Im Kino (3/08)
Ich entsinne mich, Philip Pulman's Fantasy-Bestseller “Der goldene Kompass” vor einigen Jahren meinem Vater zum Geburtstag oder zu Weihnachten geschenkt zu haben, aber ich habe das Buch bisher nicht gelesen - soviel vorweg.
Chris Weitz' Film fand ich in Anbetracht der mitunter durchwachsenen Kritiken besser als erwartet, visuell sehr beeindruckend und jedenfalls schon mal auf jeden Fall besser, d.h. insbesondere phantasievoller, als “Der Herr der Ringe” und wohl auch ansprechender als “Harry Potter”, wobei ich hiervon nur die beiden ersten Teile kenne.

Der Film erinnert auch irgendwie an “Harry Potter”, da Kinder die Hauptrolle spielen, viele Tiere, fliegende Hexen, imposante Gemäuer und Ähnliches vorkommen. Die Idee, dass in Parallelwelten die Seele den Menschen als ein tierischer Begleiter zur Seite steht, der Hund, Maus, Schlange, Eule oder Insekt etc. sein und auch seine Gestalt wechseln kann, ist jedenfalls genial und macht in seiner visuellen Umsetzung den Film so reizvoll.
Zum Inhalt der etwas komplizierten Story, in der Kinder in den hohen Norden entführt werden, um sie in einer “medizinischen Versuchsstation” von ihren Seelen zu trennen, möchte ich hier gar nichts weiter schreiben, ihr könnt den Inhalt z.B. bei wikipedia nachlesen.
Gegen Ende des Films kommt es jedenfalls noch zu einer Schlacht zwischen “Barbaren” und fliegenden Hexen, und es gibt dann ca. drei etwas kitschig wirkende Minuten am Ende des ansonsten ziemlich guten Films, die als Vorbereitung auf den nächsten Teil der Fantasy-Saga dienen. Mehr zum Film könnt ihr auch bei der süddeutschen nachlesen.

Ebenfalls schön anzusehen, aber sehr artifiziell wirkend, ist Wong Kar Wai's neuer Film „My Blueberry Nights“, in dem technisch absichtlich Bewegung häufig unscharf und ruckhaft dargestellt wird, Farben und Formen verschwimmen. Diese Unschärfe kontrastiert dann mit der Bildschärfe der ganz ruhigen Szenen.
Erzählt wird von mehreren eher unglücklichen Liebesgeschichten, wobei der Film überwiegend in einer Kneipe, einer Bar und einem Spielcasino an verschiedenen Orten der USA stattfindet.
Mit Norah Jones, Rachel Weisz und Natalie Portman werden drei schöne Frauen in Szene gesetzt (von denen wohl sogar die erste nach meinem Geschmack besser schauspielern als Musik machen kann), aber auch Jude Law als verständnisvoller Kneipenwirt, der Norah Jones den Blueberry Cake serviert und David Strathairn als trinkender Polizist können überzeugen.
Der Film hat einige schöne Szenen. Es bleibt allerdings dabei, dass mich Kar-Wai-Filme bislang noch nie wirklich überzeugen konnten - diesen hier fand ich aber vielleicht noch am besten. Mehr zum Film könnt ihr bei filmstarts oder im spiegel nachlesen.








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