Filme (DVD 09/09)

Jean-Pierre Jeunet's Film “Die fabelhafte Welt der Amélie” ist einer meiner lieblichen Spitzenfilme im Kinojahr 2001 gewesen. Amélie (Audrey Tautou), in Paris lebend mit ihrer Katze, eigensinnig, introvertiert und schon in der Kindheit mit traumatischen Ereignissen konfrontiert, versucht fortan, ihre personenbezogene Umwelt harmonischer und glücklicher zu gestalten, wofür sie Mittel der Intrige, Sabotage und Manipulation aktiv einsetzt. Der mit märchenhaften Elementen angereicherte Film, in dem auch Bilder und Gegenstände mitunter ein Eigenleben entfalten und kauzige Charaktere die Hauptrolle spielen, wird mir wohl immer gefallen, auch wenn er vielleicht eine Spur zu zuckersüß inszeniert ist. Mehr über den Film könnt ihr z.B. bei filmrezension nachlesen.

Clive Gordon's Film “Cargo” (2006) hatte es hierzulande gar nicht ins Kino geschafft. Hier schleicht sich ein junger deutscher Tourist (Daniel Brühl) in Schwarzafrika auf einen Frachter und wird nach seiner Entdeckung in die finsteren Machenschaften der Besatzung verwickelt, die Papageien schmuggelt und blinde Passagiere ins Meer wirft, während dessen Besatzungsmitglieder einfach verschwinden. Streckenweise kann der Film in den Laderäumen mit den Papageien eine “dunkle” Atmosphäre aufbauen, aber weder der Anfang noch das Ende des Films wirkten auf mich einigermaßen glaubwürdig umgesetzt. Mehr über den Film könnt ihr z.B. bei badmovies nachlesen.
Ray Lawrence's Film “Jindabyne” (2006) hatte ich im Kino verpasst. Dieser Film spielt im australischen Nirgendwo. Als vier Männer an einem Fluss in den Bergen Angeln gehen, finden sie eine Frauenleiche, unterbrechen ihre mehrtägige Angeltour aber nicht, sondern konservieren die Leiche im Wasser. Als ihr unkorrektes Verhalten publik wird, geraten sie im Ort und bei ihren Familien heftig unter Druck. Obwohl der Film vielleicht streckenweise eine Spur zu langatmig inszeniert ist, wirkt die Schilderung des Hergangs und der Eskalation der Ereignisse sehr glaubwürdig. Für Beunruhigung des Zuschauers - unterstützt durch den Soundtrack - sorgt auch, dass der Film von Angfang an nicht verbirgt, wer der psychopathische Mörder ist. Mehr über den Film könnt ihr z.B. bei critic nachlesen.









