
Die großen Klassiker von David Lean sind schon in einer bemerkenswerten DVD-Qualität auf dem Markt. Das gilt auch für “Doktor Schiwago” (1965), der 5 Oscars gewann und einer der erfolgreichsten Filme der 1960er Jahre war. Ich habe den Film bestimmt ein oder zwei mal in meiner Jugend gesehen. Beeindruckt hat er mich nicht, aber ich glaube, das hing auch mit unserer kleinen Glotze und der Filmlänge (über 3 Stunden) zusammen. Gestern auf DVD gesehen, war ich allein schon von den prächtigen Landschaftsaufnahmen beeindruckt, aber auch die Story und die Hauptdarsteller (Omar Sharif, Julie Christie) gefielen mir.
Die Verfilmung eines Romans (1958) von Boris Pasternak handelt von einem russischen Arzt, seiner Liebe zu zwei Frauen und den revolutionären und kriegerischen Wirren, die ihn immer wieder mal jahrelang und auch unfreiwillig von den beiden Frauen trennen. Der Film dürfte hauptsächlich zwischen 1912 und 1925 spielen. Neben den Landschaftsaufnahmen beeindrucken besonders auch die Aufnahmen vom russischen Winter, von Hunger und Elend. Mehr zum Film könnt ihr natürlich auch bei wikipedia nachlesen.

Tarsim Singh's stilistisch am ehesten der Phantastik zuzuordnender Psychopathen-Thriller “The Cell” (2000) beeindruckt durch bizarre Bilder aus der Psyche eines abartigen Serienkillers und einen spannenden Plot. Vom Inhalt der Story her gelingt es der Polizei, einen ins Koma gefallenen Serienkiller zu fassen. Das Problem ist jedoch, dass dieser zuvor eine Frau entführt hat und man ihr Versteck finden muss, um sie retten zu können.
Der Killer wird in ein Forschungszentrum überführt, wo ein Medium (Jennifer Lopez) mit medizinisch-technischer Hilfe in die bizarr-surrealen Traumwelten seines Gehirns eindringt, um den Aufenthaltsort der Frau herauszufinden.
In der Traumwelt tritt ihr der Serienkiller in klaustrophobischen Gebäuden und Kellern mal als Kind, mal als erwachsenes Ungeheuer entgegen, und andere phantastische Gestalten wie die ermordeten und präparierten Frauen bevölkern diese Welt. Das Medium gerät in große Gefahr, so dass der Polizeipsychologe ebenfalls noch die surrealen Welten “betreten” muss.
Ein guter Film ist das, aber nichts für allzu zartbesaitete Gemüter. Mehr zum Film könnt ihr z.B. bei kinofenster nachlesen.

Auch David Twohy's Science Fiction “Pitch Black” (2000) hat mich schon damals im Kino begeistern können. Hier muss ein Raumschiff auf einem wenig erforschten, leblos wirkenden Wüstenplaneten notlanden. Die am Horizont sichtbaren Bäume entpuppen sich als Rippenstrukturen eines 100 m langen, skelettierten Ungeheuers und später wird ein Mann in ein Erdloch gezogen. Die ungefähr 10 Überlebenden der Notlandung finden eine Geo-Forschungsstation und tief in den Eingeweiden der Station die Skelette der Forscher.
Sie sehen die drei Sonnen am Himmel aufgehen, finden ein elektronisches Modell des Sonnensystems, das zeigt, dass es bei einer bestimmten Konstellation am Himmel dennoch zu einer totalen Sonnenfinsternis kommen kann.
Wenig später schiebt sich ein riesiger Planet über den Horizont, und in der aufkommenden Dämmerung hört man das Geschrei der aufwachenden, feindselig Welt. Riesige Schwärme fleischfressender fledermausartiger Geschöpfe steigen aus Röhren in den Himmel, kleinere alien- und saurierartige Landbewohner kriechen aus ihren Verstecken.
Die Überlebenden des Absturzes verschanzen sich erst in ihrem beschädigten Raumschiff und sind halbwegs sicher, solange es Licht gibt. Doch sie müssen zum Raumschiff der Geologen.
Der Film hat durchaus kein echtes Happy End, und er lebt neben der atmosphärisch gelungenen Inszenierung der erwachenden Welt auch vom Schauspiel der Hauptprotagonisten (Vin Diesel als Sträfling, Radha Mitchell als Raumschiffkommandantin). Mehr zum Film könnt ihr z.B. bei filmszene nachlesen.
Treibgut - Mo, 12. Jan, 22:42 - Rubrik: Movies