Im Kino (29/09)

Niels Arden Oplev's Thriller Verblendung spielt in Schweden. Nach einem - mir nicht bekannten - Millionseller von Stieg Larsson verfilmt, handelt die Geschichte von dunklen Obsessionen und Ritualmorden im Umfeld einer Industriellen-Familie. Ein Reporter (Michael Nyqvist) wird vom Clan-Hierarchen darauf angesetzt, das spurlose Verschwinden einer Verwandten zu entschlüsseln. Das ist 30 Jahre her.
Ihm zur Hilfe kommt eine dunkle, psychisch gestörte Gothic-Schönheit (Noomi Rapace), die hervorragend mit Computern umgehen kann.
Sie stöbern in Archiven und stoßen auf eine Ritualmord-Serie. Doch dies alarmiert den Mörder.
Dieser düstere und spannende, amerikanisch wirkende Film ist insbesondere auch wegen der Gothic-Frau sehenswert, deren Rolle filmstarts als “die vielleicht interessanteste Figur der jüngeren Krimigeschichte” wertet - im Übrigen ist der Film etwas für Fans von Filmen wie z.B. “Sieben”.

Adrian Biniez' in Montevideo spielender Film Gigante ist so eine Art Liebesgeschichte. Der Film endet aber beim ersten Gespräch. Gezeigt wird vielmehr, wie sich ein Wachmann in einem total überwachten Supermarkt in eine Putzfrau verguckt, ihr heimlich hilft, ihr heimlich nachspioniert und ausrastet, als der Putzfrau gekündigt wird. Das melancholische Filmchen ist sehr liebevoll gemacht, voller Details über das beginnende Verliebtsein des Wachmanns und die Routinen im Supermarkt.
Klar, am Ende haben sie beide ihren Job nicht mehr. Mehr könnt ihr z.B. bei critic nachlesen.
Prognose/Wertung: Filme noch mal ansehen?
Verblendung: ja, wahrscheinlich.
Gigante: ja, vielleicht.
Verblendung
Verblendung
Wenn du dich darüber wunderst, dass der Film nicht ab 18 ist, liegt das meiner Meinung nach einerseits daran, dass es graduelle Unterschiede im Detaillierungsgrad der Gewaltdarstellungen gibt und andererseits fliesst vermutlich auch der Wert des Films als Gesamtkunstwerk in die Gewichtung ein.








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