Donnerstag, 4. Mai 2017

Wandern in der Hohen Tatra

Heute morgen zunächst Regen. Obgleich die nicht so kleine Unterkunft ein reichhaltiges Frühstücksbuffet bietet, suchte ich bald das Café von gestern auf, um noch ein Stück Apfelkuchen und einen besseren Kaffee zu ordern.

Es regnete weiter. Ich fuhr mit einem Bus die ca. 3 km nach Kuznice. Hier ist auf ca. 1.020 m NN die Seilbahnstation. Sie führt auf den 1.987 m hohen Kasprowy Wierch. Ich war schon nicht sehr optimistisch, kaufte daher das Return-Ticket gleich mit, knapp 17 €, denn es ist deutlich billiger als oben das Return-Ticket zu kaufen.

Auf der Fahrt nach oben war das Ziel zu sehen. Oben 4 Grad anfangs, später nur noch 2 Grad. Schnee, Eis, kalte Windboeen. Anfangs sah man noch etwas, wenn auch nicht die höheren Berge.



>Am Kasprowy Wierch......anfangs<



Sehr bald war man dann jedoch mitten in den Wolken, es gab nichts mehr zu sehen. Ich war wohl maximal 500 m von der Seilbahnstation weg, nur Fußspuren im Schnee auf den nächsten Metern konnte man orientierungshalber sehen.



>...... später<



Ich war bestimmt ca. 3 Stunden oben und wartete auf Sicht, ohne dass es einen Lichtblick gab. Das reichte mir dann, ich fuhr wieder runter.

Jedenfalls bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass man dort jetzt besser nicht wandert, auch nicht bei Sicht. Zu viel Schnee, zu viel Risiko. Aber ausgerüstet war ich schon ganz gut, habe sogar meinen Regenponcho angehabt, was ganz selten vorkommt. Es regnete oben aber kaum.

An der Talstation kam dann die Sonne raus und ich entschloss mich, noch dreieinhalb Stunden zu wandern.



>Am Klasztor ss. Albertynek. Blick auf die Seilbahnstation am Kasprowy Wierch<

Der Weg führte erst 100 m steil hoch, dann hangparallel weiter, und durch das Dolina Strazyska Tal ging ich dann runter nach Zakopane.



Das war ein schöner, aber auch steiniger, feuchter und anstrengender Weg, der Konzentration erforderte, weil man meist nach unten gucken musste, um zu sehen, wo man hin trat.









>Strazyska-Tal mit Hausberg Giewont<

Jedenfalls gibt es hier schöne Wege und eine gute Wanderkarte zu kaufen, die Höhenlinien hat und sogar die Zeiten angibt, die man als Normalwanderer braucht, bestimmte Streckenabschnitte zu laufen.

Dritter Tag. Morskie Oko. Reiner Zufall, ich sah Busse, die dort hinfuhren und schaute auf meiner Karte nach, was das wohl ist? Es ist einer der größten Seen der Hohen Tatra und das wohl bekannteste Ziel hier. 18 km Busfahrt. Die Busse dürfen jedoch nur bis auf 9 km ran fahren, dann muss man laufen - oder mit einem Pferdewagen weiter fahren. Diese können mindestens 12 Personen mitnehmen, zwei Pferde ziehen.



Es waren etliche dieser Pferdewagen unterwegs, aber ich ging zu Fuß. 400 Höhenmeter, von ca. 1.000 auf 1.400 m waren auch zu überwinden. Wie daran zu erkennen ist, ist es im Grunde eine Straße, die zum See führt.

Der Weg, eher wenig spannend, zwei Talwege, erst Dolina Bialki, dann Dolina Rybiego Potoku. Viel Fichtenwald, mit bemerkenswert vielen toten Bäumen in manchen Bereichen. Ich tippe mal auf Borkenkäfer.






Der See, ein in der letzten Eiszeit entstandener Karsee ist schon toll gelegen, ein Kranz von Zweitausendern umgibt ihn, darunter auch der 2.503 m hohe Rysy (Meeraugspitze). Es gibt dort einen Gasthof mit perfekter Aussichtsterrasse auf den vereisten See.



Als ich ankam, war es mit dem anfangs noch tollen sonnigen Wetter aber schon vorbei. Es zog sich zu und beeinträchtigte die Aussicht.



200 m höher liegt noch ein zweiter Karsee, aber in Anbetracht der Wetterrisiken und des schneereichen Weges nahm ich davon Abstand. Es hätte auch zwei zusätzliche Stunden in Anspruch genommen und ich hatte keine Ahnung, wann denn hier der letzte Bus zurück nach Zakopane fährt.

Also zurück. Dann, schon auf der Busfahrt, goss es heftig. Auch in Zakopane, das war ja klar. Ich rettete mich in das mir schon bekannte Café, liess dort bestimmt 10 € für leckeren Kaffee, Kuchen und Eis. Das musste mal sein.

Ich verlasse morgen wieder die Gegend, der Urlaub ist ja nicht als Tatry-Reise konzipiert. Ausserdem regnet es hier morgen sowieso tüchtig.

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