Accelerando

Der Brite Charles Stross ist mir als SF-Autor neu (weil ich ja kaum noch zum Lesen komme). Mit dem 546 S. dicken Werk “Accelerando” (2005) legte er einen Roman hin, der einen der renommiertesten SF-Preise (Locus) gewann.
In dem Buch geht um KI's, virtuelle Welten und die Möglichkeit, sich selbst abzuspeichern, mehrfach zu duplizieren und in ein anderes Leben zu entlassen. So eine Kopie seiner selbst kann man dann auch in ein Raumschiff stecken und zu den Sternen schicken.
Mehr über das Buch könnt ihr z.B. bei der phantastik-couch oder beim sf-fan nachlesen. Ob ich es gut fand? Nein, war mir zu kompliziert und die Charaktere waren mir zu unpersönlich gezeichnet - ich tendiere daher ganz stark zu der erstgenannten Rezension.
Ach ja, das Buch fängt auf der 1. Seite direkt mit Weblogs an und die ersten Sätze möchte daher hier zitieren:
“Manfred ist mal wieder unterwegs, um Fremden zu Reichtum zu verhelfen. Es ist ein warmer sommerlicher Dienstag, und er steht mit einer Datenbrille vor den Augen auf der Plaza vor der Centraal Station, mitten im grellen Sonnenlicht, das von der Gracht reflektiert wird. An beiden Ufern haben sich schwatzende Touristengrüppchen gesammelt, während Motorroller und Radfahrer in selbstmörderischen Tempo vorbeiflitzen. Der Platz riecht nach Wasser, Schmutz, heissem Metall und den kalten, schwefelhaltigen Ausdünstungen von Katalysatoren; im Hintergrund bimmeln Straßenbahnen, über seinem Kopf fliegt ein Vogelschwarm. Er blickt nach oben, fängt eine der Tauben im Bild ein, speichert es ab und leitet es an sein Weblog weiter, um zu zeigen, dass er angekommen ist. ...”.
Ihr seht, es gibt eventuell noch Entwicklungspotenzial, wobei ich nicht ausschliessen möchte, das Handy's das inzwischen auch schon können.







