Im Kino (12/09)

Jonathan Demme's Film “Rachels Hochzeit” behandelt ein Hochzeitsfest, irgendwo in Connecticut. Obwohl es eine Schwarz-Weiss- Hochzeit ist, spielen die ethnischen Unterschiede in diesem Film keinerlei Rolle. Vielmehr geht es um einen internen nicht vollständig aufgearbeiteten Konflikt zwischen der Schwester der Braut und ihrer Familie, denn die Schwester (Anne Hathaway) war drogen- und alkoholsüchtig und verschuldete vor Jahren den Tod ihres kleinen Bruders bei einem Autounfall. Als sie aus der Rehabilitationsklink zur Hochzeit kommt, brechen die Konflikte auf.
Ich teile die Ansicht einiger Kritiker, dass der Film zwar nicht schlecht ist, die Geschichte für die Dauer von 2 Stunden aber nicht genug Sog entfaltet, manchmal vielleicht etwas langweilig ist, weil nichts weiter geschieht, sondern die Camera lediglich das Hochzeitsfest einfängt. Eine positivere Kritik könnt ihr z.B. beim spiegel nachlesen.

Rémi Bezançon's Tragikomödie “C'est la Vie - So sind wir, so ist das Leben” handelt anhand mehrerer Episoden, die zwischen 1988 und 2000 spielen, wichtige Abschnitte im Leben einer französischen Familie mit 3 Kindern ab. Auszug der Kinder, erster Sex, Hochzeit, Tod des Opas, Tod des Vaters sind solche Stationen.
Der Film hat eine ausgewogene, sehr gelungene Mischung zwischen witzigen und traurigen Szenen, hervorragend natürlich agierende Schauspieler, ist sehr einfühlsam, behandelt auch Konfliktfelder wie Mode und Rockmusik und hat einen der besten Musik-Soundtracks, den ich seit langem gehört habe.
Guter Film, vermutlich unter den besten Filmen des Jahres in meiner kommenden Liste! Mehr könnt ihr z.B. bei kino-zeit nachlesen.








