Filme (DVD 20/09)

Mira Nair's preisgekrönter in Bombay spielende Film Salaam Bombay! (1988) ist vielleicht ihr bester überhaupt - jedenfalls hat er mich mehr überzeugt, als ihre jüngeren Filme, die ich zum Teil im Kino sah. Der Film erzählt von einem indischen Jungen, der zum Geld verdienen in einen Cirkus geschickt wird, später dann nach Bombay kommt und sich dort mit anderen Kindern im Getümmel der Stadt durchschlagen muss - immer auf der Suche nach kleinen oder größeren Jobs, die - obgleich schlecht bezahlt - das Überleben sichern. Er gerät dabei ins Milieu von Drogendealern und -abhängigen, Dieben und Prostitutierten.
Sein Ziel, genug Geld für die Rückkehr nach Hause zu erwirtschaften, kann er letztlich nicht erreichen.
Der farbenprächtige Film ist liebevoll, aber auch ernst erzählt und in dieser Hinsicht gut ausbalanciert, ohne in den Kitsch abzurutschen oder auf die Tränendrüse zu drücken. Mehr könnt ihr z.B. bei filmtabs nachlesen. Mit Danny Boyle's Film “Slumdog Millionär” hat er in diesem Jahr einen thematisch würdigen Nachfolger erhalten.

Fatih Akin's Film Solino (2002) erzählt in melancholischem Stil über mehrere Jahrzehnte von den beginnenden 1960er Jahren an die Geschichte einer italienischen Einwandererfamilie, angefangen vom Leben zweier Jungen in einem sizilianischen Dorf, dann die Auswanderung nach Duisburg mit den Eltern, das Eröffnen einer Pizzeria, die anfangs gut läuft. Der Film erzählt auch von der Rivalität der Jungen, von Eifersucht und Missgunst, deren Aufwachsen in den psychedelischen Jahren Anfang der 70er, über Drogen und Liebeserfahrungen und insbesondere über die Liebe des einen Jungen zur Photografie und Film.
Doch die Familie trennt sich in Streit, sowohl die Eltern, als auch die Jungen. Diesen Film fand ich schon damals im Kino sehr schön - und er hat einen tollen Soundtrack. Mehr könnt ihr z.B. bei film-rezensionen nachlesen.

Christopher Nolan's in Alaska spielender Krimi Insomnia - Schlaflos (2002) besticht durch grandiose Landschaftsaufnahmen, hervorragende Schauspieler wie Al Pacino als Kommissar und Hilary Swank als lokale Polizistin, Atmosphäre, psychologische Tiefe und grandiosem Finale. Im Plot kommen zwei Mordkommissare nach Alaska, um einen Frauenmord aufzuklären. Doch die Geschichte läuft aus dem Ruder, als einer der Polizisten erschossen wird und der Frauenmörder gesehen hat, wer es war.
Die Schlaflosigkeit, bedingt durch den Stress und die ewige Helle der Polarnacht, spielt eine besondere Rolle in diesem guten Film. Mehr könnt ihr z.B. bei highlightzone nachlesen.







