Im Kino (17/09)

In Claude Chabrol's Film „Kommissar Bellamy“ verbringt Gérard Depardieu seine Ferien mit „seiner Frau“ an Südfrankreichs Küste und nimmt sich prompt eines merkwürdigen Kriminalfalls an, während er ansonsten von seinem jüngeren nichtsnutzigen Bruder, der zu Besuch kommt, belästigt wird. Der Film ist mehr Sozialstudie als Krimi, kurzweiliger als von mir erwartet, aber letztendlich gibt es nach meinem Eindruck auch nichts, was ihn als Highlight auszeichnen würde - es ist halt einfach eine halbwegs nett und gemütlich erzählte Geschichte aus dem Alltagsleben. Mehr über den Film könnt ihr z.B. bei critic nachlesen.
”Die Gräfin” Erzsébet Báthory in Julie Delpy's Film hat auch in der Schwarzen Szene einen gewissen Bekanntheitsgrad (man denke etwa an die CD “Die Blutgräfin” von den “Untoten”), glaubte sie doch der Legende nach, dass das Blut von Jungfrauen ihren Alterungsprozess aufhalten oder gar rückgängig machen könne. So liessen viele Jungfrauen ihr Leben, bevor ihr 1611 in Ungarn der Prozess gemacht und sie lebendig eingemauert wurde. Ein schöner Stoff für einen schaurigen Film.

Doch leider ist Julie Delpy, die hier als Gräfin auch die Hauptrolle spielt, meiner Meinung nach nur als Schauspielerin wirklich gut. Der Film ist nicht schlecht, doch es mangelt ihm an Dramaturgie und Mut zu einer weniger konventionellen Inszenierung. In den historischen Überlieferungen ist wohl Vieles unklar und so hätte die Regisseurin vielleicht doch besser einen richtigen Gothic- oder Horrorfilm machen sollen und nicht so einen drögen Mittelalter-Film mit einigen gruseligen Szenen - aber das ist eben nicht ihr Metier.
Mehr zum Film könnt ihr z.B. bei critic nachlesen.







