Neues Kinojahr eingeläutet

Hach, da habe ich das neue Kinojahr gerade mit einem guten Vampirfilm eröffnet. Nach einem Roman von John Ajvide Lindqvist, der hierzulande auch als Taschenbuch veröffentlicht wurde, inszenierte Tomas Alfredson den Film “So finster die Nacht”. Der Film spielt in einer schwedischen Vorort-Schlafstadt. Schnee liegt. Ab und zu werden rätselhafte Morde entdeckt. Ein 12-jähriger, in der Schule drangsalierter Junge lernt langsam aber sicher das gleichaltrige Mädchen von nebenan kennen. Er kommt auch hinter ihr Geheimnis und lernt ausserdem, sich gegen sein Mitschüler zu wehren.
Erwartungsgemäß wird dieser schwedische Film stilistisch nicht wie ein amerikanischer Horrorfilm erzählt, sondern langsam und sentimental, und er stellt die sich entwickelnde Beziehung zwischen dem Jungen und dem Mädchen in den Mittelpunkt. Er enthält dennoch einige drastische Szenen, z.B. mit Katzen, die eine (vom Vampir gebissene) Frau angreifen, und er ist in mancher Hinsicht auch wie ein Racheepos aufgebaut.
Mehr zum Film könnt ihr z.B. bei filmstarts nachlesen. Ach ja, den 637 Seiten langen hochgelobten Roman werde ich mir auch noch zulegen.

“O'Horten” sah ich schon vor einigen Tagen. Bent Hamer's Film handelt vom Leben eines alten norwegischen Lokführers - ein paar Tage vor und nach seiner Pensionierung. Sicherlich ist dieser sentimentale und skurrile Film etwas für Eisenbahnfreaks. Klar, seine kleine Wohnung liegt natürlich auch neben den Bahngleisen. Kaum ist er pensioniert, hat er merkwürdige Erlebnisse und Begegnungen in der Stadt, am Flughafen, in der Schwimmhalle, auf den Straßen. Etwas neugierig und sehr gelassen, lässt sich der Lokführer auf die Ereignisse ein.
Kann man ansehen, diesen sympathischen Film, und er ist meines Erachtens besser als “Kitchen Stories”. Mehr über den Film könnt ihr z.B. bei kino-zeit nachlesen.







