Filme (DVD 25/09)

François Ozon's Kammerspiel 8 Frauen (2001) handelt von acht Frauen, die an einem Weihnachtsfest in einem Schloss bei tiefem Schnee von der Aussenwelt abgeschnitten sind und den Mord am Ehegatten der Schlossherrin aufzuklären versuchen, sich nach und nach gegenseitig beschuldigen, sowie ihre Macken und Geheimnisse offenbaren. Der Film hat aus meiner Sicht eine etwas störende, starke theatralische Komponente und auch gewöhnungsbedürftige Gesangseinlagen. Insbesondere Catherine Deneuve und die “schnuckelige” Emmanuelle Béart können einen aber erfreuen.
Ich würde dennoch den auch vor kurzem gesehenen und mit einem ähnlichen Sujet behafteten Film “Gosford Park” als den interessanteren Film ansehen. Mehr zu "8 Frauen" könnt ihr z.B. bei filmrezension nachlesen.

Steven Spielberg's Science Fiction Minority Report (2002), der auf einer Geschichte von Philip K. Dick beruht, ist vielleicht sein düsterster und auch einer seiner besten Filme. Er spielt im Jahr 2054 und handelt von einem - angeblich - perfekten System zur Verhinderung von Morden. Es gibt Seher, die in einem Tank schwimmen und die Morde vorher sagen können. Die visualisierten Bilder werden dann auf Bildschirme projiziert, und es gibt eine polizeiliche Eingreiftruppe, die die Morde dann verhindert und die verhinderten Täter in Gewahrsam nimmt.
Doch auch dieses System lässt sich manipulieren, wie der Protagonist (Tom Cruise) herausfindet - und dann selbst auf Grund einer Manipulation zum Gejagten wird.
Das Faszinierende an dem Film ist die Vorstellung von der Zukunftswelt an sich, wohin sich die Transportmittel entwickeln, wie die Werbung die Menschen mit ihren Namen in den Kaufhäusern anspricht, die polizeilichen Methoden, Menschen zu finden - wobei alles im Wesentlichen über Augen-Scanner funktioniert. Mehr über diesen Film könnt ihr z.B. bei filmstarts nachlesen.

In dem britischen Film Franklyn (2008) inszeniert Gerald McMorrow eine Geschichte, die etwas mit psychotischen Traumata zu tun hat, aber visuell wie ein Phantastik-Film daher kommt, da die Scheinwelt eines der Protagonisten eine bizarre imaginäre Stadt ist, in der der Film zum Teil spielt. Eine visuelle Ähnlichkeit zu Filmen wie z.B. “V wie Vendetta” oder “Dark City” ist daher nicht ganz von der Hand zu weisen, auch wenn der Film eben nicht nur in dieser imaginären Stadt, sondern auch in London spielt und zwischen diesen Orten im Verlauf der Geschichte immer hin und her springt.
Im Großen und Ganzen gefiel mir der Film, der hierzulande meines Wissens nicht in die Kinos kam; er hat auch einige gute Kritiken bekommen, z.B. vom geisterspiegel. Der Spannungsaufbau hätte allerdings besser umgesetzt sein können.































