Montag, 27. Februar 2017

Balkonbepflanzung

Ich fühle mich etwas krank. Es liegt wohl daran, dass ich am Freitag nichtsahnend ein Büro betreten habe, in dem sich hungrige Viren in größerer Zahl aufhielten. Außerdem laufen draußen überall nervige Karnevalsanhänger rum, wodurch meine Lust auf irgendwelche Außenaktivitäten sowieso stark gelähmt wird.

Den trostlosen Zustand auf meinem Balkon habe ich in den letzten Tagen durch einige Einkäufe halbwegs günstiger Frühlingsblüher etwas behoben:

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>Da wachsen jetzt verschiedenfarbige Primeln, Hyazinthen und Traubenhyazinthen, Nazissen und Tausenschön, aber auch Schnittlauch und Rosmarin<

Außerdem habe ich noch alle möglichen Samen und Knollen verbuddelt – aber daraus wird selten etwas Gescheihtes.

Es bleibt aber noch viel zu tun, nur sollte es vorher weniger Frostgefahr geben.

Filmkonserven – Metalhead und andere Filme

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Ragnar Bragason's Film Metalhead (2013) erzählt von Trauer, Wut, Auflehnung in einem kleinen isländischen Dorf in den 1980er Jahren. Im Mittelpunkt steht ein Mädchen im Teenager-Alter, das den Unfall-Tod ihres älteren Bruders miterleben muss und im Zuge der Trauerarbeit auf die Musiksammlung und die musikalischen Interessen ihres Bruders zurückgreift. Dieser war Metal-Fan, und sie driftet im Laufe der nächsten Jahre zunehmend in diesen Bereich bis hin zum Black Metal ab.

Als sich der junge Priester der Gemeinde der verschlossenen jungen Frau anzunähern versucht, interpretiert sie die Signale falsch, und es kommt zum Desaster.

Die Geschichte ist einfühlsam erzählt, ohne den Metal-Sound zu vernachlässigen. Insgesamt ein relativ interessanter Film.

Es ist vor allem das Gespür für die kleinen Gesten, das unausgesprochene Leid, mit dem Metalhead es schafft, direkt ins Gefühlszentrum des Zuschauers vorzudringen“, meint cereality.

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David F. Wnendt's Film Feuchtgebiete (2013) nach einem Roman von Charlotte Roche war erwartungsgemäß etwas eklig, da er sich vorwiegend mit Körperflüssigkeiten und sonstigen, meist psychischen Problemen seiner ge- oder verstörten Protagonistin befasst. Während sie nach einer Operation am After im Krankenhaus liegt, kommen ihr - in Rückblenden erzählt - abstruse Erlebnisse ihrer Kindheit und Jugendzeit in den Sinn.

Der flott-aufgepeppte, manchmal aber auch aufgesetzt wirkende Erzählstil liegt mir so gar nicht. Und da emotional auch nicht so viel rüber kommt, finde ich den Film auch nicht gut, obgleich Carla Juri als Hauptprotagonistin schon überzeugt. Tja – und wie ist das Buch?

Über weite Strecken ein Gruselspaß für jüngere Menschen, der mit Tabubruch und dem Austesten von Igitt-Grenzen operiert“, konstatiert die welt.

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The Returned, Staffel 1 (2012) unter der Regie von Fabrice Gobert, die ersten 8 Folgen einer preisgekrönten französischen TV-Serie. Die Geschichte spielt in einem französischen Bergdorf. Plötzlich tauchen Tote wieder auf – einzeln, unversehrt, kommen sie und versuchen wieder den Platz in ihrer Familie einzunehmen. Nach dem ersten Schock reagieren die Angehörigen, indem sie die Toten zunächst zu Hause verstecken. So wird lange Zeit das Ausmaß der Rückkehr verschleiert.

Die Serie kommt weit mehr als relativ unheimliche Mystery-, denn als Zombie-Serie daher. Der minimalistisch-dunkle Soundtrack von Mogwai verstärkt diesen Eindruck noch.

Insgesamt gefiel mir diese Staffel ganz gut. Dennoch werde ich nie Serien-Fan; denn auch hier stellt sich die Frage nach dem Ergebnis, das 7 Stunden Film letztendlich hervorgebracht haben.

Die Trauer und ihre Bewältigung, die diese gespenstische, auf mehreren Erzählbahnen mäandernde Serie größtenteils zeigt, findet sich nicht bloß in den Köpfen und Beziehungen der Figuren; sie findet sich auch in der Ästhetik der blaugrau verwischten Bilder, dem Schleier der Melancholie, der über der Kleinstadt liegt und sich nie lüftet“, meint die zeit.

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In Xan Cassavetes Vampir-Film Kiss of the Damned (2012) wird gothisches Ambiente und Lebensgefühl pur zelebriert. Dunkle Romantik, Kerzenschein, Mondbilder, Träume von ewiger Liebe und ewigem Leben inklusive. Inhaltlich stehen zwei schöne Vampir-Ladies im Mittelpunkt. Schwestern, die eine sehnt sich nach Liebe und macht ihren Geliebten ebenfalls zum Vampir und die andere stillt ihren Hunger ungehemmt beim Liebesakt und gefährdet alle anderen mit ihrem mordenden Lebensstil.

Ein atmosphärischer ruhiger Vampirfilm, der sein Tribut an Filme von Rollin und anderen 60er und 70er Jahren Filme zollt, die sich auf erotischer Weise mit dem Thema Vampir auseinander gesetzt haben,“ meint movie-check.

Mir gefiel der Film auch ganz gut. Andere waren gar nicht begeistert und halten ihn z.B. eher für einen Soft-Porno-Film.

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Evan Kelly's kanadischer Film Der Übergang (2010) ist ein Psycho-Horror-Film mit übernatürlichen Elementen. Er spielt weitgehend in einer abgelegenen Waldhütte in schneereicher Landschaft. Dorthin verabreden sich einige Kumpels, die sich allerdings in den letzten Jahren schon ziemlich auseinandergelebt haben, zumal einer der Kumpels psychische Probleme in Zusammenhang mit dem Tod seiner Mutter hatte. Seine Wahnvorstellungen kann er mit Tabletten beherrschen.

Doch dann führt er seine Kumpels auf eine Lichtung und dort können diese ebenfalls eine durchsichtige Barriere wahrnehmen, die sie durchschreiten können. Sie sind dann in einem durch diese Barriere umgrenzten Raum. Doch dieser Raum verändert die Psyche der Protagonisten, sie hören Stimmen, können zum Teil auch die Gedanken der Anderen wahrnehmen und fühlen eine andere Präsenz. Die Probleme verschwinden nicht nach dem Verlassen des Raums, schließlich bringen sie sich gegenseitig um.

Ein kleiner, effektiver Horror-Film mit SF-Element, der von einer traumwandlerischen, bedrohlichen Atmosphäre getragen wird“, meint kino-zeit. Mich hat der Film jedoch nicht so sehr überzeugt.

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bonanzaMARGOT - So, 19. Nov, 13:56
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bonanzaMARGOT - Mi, 15. Nov, 06:14
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Treibgut - Mi, 15. Nov, 00:27
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bonanzaMARGOT - Mo, 13. Nov, 06:09
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Treibgut - Mo, 13. Nov, 00:28
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.... zum Neid gibt es wohl eher keinen Grund.
Treibgut - So, 12. Nov, 23:22

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