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Movies

Samstag, 28. November 2009

Filme (DVD 25/09)

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François Ozon's Kammerspiel 8 Frauen (2001) handelt von acht Frauen, die an einem Weihnachtsfest in einem Schloss bei tiefem Schnee von der Aussenwelt abgeschnitten sind und den Mord am Ehegatten der Schlossherrin aufzuklären versuchen, sich nach und nach gegenseitig beschuldigen, sowie ihre Macken und Geheimnisse offenbaren. Der Film hat aus meiner Sicht eine etwas störende, starke theatralische Komponente und auch gewöhnungsbedürftige Gesangseinlagen. Insbesondere Catherine Deneuve und die “schnuckelige” Emmanuelle Béart können einen aber erfreuen.

Ich würde dennoch den auch vor kurzem gesehenen und mit einem ähnlichen Sujet behafteten Film “Gosford Park” als den interessanteren Film ansehen. Mehr zu "8 Frauen" könnt ihr z.B. bei filmrezension nachlesen.

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Steven Spielberg's Science Fiction Minority Report (2002), der auf einer Geschichte von Philip K. Dick beruht, ist vielleicht sein düsterster und auch einer seiner besten Filme. Er spielt im Jahr 2054 und handelt von einem - angeblich - perfekten System zur Verhinderung von Morden. Es gibt Seher, die in einem Tank schwimmen und die Morde vorher sagen können. Die visualisierten Bilder werden dann auf Bildschirme projiziert, und es gibt eine polizeiliche Eingreiftruppe, die die Morde dann verhindert und die verhinderten Täter in Gewahrsam nimmt.

Doch auch dieses System lässt sich manipulieren, wie der Protagonist (Tom Cruise) herausfindet - und dann selbst auf Grund einer Manipulation zum Gejagten wird.

Das Faszinierende an dem Film ist die Vorstellung von der Zukunftswelt an sich, wohin sich die Transportmittel entwickeln, wie die Werbung die Menschen mit ihren Namen in den Kaufhäusern anspricht, die polizeilichen Methoden, Menschen zu finden - wobei alles im Wesentlichen über Augen-Scanner funktioniert. Mehr über diesen Film könnt ihr z.B. bei filmstarts nachlesen.

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In dem britischen Film Franklyn (2008) inszeniert Gerald McMorrow eine Geschichte, die etwas mit psychotischen Traumata zu tun hat, aber visuell wie ein Phantastik-Film daher kommt, da die Scheinwelt eines der Protagonisten eine bizarre imaginäre Stadt ist, in der der Film zum Teil spielt. Eine visuelle Ähnlichkeit zu Filmen wie z.B. “V wie Vendetta” oder “Dark City” ist daher nicht ganz von der Hand zu weisen, auch wenn der Film eben nicht nur in dieser imaginären Stadt, sondern auch in London spielt und zwischen diesen Orten im Verlauf der Geschichte immer hin und her springt.

Im Großen und Ganzen gefiel mir der Film, der hierzulande meines Wissens nicht in die Kinos kam; er hat auch einige gute Kritiken bekommen, z.B. vom geisterspiegel. Der Spannungsaufbau hätte allerdings besser umgesetzt sein können.

Donnerstag, 26. November 2009

Im Kino (32/09)

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Udayan Prasad's Film Das gelbe Segel ist ein Roadmovie und eine Liebesgeschichte. Eine junges Mädchen und ein junger Mann, die sich praktisch noch gar nicht kennen, beschliessen in einem kleinen Kaff eine Spritztour in den Süden und lernen an der Fährstelle über den Mississippi einen älteren Mann kennen, den sie mitnehmen. Sie geraten in ein Unwetter, übernachten in einfachen Hotels oder in aufgegebenen Häusern, lernen sich langsam näher kennen und der ältere Mann, in dem das Mädchen auch einen Beschützer sieht, offenbart freiwillig, dann aber auch quasi unfreiwillig wichtige Teile seiner fast “verfuschten” Lebensgeschichte, die in Rückblenden gezeigt werden.

Die über weite Strecken spröde und eher melancholische, doppelte Liebesgeschichte ist in sich sehr stimmig und sympatisch erzählt. Über diesen ziemlich guten Film könnt ihr mehr z.B. bei critic nachlesen.

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Nach dem gleichnamigen Roman (1996) der amerikanischen Autorin Donna Woolfolk Cross verfilmte Sönke Wortmann Die Päpstin. Erzählt wird die Lebensgeschichte einer begabten Frau (Johanna Wokalek), die es nach harter Kindheit in einem sächsischen Dorf und diversen Klosteraufenthalten im 9. Jahrhundert - verkleidet als Mann - bis hin zur Päpstin brachte, nachdem sie auf Grund ihrer fundierten medizinischen Kenntnisse Leibarzt des vorangegangenen Papstes geworden war.

Wie critic schreibt, war die Buchautorin weniger an einer Reflexion des Mythos interessiert als an einer starken Frauenfigur inmitten einer repressiven Männerwelt. Das bringt der Film auch gut rüber.

Der Film hat eine ganze Reihe schlechter Kritiken bekommen, die ich aber überzogen finde. Auch wenn es vielleicht kein wirklich guter Film ist, weil z.B. die Dialoge manchmal etwas holprig einstudiert wirken, die Liebesgeschichte nicht so recht zu einer angehenden Päpstin passen will, die Charakterzeichnungen und Begegnungen zu flüchtig wirken und keine durchgängig ansprechende Atmosphäre aufgebaut wird, fand ich ihn doch unterhaltsam und manche Szenen durchaus beeindruckend - etwa jene, die mit der Aneignung von medizinischem Wissen und dessen Weitergabe an die Kinder bzw. mit der Heilung von Kranken zu tun haben.

Prognose/Wertung: Filme noch mal ansehen?

Das gelbe Segel: ja, vielleicht.
Die Päpstin: muss nicht unbedingt sein.

Samstag, 21. November 2009

Filme (DVD 24/09)

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M. Night Shyamalan hat mit dem in Philadelphia spielenden Mystery-Thriller The Sixth Sense (1999) einen wirklich ziemlich unheimlichen, gut inszenierten und kommerziell auch sehr erfolgreichen Film hingelegt. Hier steht ein Kinderarzt (Bruce Willis) und ein kleiner Junge im Mittelpunkt der Geschichte. Der Junge leidet unter Angstzuständen und der Arzt versucht, hinter dessen Geheimnis zu kommen; schliesslich erzählt ihm dieser, dass er die Toten sehen würde. Mehr über den Film könnt ihr z.B. bei filmszene nachlesen.

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Lone Scherfing inszenierte im Jahr 2000 den überwiegend in Kopenhagen spielenden Dogma-95-Film Italienisch für Anfänger, der mir bereits damals im Kino sehr gut gefiel. Er erzählt von den täglichen Sorgen und Nöten diverser Angestellter im Hotel-, Kirchen-, Friseur-, Gastronomie- und Bäckereimilieu, aber auch nicht zu knapp von Einsamkeit, Tod und Liebe. Einmal die Woche treffen sich die Protagonisten zum Italienisch-Kurs und beschliessen schliesslich, nach Venedig zu fahren. Der melancholische Stil und die sehr natürlich agierenden SchauspielerInnen gefallen mir nach wie vor. Mehr könnt ihr z.B. bei wikipedia nachlesen.

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Robert Altman's Film Gosford Park (2001) ist auch ein guter Film. Normalerweise stehe ich ja nicht so auf diese in britischen Adelsfamilien spielenden “viktorianischen” Filme, aber dieser hier ist als Milieuschilderung einer ausgeprägten Klassengesellschaft mit den oberen Herrschaften einerseits und der Dienerschaft (Küchenfrauen, Zofen, Diener, Butler etc.) andererseits mit ihren ganz anderen Sorgen und Nöten einfach faszinierend.

“Gosford Park” schildert im Wesentlichen ein mehrtägiges Fest in den 1930er Jahren auf einem dieser Herrschaftssitze. Es geschieht ein Mord, und ein Kommissar nimmt die Ermittlungen auf. Mehr könnt ihr z.B. bei filmrezension nachlesen.

Montag, 16. November 2009

Filme (DVD 23/09)

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Stanley Donen fabrizierte mit Arabeske (1966) eine streckenweise amüsante Agentenkomödie, in der Gregory Peck als Uni-Professor für alte Schriften einen kleinen Hethiter-Schriftsatz entziffern soll und dabei in ein arabisches Mordkomplott gerät. Ihm zur Seite steht Sophia Loren als undurchsichtige Araberin. Hübsches 60er-Jahre-Filmchen, kann man ansehen, hat aber Staub angesetzt, ist etwas seicht und erinnert mich an alte James-Bond-Filme. Mehr könnt ihr bei wikipedia nachlesen.

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Roman Polanski's Gesellschaftsdrama Chinatown (1974) ist vielleicht sein bester Film. Hier kommt eine Detektiv (Jack Nicholson) Ende der 1930er Jahre in Los Angeles illegalen Machenschaften bei der Wasserversorgung auf die Spur. Er holt sich eine blutige Nase und nimmt sich daraufhin vor, die Verschwörung aufzudecken und eckt auch mit der Polizei an. Im Milieu der mächtigen Wasserwerksbetreiber lernt er die Tochter (Faye Dunaway) eines der Herren kennen, die jedoch ein Geheimnis verbirgt.

Eine interessante Geschichte, ein faszinierender Film, dessen düsteres Ende lange in Erinnerung bleibt. Mehr könnt ihr z.B. bei wikipedia nachlesen.

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David Slade's Vampirfilm 30 Days of Night (2007) ist nach highlightzone nicht mehr, aber auch nicht weniger als ein solider Horrorfilm - mit zahlreichen Splatterszenen, wohlgemerkt. Er spielt in einem Dorf im Norden Alaskas, das während der lange währenden Winternacht von der Aussenwelt abgeschnitten ist und von einer Horde brutaler Blutsauger überfallen wird. Den Rest des Films kann man mehr oder weniger unter dem Begriff “Massaker” zusammenfassen.

Das Ende des Films ist wenig überzeugend und ausserdem auch noch eine Spur zu kitschig - da sitzt das Protagonisten-Pärchen eng umschlungen am Meer, während nach langer Zeit wieder die Sonne aufgeht und der Held in ihren Armen zu Asche zerfällt. Neulich, im noch jüngeren koreanischen Vampirfilm “Durst” war das so ähnlich.

Donnerstag, 12. November 2009

Filme (DVD 22/09)

Bei diesem grau-regnerischem Wetter in den letzten Tagen war es mal wieder schön, zu Hause ein paar Filme anzusehen.

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Wolf Rilla's Film Das Dorf der Verdammten (1960) ist ein alter englischer Phantastik-Klassiker, den ich ganz früher auch richtig unheimlich fand. Hier geht es um eine fremde ausserirdische Macht, die die Frauen eines Dorfes schwängert (ohne Sex) und Kinder hervorbringt, die offensichtlich intelligenter und skrupelloser als normale Kinder sind, ein Schwarmverhalten zeigen und nach der Macht im Lande streben. Sie auszuschalten erweist sich als schwierig, da sie die Gedanken ihrer Mitmenschen lesen können.

Der mit erstaunlich einfachen Mitteln gemachte Film kann seine Geschichte bemerkenswert wirkungsvoll transportieren. Heute wirkt der Film auf mich allerdings eher gemütlich als denn unheimlich, weil das Genre hinsichtlich unheimlicher Szenarien in den letzten Jahrzehnten viel dazu gelernt hat und man folglich abgehärtet ist. Mehr über diesen nach einem Roman von John Wyndham verfilmten Klassiker könnt ihr z.B. bei wikipedia nachlesen.

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Fred Schepisi's Film Letzte Runde (2001) zählte ich zu den besten im Kinojahr 2002 - dennoch, scheint mir, ist der Film nahezu vergessen; oder vielleicht war ich auch damals schon alt, falls dies eine der Voraussetzung ist, um den Film gut zu finden.

Er handelt von vier älteren Männern, die sich von London aus mit der Urne eines gestorbenen Freundes in einem Mercedes auf machen ans Meer, um die Asche entsprechend seinem letzten Wunsch dort zu verstreuen.

Wenn die Männer so durch die Landschaft fahren, hier und da halten, um etwas zu essen oder zu trinken, werden Erinnerungen an die Vergangenheit wach. So springt der Film häufig in die Kinder- und vor allem Jugendzeit zurück, handelt das Kennenlernen der Freunde und ihrer Freundinnen bzw. Ehefrauen sowie wichtige andere Stationen im Leben der vier Freunde ab.

Der sentimental-poetische Erzählstil hatte mir gefallen, und das tut er auch heute noch. Und ausserdem gefallen mir sowieso Filme, die ganze Lebensspannen am Beispiel einfacher Leute abhandeln. Mehr zum Film, der nach einer Erzählung von Graham Swift verfilmt wurde, könnt ihr z.B. bei kinokunstkultur nachlesen.

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Ebenfalls ein echtes Highlight des Kinojahres 2002 war für mich Sandra Nettelbeck's melancholisch-sinnlicher Film Bella Martha (2001). Der Film erzählt vom Beruf der Küchenchefin (Martina Gedeck) eines Hamburger Nobelrestaurants, vom Geschehen in der Küche, von sinnlichen kulinarischen Genüssen, von Problemen in ihrem quasi nicht vorhandenen Privat- und Liebesleben und von einem 8-jährigen Mädchen, das sie aufnimmt, nachdem deren Mutter bei einem Autounfall starb. Ein sich vorsichtig herantastender Liebesfilm ist es ausserdem auch noch.

Diesen Film halte ich nach wie vor für sehr stimmig und gelungen - nicht zuletzt auch wegen der attraktiven Protagonistin, die ihre Rolle sehr gut rüber bringt. Mehr zum Film nachzulesen gibt's z.B. bei filmstarts.

Sonntag, 8. November 2009

Filme (DVD 21/09)

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Toshiya Fujita's Racheepos Lady Snowblood (1973) ist jener Film, der als Vorlage für die Kill-Bill-Filme zitiert wird. Angesiedelt etwa in der Zeit zwischen 1870 und 1900, nimmt hier eine schöne Frau (Meiko Kaji) in weissem Kimono Rache für den Tod ihrer Eltern - natürlich mit einem Samurai-Schwert. Ähnlich wie in Kill Bill konnte auch sie es bereits mit 10 Gegnern aufnehmen. Dies ist durchaus ein sehenswerter Film, auch wenn er sehr blutig ist. Mehr könnt ihr z.B. bei outnow nachlesen.

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Nach einem 1936 geschriebenen Roman von Joseph Kessel verfilmte Jacques Rouffio Die Spaziergängerin von Sans-Souci (1982). Es war der letzte Film mit Romy Schneider. Erzählt wird hier ein Nazi-Drama. Ein Mann (Michel Piccoli) erschiesst Anfang der 80er Jahre den Botschafter von Panama in Paris, und im anschliessenden Prozess wird in Rückblenden aufgerollt, wieso es dazu kam. Die Geschichte beginnt 1933 in Berlin, spielt dann aber meistens in Paris, wo die aus Deutschland geflüchtete Dame (Romy Schneider) in einem Nachtclub arbeitet und ihrem Mann hinter trauert, der von den Nazis in Konzentrationslager verschleppt wurde.

Schliesslich leitet sie seine Befreiung in die Wege, doch das Glück währt nur Minuten.

Ich fand diesen ziemlich düsteren Film ganz gut, wenn er auch ein bisschen mehr Dramaturgie vertragen hätte. Mehr könnt ihr z.B. bei wikipedia nachlesen.

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Francis Ford Coppola's mehr als 3-stündiger Vietnam-Kriegsfilm Apocalypse Now Redux (1979/2001) gilt als DER Kriegsfilm schlechthin. Der Film handelt vom Wahnsinn, nicht nur bezüglich des wahnsinnig gewordenen amerikanischen Offiziers (Marlon Brando), der in Kambodscha eine Schreckensherrschaft errichtet hat und ausgeschaltet werden soll, sondern insgesamt - die Surfszene während eines Vietcong-Angriffs spricht da Bände und ist in dieser Hinsicht nicht die einzige.

Der Film fängt bereits äusserst beeindruckend mit der Musik von den Doors (The End) an, später kommen dann die beeindruckenden Szenen eines Hubschrauberangriffs auf ein vietnamesisches Dorf, bevor sich der Protagonist (Martin Sheen) mit einem bewaffneten Schnellboot und einigen Begleitern auf macht, einen Fluss hoch nach Kambodscha zu fahren.

Mehr über diesen Film, der in freier Adaption auf Joseph Conrad's im Kongo spielende Erzählung “Herz der Finsternis” (1899) beruht, könnt ihr z.B. bei wikipedia nachlesen.

Donnerstag, 5. November 2009

Im Kino 31/09

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Marc Webb's amerikanische Komödie/Tragödie (500) Days of Summer erzählt - nicht ohne Witz - von einer gescheiterten Liebesbeziehung. Ähnlich wie in “Die Frau des Zeitreisenden” springt die Geschichte in vielen kurzen Episoden immer zwischen Tag 1, an dem sie sich in der Firma erstmals sehen und Tag 500 unchronologisch hin und her, greift hier und da Schlüsselphasen und -ereignisse der Beziehung heraus.

Atmosphärisch wirkt der Film sehr stimmig und gut erzählt, obwohl der Plot an sich unspektakulär ist, denn aus Sicht der Frau (Zooey Deschanel) ist der Mann einfach letztlich nicht der Richtige und einmal ausgesprochen, trennt sie sich von ihm. Sie sehen sich noch ein paar Mal und am Tag 500 erzählt sie ihm, dass sie nunmehr geheiratet hätte. Mehr könnt ihr z.B. bei critic nachlesen.

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Auch Park Chan-wook's Vampirfilm Durst erzählt eine Liebesgeschichte - allerdings von krasserer Art. Hier steckt sich ein koreanischer Priester bei einem Experiment mit einer Krankheit an, die ihn verunstaltet (Blasenbildung etc.) und immer dann verschwindet, wenn er im Krankenhaus Blut zu sich nimmt. Gleichzeitig verspürt er Lust auf eine Frau, nimmt sich die Tochter eines Bekannten zur Geliebten. In einem Wutanfall tötet er sie und verwandelt sie in einen Vampir. Doch als seine Vampirbraut hemmungslos mordet, um ihren Blutdurst zu stellen, sieht er keinen anderen Ausweg mehr, als ihren und seinen Tod zu beschliessen.

Manchmal poetisch, mitunter auch sinnlich, häufiger brutal und in jedem Fall bizarr ist dieser Film. “So finster die Nacht” war in diesem Jahr aber der bessere Vampirfilm, da die Handlung z.B. nicht wie in Durst “in zu viele oberflächliche Episoden und hübsche Effektspektakel zerfällt”, wie critic schreibt.

Ich vergaß noch zu erwähnen, dass dieser Film im Kino per Beamer gezeigt wurde - ein visueller Zugewinn war dies allerdings nicht.

Prognose/Wertung: Filme noch mal ansehen?

(500) Days of Summer: muss nicht unbedingt sein.
Durst: muss nicht unbedingt sein.

Montag, 2. November 2009

Filme (DVD 20/09)

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Mira Nair's preisgekrönter in Bombay spielende Film Salaam Bombay! (1988) ist vielleicht ihr bester überhaupt - jedenfalls hat er mich mehr überzeugt, als ihre jüngeren Filme, die ich zum Teil im Kino sah. Der Film erzählt von einem indischen Jungen, der zum Geld verdienen in einen Cirkus geschickt wird, später dann nach Bombay kommt und sich dort mit anderen Kindern im Getümmel der Stadt durchschlagen muss - immer auf der Suche nach kleinen oder größeren Jobs, die - obgleich schlecht bezahlt - das Überleben sichern. Er gerät dabei ins Milieu von Drogendealern und -abhängigen, Dieben und Prostitutierten.

Sein Ziel, genug Geld für die Rückkehr nach Hause zu erwirtschaften, kann er letztlich nicht erreichen.

Der farbenprächtige Film ist liebevoll, aber auch ernst erzählt und in dieser Hinsicht gut ausbalanciert, ohne in den Kitsch abzurutschen oder auf die Tränendrüse zu drücken. Mehr könnt ihr z.B. bei filmtabs nachlesen. Mit Danny Boyle's Film “Slumdog Millionär” hat er in diesem Jahr einen thematisch würdigen Nachfolger erhalten.

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Fatih Akin's Film Solino (2002) erzählt in melancholischem Stil über mehrere Jahrzehnte von den beginnenden 1960er Jahren an die Geschichte einer italienischen Einwandererfamilie, angefangen vom Leben zweier Jungen in einem sizilianischen Dorf, dann die Auswanderung nach Duisburg mit den Eltern, das Eröffnen einer Pizzeria, die anfangs gut läuft. Der Film erzählt auch von der Rivalität der Jungen, von Eifersucht und Missgunst, deren Aufwachsen in den psychedelischen Jahren Anfang der 70er, über Drogen und Liebeserfahrungen und insbesondere über die Liebe des einen Jungen zur Photografie und Film.

Doch die Familie trennt sich in Streit, sowohl die Eltern, als auch die Jungen. Diesen Film fand ich schon damals im Kino sehr schön - und er hat einen tollen Soundtrack. Mehr könnt ihr z.B. bei film-rezensionen nachlesen.

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Christopher Nolan's in Alaska spielender Krimi Insomnia - Schlaflos (2002) besticht durch grandiose Landschaftsaufnahmen, hervorragende Schauspieler wie Al Pacino als Kommissar und Hilary Swank als lokale Polizistin, Atmosphäre, psychologische Tiefe und grandiosem Finale. Im Plot kommen zwei Mordkommissare nach Alaska, um einen Frauenmord aufzuklären. Doch die Geschichte läuft aus dem Ruder, als einer der Polizisten erschossen wird und der Frauenmörder gesehen hat, wer es war.

Die Schlaflosigkeit, bedingt durch den Stress und die ewige Helle der Polarnacht, spielt eine besondere Rolle in diesem guten Film. Mehr könnt ihr z.B. bei highlightzone nachlesen.

Sonntag, 25. Oktober 2009

Filme (DVD 19/09)

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Alfred Hitchcock's Film Das Fenster zum Hof (1954) ist ja ziemlich berühmt. Ich habe den Film sicherlich vor längerer Zeit ein, zweimal im TV gesehen, aber da die DVD-Serie “Die besten Filme aller Zeiten” mittlerweile für 4,99 € angeboten wird, habe ich mir den Film heute zugelegt und mir damit einen gemütlichen Abend gemacht. Der Film ist voyeuristisch, zeigt das Leben in den Wohnungen eines New Yorker Innenhofs und die Beziehungen seiner Hausbewohner - gesehen aus der Perspektive eines mit Beinbruch ans Haus gefesselten Photographen (James Stewart).

Dieser wird hier von seiner Freundin (Grace Kelly) oder einer Krankenschwester betütert und kommt einem Mord im Haus gegenüber auf die Spur. Besonders nett ist immer der Hund, der per Seilwinde in den Garten runter gelassen und wieder hochgezogen wird - wirklich ein gemütlicher und immer noch sehenswerter Film, über den ihr mehr z.B. bei wikipedia nachlesen könnt.

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Ken Loach's Sozialdrama My Name is Joe (1998) ist eine ziemlich düstere Liebesgeschichte, die im sozialen Abseits von Glasgow spielt, wo der Ex-Alkoholiker Joe (Peter Mullan) eine Sozialarbeiterin (Louise Goodall) kennen lernt, aber das Liebesglück durch seine sonstigen Aktivitäten gefährdet; denn Joe kann sich nicht heraushalten bei gewalttätigen Konflikten seiner labilen jungen Fußballmannschaft mit der lokalen Drogenmafia und muss hierbei mitunter illegale Wege gehen. Guter Film, in dem insbesondere die Hauptdarsteller Glanzpunkte setzen - mehr könnt ihr z.B. im kinofenster nachlesen.

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Alfonso Cuarón's mexikanischen Film Y Tu Mamá También - Lust for Life (2001) bezeichnet filmszene als ein “Meisterwerk der Kinokunst”. Im Kinojahr 2002 fand ich auch, dass er zu den besten Filmen gehörte. Der Film handelt von zwei jungen Männern und einer etwas älteren schönen Frau, die von ihnen eingeladen wird, von Mexico City aus an einen einsamen Strand zu fahren. Abgesehen von dieser mehrtägigen Autoreise geht es in dem Film fast nur um Freundschaft und Sex, der verbal und visuell ziemlich frei inszeniert wird.

Aus dem Off werden einige Geschichten aus Vergangenheit und Zukunft zu Ereignissen am Straßenrand oder am Strand Kund' getan, z.B. über das Schicksal der kleinen Schweineherde, die am Strand das Zelt der Protagonisten verwüstet, als diese an einem Ausflug teilnehmen. Doch mit dem Ende des Ausflugs findet auch die Freundschaft der drei Protagonisten ihr etwas düsteres Ende.

Freitag, 23. Oktober 2009

Im Kino (30/09)

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Nach “Zeiten des Aufruhrs” präsentiert Sam Mendes mit Away We Go - Auf nach Irgendwo hierzulande in diesem Jahr bereits seinen zweiten Kinofilm. Aber auch dieser Film wollte mich trotz überwiegend guter Kritiken nicht so recht überzeugen. Erzählt wird die Odyssee eines Pärchens durch Amerika und bis nach Kanada auf der Suche nach einer neuen Wohnstatt. Sie klappern dabei die Wohnorte ihrer Verwandten und Bekannten ab, doch deren Lebensstil, Probleme oder Macken kann sie letztlich nicht überzeugen, in die Nähe zu ziehen.

Die Geschichte ist streckenweise sentimental und melancholisch, manchmal auch etwas albern erzählt. Mehr hierzu könnt ihr z.B. bei critic nachlesen.

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Für seinen neuen Film Das weisse Band hat Michael Haneke die Goldene Palme in Cannes bekommen. Erzählt wird hier einen Dorfgeschichte, die 1913/14 in Mecklenburg spielt. Ziemlich authoritär, frostig und gewalttätig geht's hier zu. Pfarrer, Lehrer, Baron sind die wichtigsten Personen im Dorf, der Rest arme Bauern, Kinder, Ehefrauen, Hilfspersonal, die meist zu kuschen haben und heimlich ihren durchaus nicht harmlosen Rachegelüsten nachgehen.

Das ganze Bild (Örtlichkeiten, Kleidung, Sitten) wirkt sehr authentisch in schwarz-weiss - wie auf den alten Postkarten und Photos. Man fragt sich aber, ob es tatsächlich so finster in deutschen Landen zu ging. Möglich, aber ich war eben nicht dabei, und das macht die Beurteilung so schwierig.

Jedenfalls hat sich viel im Lande geändert, heutzutage kann man kaum noch glauben, dass es hier vor 100 Jahren so zuging. Da mussten die Kinder aufstehen, wenn der Vater das Haus betritt, ihn mit “Herr Vater” anreden, wurden im Bedarfsfall mit dem Rohrstock gezüchtigt (die anderen mussten zusehen) und die Jungen nachts ans Bett gefesselt, damit sie nicht an sich rumfummeln konnten.

Herrn Haneke kann man übel nehmen, dass er seine Geschichten immer so ernst erzählt - aber das macht er natürlich absichtlich. Mehr zum Film könnt ihr z.B. bei filmstarts nachlesen.

Prognose/Wertung: Filme noch mal ansehen?

Away We Go: muss nicht unbedingt sein.
Das weisse Band: muss nicht unbedingt sein.

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... hier im Westen ist das ganz selten, weshalb es...
Treibgut - Fr, 27. Nov, 19:59
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Treibgut - Do, 26. Nov, 21:38
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Grey Owl Calluna (Gast) - Do, 26. Nov, 21:30
"Sixth Sense",....genau...
"Sixth Sense",....genau meine Welle, wie Du Dir vorstellen...
Grey Owl Calluna (Gast) - Do, 26. Nov, 21:24
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turntable - Do, 26. Nov, 00:00
Von den schönen...
... deines therapeutischen Spaziergangs am allerschönsten...
kapuziner - Di, 24. Nov, 17:28
wunderschöne bilder...
... wie immer!!! der einsame baum am rodderberg - ist...
Elisabetta1 - Di, 24. Nov, 00:41
Gute Therapie
... finde ich auch; jetzt müsste auch alles wieder...
Treibgut - Mo, 23. Nov, 21:46

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