Filme (DVD 18/09)
Im Folgenden will ich mal mein Resumée aus 3 Filmen ziehen, die ich im Kinojahr 2000 für gut befand und jetzt wieder ansah.

Agnes Jaoui lieferte mit Lust auf Anderes im Jahr 2000 ihr Kinodebut ab. Hier verliebt sich ein Industrieller, dessen Haus von seiner schönen, aber tumben Ehefrau mit ihrem innenarchitektonischen Eifer beherrscht wird, in eine Theaterschauspielerin. Meist mit Chauffeur und Leibwächter unterwegs, versucht er ihr näher zu kommen und gerät in die Künstler-Clique der Verehrten, wo er sich mit seinen kulturellen Defiziten tüchtig blamiert, aber nicht unterkriegen lässt.
Die ist eine durchaus ernsthafte, dialoglastige, typisch französisch wirkende Komödie. Beim ersten Ansehen fand ich den Film allerdings wohl besser. Mehr könnt ihr z.B. bei der rhein-zeitung nachlesen.
Steven Soderbergh gehört zu meinen Lieblingsregisseuren, auch wenn er vielleicht seinen Zenit überschritten hat.

Aber der mit 4 Oscars ausgezeichnete Film Traffic - Macht des Kartells (2000) gehört zweifellos zu seinen großen Filmen - einer der besten Drogen-Mafia-Filme überhaupt. Geschildert wird hier auf mehreren Handlungsebenen der Kampf eines hohen US-Beamten (Michael Douglas) gegen die amerikanischen und mexikanischen Drogenkartelle, während gleichzeitig seine Tochter immer tiefer in den Drogensumpf abrutscht. Auch das auf Angst und Loyalität basierende Wirken der Drogenkartelle selbst, sowohl auf amerikanischer als auch auf mexikanischer Seite, wird beleuchtet - wobei es hier überwiegend um die Beseitigung von Zeugen und Verrätern geht.
Es ist jedoch weniger die Geschichte selbst als vielmehr die Leistung von Regie, Drehbuch und Schnitt, die den Film auszeichnen und so sehenswert machen. Mehr könnt ihr z.B. bei wikipedia nachlesen.

Cameron Crowe's Film Almost Famous (2000) spielt Anfang der 1970er Jahre im Musik-Business. Ein 15-jähriger Junge versucht sich als Reporter, will “Black Sabbath” interviewen, wird nicht vorgelassen und lernt statt dessen die Mitglieder und Groupies der Band “Stillwater” kennen. Er fährt im Tour-Bus mit und lernt das ganze Drum und Dran des Herumtourens kennen - mit den Höhen und vielen Tiefen, denn es krieselt mitunter heftig im Bandgefüge. Auch haben die Bandmitglieder ein gesundes Misstrauen gegenüber Reportern aller Art, also auch ihm gegenüber.
Ausserdem muss er sich andauernd am Telefon mit seiner Mutter auseinander setzen, die seine Aktivitäten - nicht ganz zu unrecht - nicht gut heisst. Sex, Drogen, Alkohol, Liebeskummer. Stress bereitet ihm auch der Artikel, den er für eine berühmte Zeitschrift verfassen soll.
Der oft sentimentale, rockige Film ist einer der besten seiner Art. Mehr könnt ihr z.B. bei filmszene nachlesen.








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