Sonntag, 31. Dezember 2017

Sound-Welten (20/2017)

So wirklich überzeugen wollte mich keines der Alben dieser Prüfserie. Das Album von Kata gefiel mir wohl am besten. 

Ibeyi. Album: Ash (2017). Zweites Album eines französisch-kubanischen Duos zweier Schwestern, das traditionelle Gesänge mit modernen Stilmitteln (Electronica, Jazz) verknüpft. Das kann man ganz gut anhören und hört sich auch soundtechnisch ziemlich anspruchsvoll an, ist aber dennoch nicht so wirklich meine Richtung. SHR: 232 T – 2.637 T. WD: 56/d. 

Joco. Album: Horizon (2015). Zweites Album eines deutschen Schwestern-Duos. Sie machen soften FolkPop, manchmal auch mit deutschen Texten, der relativ eigenständig wirkt, aber aus meiner Sicht etwas unauffällig ist. Inzwischen haben sie auch schon wieder ein neues Album gemacht. SHR: 27 T – 443 T. WD: 18/d. 

Kata. Album: Tivils døtur (2017). Debut-Album einer Faröer-Frauen-Band mit folkloristischen, ätherisch-sakralen Chor-Gesängen, die häufig von einer Solo-Stimme getragen werden. Instrumentell minimalistisch-fragil von Percussion und Synthies unterstützt. Unter „Heavenly Voices“ einsortierbar, hört sich außergewöhnlich an, ist allerdings für meinen Geschmack vielleicht doch zu sakral. „Für Nordic-Fans ein absolutes Muss“, meint schubladenfrei. Anspieltipp: „Grimur A Midalnesi“. SHR: 1 T. WD: n.v. 

Lana Del Rey. Album: Lust For Life (2017). Desto bekannter die 2012 berühmt gewordene Chanteuse wird, umso schlechter, d.h. poppig-mainstreamiger, scheint ihre Musik zu werden. In weiten Teilen ist dieses Album nur noch Pop-Kitsch. Der Sound ist aber aus meiner Sicht noch um Lichtjahre besser als der von "herkömmlichen" Schlagersängerinnen. SHR: 9.013 T – 91.115 T. WD: 515/d. 

Mrs. Greenbird. Album: Postcards (2014). Dieses deutsches Male-/Female-Duo mit Folk-/Country-Einschlag hatte es mit ihrem Debut-Album geschafft, auf Platz 1 der deutschen Charts zu landen. Mit diesem, ihrem zweiten Album, waren sie aber nicht mehr so erfolgreich. Ziemlich gefällig-unauffälliger traditonell orientierter Sound, sage ich mal. SHR: 20 T – 122 T. WD: 45/d. 

Nadine Shah. Album: Holiday Destination (2017). Drittes Album einer britischen Sängerin. „Die ausnahmslos starken Songs bewegen sich zwischen verstörendem Freejazz-Noise und beinahe tanzbaren Rhythmen“, meint intro. Schroffe Gitarren-Riffs sind hier zu finden, und tendenziell ist das Album etwas düster – und das gefällt mir schon mal gut. Dennoch spricht es mich nicht so stark, dass ich es kaufen werde. Anspieltipp: „Evil“. SHR: 23 T – 145 T. WD: n.v. 

Phosphor. Album: Weltenbrand (2017). Zweites Album einer deutschen Metal-/NDH-Band mit deutschen Texten. Kann man streckenweise anhören, oft schroff-melodisch. Das Rad wurde stilistisch allerdings nicht neu erfunden. SHR: 1 T. WD: n.v. 

Rome Is Not A Town. Album: It's A Dare (2017). Debut-Album einer schwedischen Lady-Band. Zwischen Indie, Punk und Noise angesiedelt. Kann man anhören. „Das Subtile mit dem Brachialen zu verbinden ist das dominierende kreative Prinzip des Quartetts“, meint plattentests. SHR: 1 T – 28 T. WD: n.v. 

Sabbath Assembly. Album: Rites of Passage (2017). Sechstes Album einer US-amerikanischen Metall-Band mit Lady am Micro. Sprödes Werk, manchmal mit Doom-Anleihen. „Wie ein langsam wirkendes Gift geben sich die störrischen, überwiegend langen Kompositionen“, meint u.a. metal-hammer. SHR: 1 T – 5 T. WD: n.v.

 

SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (T) je Song. 
WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige Seite vorhanden. 

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines Zugriffs. 
 

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