
In Christine Jeffs' Film “Sunshine Cleaning” gründen 2 Schwestern in einer amerikanischen Kleinstadt ein Kleinunternehmen, dass sich darauf spezialisiert, “biologisch kontaminierte” Orte zu säubern - sprich, nach Schiessereien, Leichenfunden etc. Doch es kommt zur Katastrophe, ein Haus fackelt unbeabsichtigt ab, als eine der Damen allein unterwegs ist, eine entwischte Katze einzufangen versucht und im Haus eine Kerze umfällt. Diese mal flippig, mal melancholisch daherkommende Tragikomödie fand ich wider Erwarten ziemlich gut, sie lebt von ihren beiden ProtagonistInnen (Amy Adams, Emily Blunt), die versuchen, ihr Leben zu managen.
Wahrscheinlich hätte mir der Film noch besser gefallen, wenn Amy Adams in der ersten Hälfte nicht so unnatürlich überdreht agiert hätte. Mehr über den Film könnt ihr z.B. bei critic nachlesen.

Irene von Alberti inszenierte ihren Debut-Spielfilm “Tangerine” im marokkanischen Tanger. Er handelt von einer Gruppe junger Deutscher, die in Tanger auf der Spur nach folkloristischen musikalischen Elementen sind, aber in eine Geschichte um versteckte Prostitution verwickelt werden, als sie in einer Disco ein Mädchen kennen lernen. Der Film hat mitunter durchwachsene Kritiken bekommen, aber ich fand ihn ganz interessant und kurzweilig, ohne dass er Chancen auf die Goldene Palme hätte.
Der Film behandelt ein interessantes Thema, zeigt Konflikte mit der Familie, Behörden und der Polizei und zeigt eben auch Bilder aus dem Leben bzw. vom Lebensgefühl in Tanger. Durchaus interessant fand ich auch, dass in ihm arabisch, französisch und englisch je nach Können und Situation gesprochen wurde (er hatte deutsche Untertitel). Auch über diesen Film könnt ihr mehr bei critic nachlesen.
Treibgut - Do, 4. Jun, 00:18 - Rubrik: Movies