Endzeit-Visionen (im Kino 28/09)

In der von den Brüdern A. & D. Pastor geschaffenen Endzeit-Vision Carriers rafft ein Virus die amerikanische Bevölkerung weitgehend dahin. Die Welt ist leer geworden. Zwei junge Pärchen sind in einem Geländewagen unterwegs zu einem Zufluchtsort am Meer. Der Tod fährt mit. Sie begegnen anderen Menschen: gesunden, kranken, fast toten und toten Menschen, und immer ist dies mit Gefahr verbunden, da Ansteckung droht oder um schwindende Vorräte (Essen, Benzin) gekämpft werden muss.
Der Film ist mehr oder weniger ein Road Movie und mit recht einfachen und finanziell beschränkten Mitteln gedreht. Dennoch ist er insbesondere auch aus psychologischer Sicht interessant. Mehr könnt ihr z.B. bei filmrezension nachlesen.

Ungleich aufwendiger ist Christian Alvart's düsterer Science Fiction Pandorum inszeniert. Er spielt überwiegend auf einem Sternenschiff. Dieses ist unterwegs zu einer neu-entdeckten “Erde”. Doch etwas geht gründlich schief, zwei Bordmitglieder wachen auf, erinnern sich zunächst an nichts, sind eingesperrt in Räumen, die sich nicht regulär öffnen lassen und nehmen diverse Fehlfunktionen des Schiffes wahr. Durch einen Leitungsschacht macht sich einer auf nach draussen, muss zur Kenntnis nehmen, dass einige Besatzmitglieder tot sind, andere schwer bewaffnet durch das Schiff streichen und sich mutierten Wesen erwehren müssen.
Das ist relativ spannend, klaustrophobisch und mitunter grauslig wirkend inszeniert. Filmstarts bemerkt zu recht, dass „Pandorum“ ein wenig wie die Weltall-Version [des Höhlen-Horrorfilms] “The Descent” daher kommt. Es gibt auch noch Versatzstücke, die an andere Filme erinnern, nicht zuletzt natürlich auch an “Alien”. Das Ende des Films, das hier nicht verraten werden soll, wirkt leider etwas überstürzt.
Dennoch, der Film, der erstaunlicherweise anscheinend weitgehend in Deutschland und mit deutscher Mitwirkung entstand, gefiel mir -obwohl etwas undurchsichtig - mit seinem düsteren Look und von der Umsetzung der Story her ganz gut.
Die Grundidee von Sternenschiffen, in denen sich die Bewohner über Generationen zurück entwickeln und nicht mehr an ihre Vergangenheit erinnern, ist in der Literatur übrigens keineswegs neu (siehe Generationenraumschiff).
Prognose/Wertung: Filme noch mal ansehen?
Carriers: muss nicht unbedingt sein.
Pandorum: ja, vielleicht.







