Im Kino (16/09)

Maren Ade's Film “Alle Anderen” spielt auf Sardinien und zeigt einen sich schleichend aufbauenden Beziehungskonflikt eines jungen deutschen Pärchens, das dort für eine Weile im Haus der Eltern des Architekten wohnt. Als sie ein “befreundetes” Pärchen treffen, entspannt das die Situation nicht gerade. Naja, ich war vom Film nicht so begeistert, aber dass die Regisseurin es versteht, subtile “Klimaveränderungen” und Machtverschiebungen in einer Beziehung zu zeigen, will ich ihr gar nicht absprechen.
Nur, ich fand diese Beziehung von Anfang an etwas merkwürdig und auch das Verhalten gegenüber dem anderen Pärchen wirkt irgendwie falsch bis sonderbar - komische Leute halt.
Mehr über den Film könnt ihr z.B. bei kino-zeit nachlesen.

Steven Soderbergh's Freiheitskämpfer-Epos “Ché - Revolution”, das nur den 1. Teil des Zweiteilers ausmacht, hat hierzulande eher durchwachsene Kritiken bekommen. Der tagesspiegel hielt die Verfilmung wohl für etwas behäbig und titelt “Revolution in Realzeit” und artechock beklagt, dass sich “von den vier Stunden und zweiundzwanzig Minuten vom Ché Film und Zuschauer etwa dreieinhalb Stunden gemeinsam mit dem »Commandante« im Dschungel [befinden]”.
Ich selbst fand die Dschungelszenen, die in Cuba spielen, aber wohl auf Puerto Rico gedreht wurden, ja eher interessant.
Der Film schildert also die Eroberung Cubas und gipfelt in gut in Szene gesetzten Straßenkämpfen in der Stadt Santa Clara, nach deren Eroberung der Diktator aus Cuba floh und die Revolutionäre weitgehend kampflos in die Hauptstadt Havanna einmarschieren konnten.
Ich fand den Film ziemlich gut, aber natürlich stimmt es, dass man z.B. über die Vorgeschichte, etwa die Kindheit von Ché, nichts erfährt. Schwerer wiegt da aber schon der Vorwurf, dass der Film die Revolution beschönigt und es während des Vorrückens weit mehr Hinrichtungen gegeben hätte, als der Film dies in einer Szene andeutet. Dennoch, im Ergebnis sagt mir die positive Filmkritik der Süddeutschen wohl am ehesten zu.







