Im Kino – Prometheus und andere Filme

Als Ridley Scott 1979 den ersten Alien-Film ins Kino brachte, war dies ein echtes Ereignis. Klar habe ich den Film damals auch im Kino gesehen. So zwischen 1986 und -97 gab es von anderen Regisseuren drei Fortsetzungen, die zwar passabel, aber nach meinem damaligen Eindruck nicht hervorstechend waren. Mit Prometheus – Dunkle Zeichen setzte sich der Regisseur von einst wieder in den Regiesessel und liefert ein weiteres düsteres Werk ab, das zudem in 3D betrachtet werden kann.
Der Film ist ein Prequel, spielt also vor dem Teil 1, ca. 35 Jahre früher. In Höhlenmalereien meint man, die Koordinaten eines fernen Planeten entdeckt zu haben. Ein Privatkonzern startet das Projekt, diesen Planeten zu besuchen. Nach über 2 Jahren kommt das Raumschiff an – und tatsächlich, man findet zyklopische Ruinen, die es zu erforschen gilt. Und man findet teilweise gut erhaltene Leichen, deren DNA-Analyse eine Übereinstimmung mit der DNA des Menschen zeigen. Man findet allerdings noch mehr – nämlich einen Überlebenden einer anderen Rasse und Ungeheuer.
Mehr zum Inhalt will ich gar nicht weiter ausführen. Der Film lässt so einige Fragen offen, mitunter handeln die ProtagonIstinnen auch leichtsinnig, und die Endphase des Films war mir persönlich zu überladen-heroisch. Dennoch fand ich den Film im Ergebnis gut und visuell-technisch ist er toll. Ausserdem stehe ich auf zyklopische Ruinen voller Geheimnisse und Gefahren. “Alien” war immer auch Horrorfilm, Ekelszenen hat dieser neue Film auch.
“Prometheus ist ein handwerklich brillanter Science-Fiction-Horror-Film, aber alles in allem doch ein großer Mythen-Rührquark mit vielen abgeschmackten Zutaten aus der abendländischen Bilderbackstube”, meint die zeit. Das ist vielleicht nicht ganz falsch, kann meinen insgesamt positiven Eindruck aber nicht trüben.

Gérald Hustache-Mathieu's Film Who Killed Marilyn? spielt in einem verschneiten französischen Kaff. Eine Leiche einer jungen schönen blonden Frau wird im Schnee gefunden. Mord, Selbstmord? Die Frau war in der lokalen Filmwerbung tätig. Ein Schriftsteller, den es in diesen Ort verschlagen hat, und ein Polizist recherchieren, obwohl der Fall schon als abgeschlossen gilt. Insgesamt ist es ein atmosphärisch durchaus passabler Film geworden.
Aber der ndr meint: “Am Ende fehlt dem Film der kleine Schuss Wahnsinn und Virtuosität, um mehr als nur ein unterhaltsames Vexierspiel mit den Identitäten zu wagen.”

Bruce Robinson's Film Rum Diary - nach einem Roman von Hunter S. Thompson - spielt auf Puerto Rico im Jahr 1960. Ein US-Journalist (Johnny Depp) hat sich hier auf eine Stelle bei der örtlichen Tageszeitung beworben. Als einziger Bewerber bekommt er den Job – einige Monate bevor die Zeitung Pleite geht. Er zieht zu Arbeitskollegen in deren Bruchbude, recherchiert fortan über Sport (Bowling!) und schreibt Horoskope – und macht Bekanntschaft mit einem örtlichen zwielichtigen und reichen Immobilienspekulanten und dessen schöner Freundin (Amber Heard).
Der Film handelt weitgehend vom gepflegten gemeinschaftlichen Saufen hochprozentiger Alkoholika – in der Bude, nach der Arbeit, auf Events. Als die “Geschäftsbeziehung” zum Immobilienspekulanten in die Brüche, dessen Freundin von ihm “gefeuert” wird und nach New York geht und die Zeitung unspektakulär Pleite geht, endet dieses Leben des Journalisten und der Film.
Die karibische Atmosphäre und der Lebensstil sind schön eingefangen vom Film – aber vielleicht ist das etwas zu wenig. Der spiegel meint denn auch: “Tatsächlich gibt es über die zwei Stunden immer wieder Durststrecken, die mit viel Rum gefüllt werden müssen.”
Prognose/Wertung: Filme noch mal ansehen?
Prometheus: ja, wahrscheinlich.
Who Killed Marilyn?: wahrscheinlich eher nicht.
Rum Diary: ist nicht gänzlich ausgeschlossen.



















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