Filme (DVD 11/09)
Laut wikipedia war John Carpenter's martialisches Epos “Assault - Anschlag bei Nacht” (1976) bis zum 31.03.2005 indiziert, ist nun aber - ungeschnitten - ab 16 freigegeben. Es war erst der zweite Film von John Carpenter und es ist übrigens einer, den ich bisher noch gar nicht kannte.

Der Film spielt in einem Vorort von Los Angeles. Im Mittelpunkt steht eine Polizeistation, die gerade geräumt wird. 2 Polizisten und 2 Frauen halten noch in der letzten Nacht die Stellung. Ein Gefängnistransport muss hier Station machen, weil einer der drei Banditen schwer krank ist. Währenddessen kommt es im Vorort zu Auseinandersetzungen. Ein alter Mann erschiesst aus Rache ein Bandenmitglied, nachdem seine Enkelin vorher am Eiswagen ermordet wurde. Er flüchtet in die Polizeistation. Diese wird fortan von der schwer bewaffneten Bande belagert und schliesslich gestürmt - doch die Insassen wissen sich zu wehren.
Dieser heute als Klassiker geltende Film ist, obgleich unter Geldnot und mit relativ einfachen Mitteln gemacht, wirkungsvoll inszeniert und hat eine der eigentümlichen, von John Carpenter selbst komponierten Synthesizer-Filmmusiken, die zu seinen besten Werken zählt.

Brad Anderson's US-Psycho-Thriller “Session 9” (2001) lief hierzulande nicht in den Kinos. Es ist ein beklemmend-düsteres Machwerk, das in einem “haunted house”, der weitgehend erhaltenenen Ruine einer “Irrenanstalt” spielt. Ein 5-Mann-Trupp erhält hier den Auftrag, eine Asbest-Sanierung durchzuführen. Doch die Männer, die sich auch untereinander nicht besonders gut verstehen, laufen in ihr Verderben.
Der Film setzt dem Danvers Hospital ein filmisches Denkmal.
Diesen Drehort mit seinen endlosen Gängen, Tunneln und Räumen, die ausgiebig unter Begleitung eines verstörenden Soundtracks vorgestellt werden, gibt es so heute nicht mehr. Ob der Film so toll ist, lasse ich mal dahin gestellt - er passte mit seinen Graffiti-Bildern jedenfalls perfekt zu meiner heutigen Graffiti-Wanderung. Mehr über den Film könnt ihr z.B. bei critic nachlesen.

Jim Sheridan's mal melancholisch, mal märchenhaft, aber auch sehr ernst wirkendes Sozialdrama “In America” (2002) handelt von einer irischen Kleinfamilie, die nach America, genauer gesagt nach Manhattan zieht. In einem abbruchreifen Haus, in dem beim Einzug noch Tauben in der Wohnung hausen und in dem allerlei seltsame Gestalten wohnen, kommen sie unter. Immer in Geldnot, versuchen sie fortan klar zu kommen - mit den Jobs, mit den Nachbarn und mit sich selbst, denn der Tod eines Sohnes hat auch ein Familientrauma verursacht.
Im Mittelpunkt der mit starken autobiographischen Zügen versehenen Story stellt der Regisseur die kindliche Perspektive. Neben der berührenden Erzählweise beeindrucken insbesondere das Treppenhaus und die Wohnungsausstattungen in dem maroden Haus. Meiner Meinung nach war dies einer der guten Filme im Kinojahr 2003 - mehr könnt ihr z.B. bei filmrezension nachlesen.







