Filme (DVD 17/09)

Ridley Scott's Science Fiction Alien (1979) war für mich immer ein Kultfilm, weil hier ein einzigartiges ausserirdisches Ungeheuer geschaffen wurde, Horrorelemente in den Film einfliessen und Kulissen wie Alien auf den monströsen Kunstwerken von H.R. Giger beruhen, den ich schon Jahre vorher bewundert hatte. Der Film über den Kampf einer Raumschiffbesatzung gegen ein Alien, das von einer düsteren Welt unbeabsichtigt auf das Schiff geschleppt wurde, hat daher einen ganz anderen und viel düsteren Look als alle SF-Filme, die vorher gedreht wurden.
Nach wikipedia gilt er “als einer der visuell beeindruckendsten Filme des modernen Kinos”. Und klar, Sigourney Weaver wurde durch diesen Film bekannt.
Wenn man den Film zu oft sieht, verblasst allerdings etwas der Ruhm.

Edward Yang's Film Yi Yi (2000) spielt überwiegend in Taipeh, stellt eine Familie sowie deren Freunde und Bekannte in den Mittelpunkt, zeigt deren Nöte und Sorgen in Schule, Beruf und Liebesleben. Sehr ruhig, oft auch melancholisch, plätschert der Film über fast 3 Stunden so dahin. Das wirkt alles sehr lebensnah, danach kann man sich recht gut vorstellen, wie es so in Taipeh zugeht. Der kleine Junge im Film, photographiert übrigens gerne Hinterköpfe, weil es das Einzige sei, was man üblicherweise selbst nicht sehen könne.
Fand ich mal gut den Film, heute Abend dachte ich mir aber “er hat auch seine Längen”. Mehr über den Film könnt ihr z.B. bei schnitt nachlesen.
In dem französischen Dorf Flavigny-sur-Ozerain, das nach Wikipedia zu den schönsten Frankreichs gehören soll, hat Lasse Hallström die Aussenaufnahmen seines märchenhaften Sozialdramas Chocolat (2000) gedreht. Der Film spielt 1959/60 und handelt von einer Frau (Juliette Binoche) mit Töchterchen, die in ein verschlafenes und in puritanischen gesellschaftlichen Konventionen erstarrtes Nest kommen, um dort eine Chocolaterie aufzumachen.

Da sie nicht in die Kirche geht, macht sie sich von Anfang an Feinde wie den einflussreichen Bürgermeister (Alfred Molina), gewinnt aber auch Freunde, die tendenziell zu den Aussenseitern der Gemeinde gehören (in schönen Rollen: Lena Olin und Judi Dench). Als “Piraten” am Flussufer landen, macht sie sich den Anführer (Johnny Depp) zum Freund und läutet damit den moralischen Untergang der männerbestimmten scheinheilig-religiösen Gemeinschaft ein - Toleranz, frei Willensentfaltung, Sinnlichkeit und Lebensfreude kehren ein.
Dies war zweifellos einer meiner Spitzenfilme des Kinojahres 2001. Wer einen Film wie “Grüne Tomaten” mag, wird wohl auch diesen Film gut finden. Mehr über den Film könnt ihr z.B. im filmspiegel nachlesen.








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