Asiatischer Film II (DVD 35/08)

Shohei Imamura's japanischer Film “Der Aal” (1997) gewann u.a. die Goldene Palme als bester fremdsprachiger Film. Ein Mann bringt hier seine in flagranti ertappte Frau um, kommt ins Gefängnis und baut sich nach seiner Entlassung an einem abgelegenen Kanal ein eigenes Friseurgeschäft auf. Ihm fliegt hierbei auch bald eine neue Frau zu, von der er zunächst allerdings nichts wissen will.
Als Haustier hält sich der Mann einen Aal, den er schon aus dem Gefängnis mitbrachte. Im Film geht es neben der Konfrontation mit der Vergangenheit, die ihn einholt, natürlich auch um Aal-Fischerei, denn die leben auch im Kanal, so dass er sich mit einem gefundenen Freund nachts häufig zum Aalfischen verabredet.
Ein auf Grund seiner Charakterzeichnungen und dem ungewöhnlichen Ambiente ziemlich guter Film ist das, über den ihr mehr z.B. bei wikipedia nachlesen könnt.

Nonzee Nimibutr's thailändischer Geisterfilm “Nang-Nak” (1999) war sehr erfolgreich in Thailand, weshalb er auch hierzulande in die Kinos kam. Der Film spielt um 1900. Während der Mann im Krieg ist, stirbt seine Frau bei der Geburt ihres Kindes. Doch als der Mann zurückkehrt, empfängt sie ihn und begleitet ihn zusammen mit ihrem Kind einige Wochen in seinem Haus, das in Wirklichkeit längst zerfallen ist. Doch Kraft ihres Geistes kontrolliert sie die Wahrnehmung ihres Geliebten und lässt dessen Umgebung intakt erscheinen. Doch die Dorfbewohner werden von dem Geist bedroht und rotten sich zu seiner Bekämpfung zusammen.
Der Film spielt an einem Dschungelfluss, häufig bei nächtlichem Gewitter, die Holzhäuser stehen hier auf Stelzen. Im Film kommen viele, zum Teil auch unheimlich wirkende Naturaufnahmen mit Tieren vor - Eulen, Warane, Flughunde, Ratten, Spinnen etc. Ferner werden bizarre Rituale zur Geisteraustreibung gezeigt.
Diverse Stilelemente wie auch der Soundtrack erinnerten mich an die “Chinese Ghost Story”. Netter Film, über den ihr mehr z.B. cinemafareast nachlesen könnt.

Pen-ek Ratanaruang inszenierte den etwas merkwürdigen thailändischen Spielfilm “Ploy” (2007) - keine Ahnung, ob er hierzulande im Kino lief. Der Film spielt fast ausschliesslich in einem Hotel in Bangkok. Parallel, aber nicht zusammenlaufend, wird hier von zwei Pärchen erzählt. Das eine Pärchen ist jung verliebt und treibt pausenlos Sex, die Beziehung des anderen Pärchens hat sich auseinandergelebt.
Als der Mann ein Mädchen namens Ploy mit hoch auf das Zimmer nimmt, damit diese sich dort frisch machen und etwas schlafen kann, kommt es zur Ehekrise.
In den Film fliessen imaginäre Szenen ein, die dem Gehirn der etwas derangierten Ehefrau entspringen und filmisch nicht als solche kenntlich gemacht sind, so dass man erst später dahinter kommt, dass sie der Vorstellungskraft der Protagonistin entstammten.
Sonderbar, aber nicht schlecht - mehr könnt ihr z.B. bei asianmovieweb nachlesen.







