Lycidas
Ein Roman, der so beginnt: “Die Welt ist gierig, und manchmal verschlingt sie kleine Kinder mit Haut und Haaren.”

Über 859 Seiten erzählt hier Christoph Marzi eine bizarre Geschichte, die wie das Buchcover vermuten lässt, in London spielt, genauer gesagt, zu einem großen Teil unter London, unter dem U-Bahn-Netz, wo eine versteckte Welt mit eigenen Regeln und anderem Zeitverlauf, sowie Abgründe und die Hölle selbst zu finden sind - und wo phantastische Gestalten hausen, von Rabenmenschen bis hin zu Engeln, Elfen, Golems aus Lehm, Werwölfe, sprechende Ratten, Spiegelscherben-Kinder, die Toten und diverse Ungeheuer.
Nun ja, ich kann die Geschichte hier unmöglich erzählen, einfach, weil ich lange brauche, um so ein dickes Buch zu lesen und gar nicht mehr weiss, wie es begonnen hat. Im Mittelpunkt stehen jedenfalls zwei Kinder, die in die Ränkespiele um die Macht in der Unterwelt hineingezogen werden.
Der Roman gewann in 2005 den Deutschen Phantastikpreis als bestes deutschsprachiges Romandebüt. Ein fachkundiges Urteil hierüber kann ich mir nicht erlauben, da ich die Romane der Konkurrenz nicht kenne, aber “Lycidas” ist jedenfalls nach meinem Eindruck flüssig und ansprechend geschrieben und glänzt mit einer Vielzahl an bizarren Ideen, so dass ich schon meine, dass hier ein neues Talent die Romanbühne betreten hat. Jawohl, dies ist eine Leseempfehlung!
Wer weiß....
Na, ich meine,......mit Elfen und Engeln wird doch jeden Tag kommuniziert. Oder?.....und "Ungeheuer",....gibt es auf dieser Erde doch auch genug!
Liebe Grüße
Grey Owl








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