Freitag, 23. Januar 2009

Zahn gezogen!

Was ein scheiss Tag heute! Und das Wetter passte perfekt dazu, man konnte richtig nass werden.

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>Regenwetter, hier an der Bahnstation Chlodwigplatz, Köln-Südstadt<

Als ich ins Büro kam, wurde mir gemeldet, dass die Kieferchirurgie angerufen hatte und den Termin vorverlegen wollte. Ich rief dort an und konnte mich gleich aufmachen, wieder in die City zu fahren.

Der Zahnarzt meinte schon in Angesicht des Röntgenbildes, dass er seriöserweise nur empfehlen könne, den Zahn zu ziehen, wenn die auf dem Röntgenbild nicht sichtbaren 3 Wurzelkanäle nicht mit einem sinnvollen Aufwand saniert werden könnten.

Ich bekam eine Spritze in den Kiefer und den oberen Rachen. Sehr unangenehm, weil man anfangs das Gefühl hat, dass die Kehle taub wird und man vielleicht ersticken könnte.

15 Minuten später ging's los. Der Zahn wurde weiter aufgebohrt. Die beiden anderen Zahnkanäle wurden auch noch gefunden, aber der Zahnarzt meinte, dass es nur einige wenige Spezialisten hier gäbe, die diese teilverstopften Kanäle vielleicht sanieren könnten - auf privater Rechnung für ca. 800 € pro Kanal. Und weil sich eine bakterielle Infektion dorthin verbreiten könne, würde er empfehlen, den Zahn zu ziehen.

Ich stimmte zu. Das Zahnziehen war mit einigen Kraftanstrengungen und Kieferverrenkungen verbunden, klappte aber ohne Komplikationen. Es knackte unangenehm, aber der Zahn brach wenigstens nicht ab. Die Betäubung war ausreichend. Mehr sag ich dazu nicht.

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>Der Zahn - man sieht 2 der 3 Wurzelkanäle<

Nachmittags schlief ich ein paar Stunden. Nun wird es wieder Zeit für eine Schmerztablette (und für einen Film).

Wieder Filme geguckt (DVD 03/09)

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Bryan Singer, dessen Film “Operation Walküre” jetzt in die Kinos gekommen ist, inszenierte den zwischen Science Fiction und Fantasy angesiedelten Film “X-Men” (2000). Er spielt in der nahen Zukunft und handelt von Menschen mit übernatürlichen Fähigkeiten, die die Ausgrenzung durch die Normalen fürchten und sich in zwei Lager gespalten haben, die auf Krieg oder friedliche Koexistenz mit den normalen Menschen setzen. Über die Ursachen der übernatürlichen Fähigkeiten wird im Film wenig gesagt, er behandelt nur den Konflikt, der sich zuspitzt, als die bösen X-Men die Regierungschefs anlässlich einer Konferenz in New York “übernehmen” und die guten X-Men dies verhindern wollen.

Der im Kino sehr erfolgreiche Film glänzt durch zahlreiche gut gemachte Special Effects, Kampf- und Action-Szenen, aber auch durch seine überzeugend agierenden Darsteller und sensiblen Charakterzeichnungen. Ein guter Film, doch der 2. Teil überzeugte mich dann allerdings nicht mehr.

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Christian Petzold inszenierte den Film “Die innere Sicherheit” (2000), der diverse Auszeichnungen gewann. Im Mittelpunkt der Handlung steht eine dem terroristischen Untergrund hinzuzurechnende Kleinfamilie, die seit Jahren auf der Flucht ist. Nachdem das Geld in Portugal abhanden kommt, fahren sie nach Deutschland, hauen Verwandte und Bekannte an, die sie aber nur widerwillig unterstützen wollen. Als weiteres Problem und Sicherheitsrisiko erweist sich die pubertierende Tochter, die sich nach Liebe und Beständigkeit sehnt, aber immer im Geheimen leben muss und möglichst keine Kontakte haben darf.

Als die Familie in Hamburg zwar eine leerstehende Unterkunft findet, aber das Geld dennoch ausgeht, kommt es zur Katastrophe.

Gut fand ich den Film ja mal, aber heute möchte ich das Urteil doch etwas relativieren, da er mitunter etwas schleppend und mit einigen Logiklöchern behaftet ist. Lange Camera-Einstellungen und kammerspielartig isolierte Schauplätze mit wenigen handelnden Personen sind wohl Petzold's Spezialität.

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Sharon Maguire inszenierte die ziemlich erfolgreiche Komödie “Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück” (2001). Eine Frau über 30 (Renée Zellweger) versucht in London, endlich einen Mann für's Leben zu finden und stapft dabei im Beruf, auf Parties oder zu Hause in alle möglichen Fettnäpfchen. Der Film hat Einiges an Situationskomik, Selbstironie und ein paar schräge Einfälle zu bieten und gefiel mir schon damals im Kino ganz gut - vermutlich auch, weil er tatsächlich konsequent aus Sicht der Frau erzählt ist und das Thema leichtfüßig angeht.

Obwohl etwas überdreht, hält der Film dennoch ziemlich gut die Balance, ohne ins Kitschige oder in Klamauk abzugleiten.

Wikipedia-Links zu: X-Men, Die innere Sicherheit, Bridget Jones.

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