheld runter nach Hambach<

Eigentlich wollte ich von Neustadt durch den Wald zum Hambacher Schloss hoch gehen, aber dann realisierte ich im Wald, ganz gut in Form zu sein und stieg zunächst zum Kalmit, dem höchsten Berg des Pfälzer Waldes auf, immerhin von ca. 140 m NN auf 672 m NN. Das bereitete mir erstaunlicherweise auch gar keine Probleme.

Ich ging über das sog. Hohe-Loog-Haus (619 m NN), danach geht es aber zunächst wieder etwas runter, bis es zum Kalmit hoch geht.

Sowohl das Hohe-Loog-Haus als auch der Kalmit-Gipfel sind Orte mit Gastronomie, und im Übrigen recht nahe mit dem Auto anzufahren (sonst gäbe es da keine Gastronomie). Auf dem Kalmit geht's wie auf einer alpinen Hütte zu, die augenscheinlich fast nur zum Selbstkostenpreis betrieben wird. Keine Bedienung, nur für Selbstabholer. Ich kaufte eine Tasse Kaffee (1,50 €), ein Stück Käsekuchen und ein alkoholfreies Weizenbier. Voll war es, es war ja auch ein schöner Samstag.

Kalmit

>Blick vom Kalmit in Richtung Maikammer und Rheintalebene<

Auf dem Kalmit selbst hatte es aber nur 21 Grad, später unten in Edenkoben habe ich um 20 Uhr herum noch 26 Grad gemessen. Was die Sicht angeht, ist der Kalmit nicht erste Wahl. Man kann nur runter in die Rheinebene nach Diedesfeld und Maikammer schauen, die anderen Richtungen sind durch Bäume verstellt. Da war es auf dem Rehberg mit seinem Aussichtsturm (Tour I) schon besser.

Castle Hambach

>Blick vom Sühnekreuz auf das Hambacher Schloss und Diedesfeld<

Über das Sühnekreuz am mit Blockschutthalden übersäten Rittersberg lief ich runter zum Hambacher Schloss. Hier, 374 m hoch gelegen, gibt es eine bessere Sicht in die Rheinebene – vor allem kann man parallel zum Rheingraben gucken, sieht also die tektonisch bedingte Abbruchkante des Pfälzer Waldes.

View from  Castle Hambach

>Blick vom Hambacher Schloss. Unten sieht man den Abbruch des Pfälzer Waldes zur Rheintalebene.<

View from  Castle Hambach

Ich lief dann runter nach Maikammer. Dort war Jahrmarkt, aber sonst nicht so viel zu sehen. Ich genehmigte mir ein Softeis.

Castle Hambach

>Hambacher Schloß sowie Weinreben-Landschaft bei Maikammer<

Im direkt angrenzenden Ort Kirrweiler ist der Bahnhof.

Factory Kirrweiler

>Eine Fabrik in Kirrweiler. Die vermutlich ehemaligen Arbeiterwohnungen machen das Gebäude-Ensemble interessant. Ansonsten gab es an interessanter Industriearchitektur generell wenig auf meinem Pfalztrip zu sehen, am ehesten noch in Landau selbst.<

Ich fuhr eine Station schwarz nach Edenkoben, weil ich auf die Schnelle keinen Ticketautomaten fand, überlegte mir, dort aber besser auszusteigen und dann auch noch diesen Ort anzuschauen.

At  Edenkoben

>In Edenkoben<

Edenkoben ist ein größerer Ort, der ebenso wie Landau noch ziemlich viele gründerzeitliche Gebäude besitzt. Bei einem Griechen mit lauschigem und ruhigen Biergarten bestellte ich zwei Bratwürste mit Sauerkraut und Brot – und ein Weizenbier. Gute Idee, zumal der Hauskater sich anfassen liess.

Cat Edenkoben

>Kater, Edenkoben<

Danach fuhr ich mit der Bahn zurück nach Landau, war abends noch für ein Weizenbier in meiner Stammkneipe Pierrot.

Donnerstag, 31. Mai 2012

Pfalz-Wanderung III: Rund um Dahn

News from the Past. Aus dem Reise-Tagebuch, 19.05.12:

Dahn ist namensgebend für das Dahner Felsenland, und dieses wiederum ist Teil des Pfälzer Waldes. Auch Teile von Tour I mit dem Rehberg und der Burg Trifels gehörten bereits ins Dahner Felsenland – ihr habt ja auch Buntsandsteinfelsen auf meinen Bildern sehen können.

Nach Dahn und noch weiter fährt zumindestens im Sommerhalbjahr der “Felsenlandexpress”, romantischer Name für einen alten klapprigen Schienenbus.

Felsenlandexpress Dahn

>Felsenlandexpress, Dahn<

Man sieht eine ganze Reihe Felsen und Felsgruppen, aber wenn es noch nicht so grün ist und dadurch schon Vieles verdeckt wird, ist es wahrscheinlich imposanter, etwa im Spätherbst. Bei Nideggen in der Eifel gibt es übrigens auch Buntsandsteinfelsen, die ich hier auch schon häufiger mal gezeigt habe. Aber in der Eifel sind es sicherlich weniger, wenn auch der Blick von diesen Felsen auch hier toll sein kann.

Jedenfalls, ich war an diesem 3. Wandertag nicht sonderlich fit, einfach schlapp, ausserdem war es mit ca. 27 Grad auch wesentlich wärmer als am Vortag.

Zunächst bin ich von Dahn zur Kapelle Sankt Michael am Hochstein hochgegangen.

Church Sankt Michael Hochstein

>Kapelle Sankt Michael vor den Hochstein-Felsen<

Diese Buntsandsteinfelsen bieten bereits tolle Ausblicke in die Landschaft und das Tal der Lauter.

View from Hochstein Dahn

>Blick vom Hochstein bei Dahn<

Wenn man auf dem Höhenrücken weiter geht, kommt man zum “Burgenmassiv Altdahn”, drei Burgruinen, die direkt nebeneinander auf Buntsandsteinfelsen errichtet wurden – ein touristisches Highlight, wo auch viele Besucher herumliefen.

Ruins Altdahn

>Burgenmassiv Altdahn<

Ruins Altdahn


Buntsandstein Altdahn

>Wabenverwitterung im Buntsandstein, Altdahn<

Weiter ging ich dann runter nach Erfweiler, einem Dorf, das ebenfalls von einem Buntsandsteinfelsen (Hebelfelsen) überragt wird. Dort drehte ich dann wieder ab in Richtung Dahn, um dort noch auf den ca. 60 m hohen Vogels-Berg zu steigen. Dieser endet in einem großen Felsen (Jungfernsprung), der Dahn überragt.

Vogelsberg Dahn

>Am Vogels-Berg, Dahn<


Dahn Jungfernsprung

>Vogels-Berg/Jungfernsprung sowie Blick auf Dahn<

Dahn

Danach war ich in der Nähe des Bahnhofs im Biergarten, orderte ein Weizen und wartete auf den letzten Zug (!) um 18 Uhr.

Ich fuhr dann aber nur 2 Stationen nach Hinterweidenthal, denn dort steht der “Teufelstisch”, immerhin Wahrzeichen des Pfälzer Waldes.

Teufelstisch Hinterweidenthal

>Die Besteigung des Teufelstisches ist - würde ich mal wetten - verboten, ist aber natürlich eine spezielle Herausforderung.<

Hinterweidenthal, da ist auch die Bahnlinie Pirmasens – Landau, von daher war das kein grundsätzliches Problem, obwohl ich den Bahnhof dann wegen irreführender Hinweisschilder erst mal suchen musste.

Zurück in Landau suchte ich den Asiaten-Imbiss, den ich am Vorabend besucht hatte, fand ihn aber nicht mehr. Stattdessen war ich im “Englischen Garten”, anscheinend die angesagteste Ausgeh-Destination in Landau. Jedenfalls war es sehr voll, vielleicht auch nur, weil ein Fußballspiel lief. Ich orderte ein Weizen und ein Essen (Spaghetti mit Tomatensoße), auf das ich ca. 1 Std. warten musste. Nun ja, selbst Schuld, aber man konnte immerhin draußen sitzen.

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