Im Kino (26/09)

Neill Blomkamp's spannender Science Fiction District 9 spielt in Johannisburg. Ein großes Raumschiff schwebt manövrierunfähig über der Stadt (man denke hier an “Independence Day”). Die Menschen fliegen mit Hubschraubern hoch, verschaffen sich mit Gewalt Eintritt, finden Tausende von halb verhungerten schabenartigen, aber aufrecht gehenden 250 cm großen Aliens. Diese werden evakuiert und in ein Auffanglager gesteckt, das bald zu einem vermüllten Slum verkommt, in dem sich die Aliens um das Katzenfutter streiten, das von den Menschen regelmäßig verteilt wird und in dem die typischen kriminellen Strukturen entstehen. Die Bilder sind beeindruckend.
Die zunehmenden Konflikte mit der Bevölkerung führen dazu, dass das Auffanglager weit nach draussen verlegt werden soll. Bei der Räumung kommt es dann zu einem Zwischenfall, bei dem ein Mitarbeiter des Räumungskommandos mit Aliengenen infiziert wird (man denke hier an “Die Fliege”). Mit der Infektion bekommt er die Fähigkeit, die Alienwaffen zu bedienen und wird nach seiner Flucht zum Jagdobjekt für Kriminelle, Konzerne und die Regierung. Er und die Aliens wissen sich allerdings zu wehren.
Ein Spitzenfilm ist das, der schon allein auf Grund seiner Idee, die Aliens als Flüchtlinge ankommen zu lassen, frischen Wind in das SF-Film-Genre bringt - kann ich nicht anders sagen. Als Familienereignis ist er allerdings wohl etwas zu gewalttätig, eklig und blutig. Mehr könnt ihr z.B. bei filmrezension nachlesen.

Nach einem Roman von J.M. Coetzee verfilmte Steve Jacobs Schande, der in und in der Umgebung von Kapstadt spielt. Der Film handelt von einem Uni-Professor (John Malkovich), der jungen Mädchen nachstellt, dann aber an die falsche gerät und von der Uni fliegt. Er fährt zu seiner Tochter, die eine einsam gelegene Farm in der Umgebung bewirtschaftet. Wenig später werden sie dort von Schwarzen überfallen und “misshandelt”. Während der Professor darauf dringt, das Verbrechen verfolgen zu lassen, will die Frau sich damit arrangieren, auch das Kind austragen, um auf ihrem Land weiter leben zu können, da einer der Täter ein Verwandter ihres Nachbarn ist.
Eine merkwürdige Geschichte ist das, die - ebenso wie bei “District 9” - zweifellos auch viel mit den spezifischen gesellschaftlichen Realitäten in Südafrika zu tun hat. Mindesten genauso beeindruckend fand ich aber den Umgang mit den Tieren im Tierheim. Ich habe keine Ahnung, ob diese in Deutschland auch so reihenweise eingeschläfert werden, will es aber wohl auch gar nicht so genau wissen. Mehr könnt ihr z.B. bei critic nachlesen.
Prognose/Wertung: Filme noch mal ansehen?
District 9: ja, wahrscheinlich.
Schande: muss nicht sein.







